Museum und Park Kalkriese
Varusschlacht im Osnabrücker Land
Die Varusschlacht im Osnabrücker Land GmbH - Museum und Park Kalkriese ist eine von der Europäischen Union als Kulturerbe Europas ausgezeichnete wissenschaftliche und museale Einrichtung an jenem Ort, der nach wissenschaftlicher Erkenntnis Schauplatz eines umfänglichen Kampfgeschehens zwischen römischen und germanischen Truppen in der Zeit um Christi Geburt war. Schauplatz jenes Geschehens des Jahres 9. n. Chr., das die römischen Geschichtsschreiber als Varusschlacht verzeichneten. Heute ist Kalkriese das einzige antike Schlachtfeld Europas, das archäologisch untersucht wird.
Im Jahr 1987 beginnt die »Geschichte« der Ausgrabungen in Kalkriese mit dem Fund römischer Münzen und 1988 dreier Schleuderbleie durch den passionierten Amateur-Archäologen J. A. S. Clunn. In Absprache mit dem zuständigen Stadt- und Kreis-Archäologen W. Schlüter folgten bis 1989 weitere erfolgreiche Fundbeobachtungen. 1989 wurde daraufhin mit systematischen Grabungen im Flurstück Oberesch begonnen.
Das Jahr 1990 hielt in einem Suchschnitt einen ganz besonderen Fund bereit. Das unförmig korrodierte Fundstück entpuppt sich nach der Restaurierung als Gesichtsmaske eines römischen Reiterhelms, die einst mit Silberblech überzogen war.
Sowohl unter der Sohle des Walls, aber auch im weiteren Umfeld gab es zudem Spuren vorgeschichtlicher Besiedlung, beginnend mit Relikten aus der Steinzeit bis hin zu Pfostenlöchern von Speichergebäuden der vorrömischen Eisenzeit.
Besonders fundreich waren die Bereiche, in denen der Wall bereits in antiker Zeit abgerutscht war. Dort fand man auch das Skelett eines Maultiers mit Resten seines Zaumzeugs. Auch Knochen von Pferden wurden gefunden und ein Amulett, dass - am Pferdegeschirr befestigt - Unheil abhalten sollte.
Bereits 1994 wurde nördlich des Walls die erste und größte Grube gefunden, in der Knochen von Mensch und Tier deponiert worden waren. In den folgenden Jahren wurden sieben weitere solcher Knochengruben gefunden, bei denen es sich möglicherweise um notdürftig durchgeführte Bestattungen handelt, wie sie Tacitus für das Jahr 16 n. Chr. beschreibt.
Die Baumaßnahmen für Museum und Park erforderten 1999 und 2000 Untersuchungen des Baugrunds. Dabei konnte der weitere Verlauf des Walls verfolgt werden. Überraschend kam ein weiteres, fast vollständig erhaltenes Maultierskelett zutage. Das Tier hatte sich das Genick gebrochen und war bald nach seinem tödlichen Sturz von Teilen des Walls verschüttet worden.
Ein Bericht zu den ersten 15 Jahren Ausgrabung wurde 2007 in der Publikation »Kalkriese 3« vorgelegt. Aber auch in den kommenden Jahren sind weitere Ergebnisse zu erwarten. Man darf gespannt sein.
Die Varusschlacht im Osnabrücker Land GmbH - Museum und Park Kalkriese ist eine von der Europäischen Union als Kulturerbe Europas ausgezeichnete wissenschaftliche und museale Einrichtung an jenem Ort, der nach wissenschaftlicher Erkenntnis Schauplatz eines umfänglichen Kampfgeschehens zwischen römischen und germanischen Truppen in der Zeit um Christi Geburt war. Schauplatz jenes Geschehens des Jahres 9. n. Chr., das die römischen Geschichtsschreiber als Varusschlacht verzeichneten. Heute ist Kalkriese das einzige antike Schlachtfeld Europas, das archäologisch untersucht wird.
Im Jahr 1987 beginnt die »Geschichte« der Ausgrabungen in Kalkriese mit dem Fund römischer Münzen und 1988 dreier Schleuderbleie durch den passionierten Amateur-Archäologen J. A. S. Clunn. In Absprache mit dem zuständigen Stadt- und Kreis-Archäologen W. Schlüter folgten bis 1989 weitere erfolgreiche Fundbeobachtungen. 1989 wurde daraufhin mit systematischen Grabungen im Flurstück Oberesch begonnen.
Das Jahr 1990 hielt in einem Suchschnitt einen ganz besonderen Fund bereit. Das unförmig korrodierte Fundstück entpuppt sich nach der Restaurierung als Gesichtsmaske eines römischen Reiterhelms, die einst mit Silberblech überzogen war.
Sowohl unter der Sohle des Walls, aber auch im weiteren Umfeld gab es zudem Spuren vorgeschichtlicher Besiedlung, beginnend mit Relikten aus der Steinzeit bis hin zu Pfostenlöchern von Speichergebäuden der vorrömischen Eisenzeit.
Besonders fundreich waren die Bereiche, in denen der Wall bereits in antiker Zeit abgerutscht war. Dort fand man auch das Skelett eines Maultiers mit Resten seines Zaumzeugs. Auch Knochen von Pferden wurden gefunden und ein Amulett, dass - am Pferdegeschirr befestigt - Unheil abhalten sollte.
Bereits 1994 wurde nördlich des Walls die erste und größte Grube gefunden, in der Knochen von Mensch und Tier deponiert worden waren. In den folgenden Jahren wurden sieben weitere solcher Knochengruben gefunden, bei denen es sich möglicherweise um notdürftig durchgeführte Bestattungen handelt, wie sie Tacitus für das Jahr 16 n. Chr. beschreibt.
Die Baumaßnahmen für Museum und Park erforderten 1999 und 2000 Untersuchungen des Baugrunds. Dabei konnte der weitere Verlauf des Walls verfolgt werden. Überraschend kam ein weiteres, fast vollständig erhaltenes Maultierskelett zutage. Das Tier hatte sich das Genick gebrochen und war bald nach seinem tödlichen Sturz von Teilen des Walls verschüttet worden.
Ein Bericht zu den ersten 15 Jahren Ausgrabung wurde 2007 in der Publikation »Kalkriese 3« vorgelegt. Aber auch in den kommenden Jahren sind weitere Ergebnisse zu erwarten. Man darf gespannt sein.








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