Netzwerk Stärkung der Elternkompetenz
Entstehungshintergrund: Die Zunahme von psychosozialen Problemen und Entwicklungsdefiziten bei Kindern und Jugendlichen ist inzwischen in aller Munde.
Babysprechstunde und andere zum Teil bereits vernetzte Angebote der Elternarbeit sind in der Region vorhanden. Viele Aktivitäten laufen aber nebeneinander, es fehlt die Information über niedrigschwellige und kostengünstige Angebote gerade für die Familien mit besonderem Hilfebedarf. Sind zielgruppengerechte und niedrigschwellige Angebote ausreichend vorhanden? Sind sie bekannt genug? Wie können Eltern besser in gesundheitsfördernde Projekte eingebunden werden?
Zielentwicklung GK 2005:
Die Arbeitsgruppe repräsentiert verschiedene Beratungs- und Bildungsansätze zur Stärkung der Elternkompetenz. Das gemeinsame Anliegen aller Teilnehmer fokussiert sich auf drei Zielsetzungen:
- Angebote transparent machen: Vorhandene Angebote in persönlichen Kontakt an die Eltern herantragen (via Kindergarten, Kinder- und Jugendärzte).
- Anbieter: Kooperation und Transparenz.
Die Anbieter sollen Kooperationen untereinander aufbauen und ihre Angebote transparent herausstellen. - Eltern: Bedarfsorientierung und Erreichbarkeit.
Die Angebote für Eltern sollen bedarfsgerecht sein und ihre jeweilige Zielgruppe sicher erreichen.
Zielentwicklung GK 2007: Transparenz der Angebote und Institutionen
Mitlieder: Suchtberatung, Bildungskoordinator, Hebammen, Familienverband, Stadtelternrat, Fachdienst Jugend, Universität OS, Fachhochschule OS, Fachberatung Kindertagesstätten, Lernende Region OS, Kinderärzte, ÖGD
Projekt: Fachtag „Wozu erziehen“
Im März 2006 wurde ein Fachtag unter dem Motto „Wozu erziehen?“ mit großer Resonanz (200 Besucher) durchgeführt.Anbieter stellten ihre Elternprogramme vor: In zwei „Lernkarussells“ war eine intensivere Beschäftigung mit Programmen möglich:
- „Macht euch stark für starke Kinder“ (Lernende Region Osnabrück),
- „Starke Eltern, starke Kinder“ und „ABC – Elterntraining“ (Kinderschutzbund),
- „Handwerkszeug für Eltern und Kinder mit begleitendem Sozialtraining für Kinder im Alter von 5-8 Jahren“ (ev. Familien-Bildungsstätte e.V.)
- „Aufsuchende Hilfen für junge Mütter“ (Netzwerk Familienhebammen)
- Projekt Paula (IN VIA Quakenbrück)
- Babysprechstunde (Universität Osnabrück)
- Triple P
Frau Alexandra Sann (Deutsches Jugendinstitut) hielt einen Fachvortrag zum Projekt „Opstapje“, einem Hausbesuchsprogramm für sozial „benachteiligte“ Familien zur Unterstützung ihrer Erziehungsleistung. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es eine Podiumsdiskussion zu der Frage: „Wie erreichen wir bildungsferne Eltern?“.
Projekt: Befragung Jugendlicher
Im Oktober 2006 beteiligten sich ca. 250 Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren auf dem Jugendgesundheitstag in Osnabrück an einer Befragung des Netzwerkes zur Stärkung der Elternkompetenz.
Folgende Fragen wurden den Jugendlichen gestellt:
- Ich mag an meinen Eltern
- Ich mag an meinen Eltern nicht
- Folgende Fehler meiner Eltern möchte ich vermeiden:








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