Königin Margrethe eröffnete eisenzeitliche Ausstellung
Keltische Funde von der Schnippenburg in Dänemark
Silkeborg./ Osnabrück. Keltische Funde in königlichen Händen: Ausgrabungsgegenstände von der Schnippenburg in Ostercappeln übergab der Projektleiter der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück, Dr. Sebastian Möllers, jetzt an Königin Margrethe II von Dänemark.
07.07.2009 | Im dänischen Museum in Silkeborg eröffneten die Monarchin und Prinz Henrik von Dänemark persönlich eine Sonderausstellung über die skandinavische Welt in der vorrömischen Eisenzeit.

„Die Welt des Tollundmannes“ heißt die Ausstellung, und die Artefakte aus dem Landkreis Osnabrück sind ein Teil davon. Mit weiteren bedeutenden eisenzeitlichen Funden aus Nordeuropa wird das kulturelle Umfeld der um 350 vor Christus datierten Moorleiche „Tollundmann“ beleuchtet.
Dieser Mann ist eine der besterhaltensten Moorleichen überhaupt. Das Erstaunliche: Zu seiner Zeit schon gelangten mediterrane und keltische Einflüsse bis nach Dänemark. Die Ausstellung zeigt eine ganz neue Perspektive, die besonders auf die Gemeinsamkeiten der europäischen Kulturen dieser Zeit abhebt. „Für die Kenntnis über die Verbreitung keltischer Funde nach Norden spielen die Forschungsergebnisse von der Schnippenburg eine Schlüsselrolle,“ sagte Projektleiter Möllers. „Erstmals können wir solche Funde umfangreich im norddeutschen Raum nachweisen.“

Die Schnippenburg sei offenbar eng mit den überregionalen Verkehrswegen dieser Zeit verbunden gewesen, so Möllers. So sei es nahe liegend gewesen, die besonderen Funde von der Schnippenburg in die dänische Ausstellung zu integrieren und ihre überregionale Bedeutung in diesem Zusammenhang herauszustellen.
Möllers und die Restauratorin der Stadt- und Kreisarchäologie, Ulrike Haug, lieferten die Funde direkt in das Museum, wobei Möllers dem Königspaar bei der Ausstellungseröffnung die Funde aus dem Osnabrücker Land erläuterte. Im Namen des Landkreises Osnabrück und der Gemeinde Ostercappeln überreichte er außerdem eine Edition von Nachbildungen der Schnippenburg - Funde sowie den 2007 erschienenen Ausstellungskatalog.
Dr. Sebastian Möllers überreicht Königin Margrethe Nachbildungen der Schnippenburg – Funde im Beisein des Silkeborger Museumsdirektors Dr. Christian Fischer (v. l.).
Dieser Mann ist eine der besterhaltensten Moorleichen überhaupt. Das Erstaunliche: Zu seiner Zeit schon gelangten mediterrane und keltische Einflüsse bis nach Dänemark. Die Ausstellung zeigt eine ganz neue Perspektive, die besonders auf die Gemeinsamkeiten der europäischen Kulturen dieser Zeit abhebt. „Für die Kenntnis über die Verbreitung keltischer Funde nach Norden spielen die Forschungsergebnisse von der Schnippenburg eine Schlüsselrolle,“ sagte Projektleiter Möllers. „Erstmals können wir solche Funde umfangreich im norddeutschen Raum nachweisen.“
Die Moorleiche „Tollundmann“ ist nach ihrer Neurestaurierung ebenfalls im Museum Silkeborg zu sehen. (Fotos: Ulrike Haug, Stadt- und Kreisarchäologie)
Möllers und die Restauratorin der Stadt- und Kreisarchäologie, Ulrike Haug, lieferten die Funde direkt in das Museum, wobei Möllers dem Königspaar bei der Ausstellungseröffnung die Funde aus dem Osnabrücker Land erläuterte. Im Namen des Landkreises Osnabrück und der Gemeinde Ostercappeln überreichte er außerdem eine Edition von Nachbildungen der Schnippenburg - Funde sowie den 2007 erschienenen Ausstellungskatalog.
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