"Picassos Linolschnitte – Im Rausch der Farbe" in Münster
Münster - Das Kunstmuseum Pablo Picasso in Münster widmet seine noch bis zum 3. Juli laufende Ausstellung „Picassos Linolschnitte – Im Rausch der Farbe“ den künstlerischen Experimenten des Spaniers.
Denn Picasso liebte künstlerische Experimente. Vor allem auf dem Gebiet der Grafik probierte er immer wieder neue Techniken aus. Sein letztes großes grafisches Abenteuer begann 1954, als er den Linolschnitt für sich entdeckte. Indem er kräftige, leuchtende Farben verwendete, gelang ihm, was keinem anderen zuvor gelang: Er machte den Linolschnitt zu einer großen Kunstform. Die Ergebnisse seiner Auseinandersetzung präsentiert das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster mit rund 70 Werken in der Ausstellung „Picasso Linolschnitte – Im Rausch der Farbe“
Thematisch bleibt sich der Spanier in seinen Linolschnitten treu: Die Werke führen den Besucher durch eine Bildwelt aus Stierkampfszenen, antiken Darstellungen und Porträts. Technisch ging er dabei wie gewohnt seinen eigenen Weg. Zahlreiche Zustands- und Probedrucke lassen Picassos unkonventionelles und experimentierfreudiges Vorgehen erkennen. Puzzleartig druckte der Spanier einzelne Bildbereiche mit unterschiedlichen Platten und Farben. „Seine großformatigen Grafiken wirken durch ihre farbige Leuchtkraft wie Gemälde“, erklärt Museumsleiter Prof. Dr. Markus Müller. „Damit hat Picasso dem Linolschnitt den Adelsbrief ausgestellt.“
Eines der Hauptwerke der Ausstellung, „Faune und Ziege“ aus dem Jahr 1959, belegt Picassos Vorgehensweise eindrucksvoll. Gleich fünf verschiedene Linolplatten verwendete der Künstler für das Bild, deren Entstehungsphasen durch einzelne Zustandsdrucke in der Ausstellung dokumentiert werden. Ab 1959 ging Picasso zu einem neuen Farbverfahren über, in dem er schrittweise seine Motive aus einer einzelnen Platte herausschnitt und anschließend druckte. Jede gedruckte Variante wurde beim Weiterarbeiten zerstört. „Picasso hat seine Platte nach und nach weitergeschnitten“, erklärte Picassos langjähriger Drucker Hidalgo Arnéra. „Ich hätte nichts mehr tun können, wenn der Druck schief gegangen wäre. Wenn ich den Druck verpfuscht hätte, wäre es aus gewesen.“
Die zwischen 1954 und 1968 entstandenen Werke sind Leihgaben des Londoner Sammlers und Picasso-Grafik-Spezialisten Dr. Frederick Mulder. „Die Bilder dokumentieren vor allem das reife Schaffen Picassos und gleichzeitig atmen sie die fast jugendliche Beschwingtheit eines Künstlers, der mit über 70 Jahren noch einmal „Lehrling“ in einer von ihm unerprobten Technik wurde“, sagt Müller.
Kunstmuseum Pablo Picasso
Königsstr. 5
48143 Münster
Telefon: (02 51) 4 14 47-0
E-Mail: info@graphikmuseum.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und Feiertage: 10 bis 18 Uhr
www.kunstmuseum-picasso-muenster.de
Thematisch bleibt sich der Spanier in seinen Linolschnitten treu: Die Werke führen den Besucher durch eine Bildwelt aus Stierkampfszenen, antiken Darstellungen und Porträts. Technisch ging er dabei wie gewohnt seinen eigenen Weg. Zahlreiche Zustands- und Probedrucke lassen Picassos unkonventionelles und experimentierfreudiges Vorgehen erkennen. Puzzleartig druckte der Spanier einzelne Bildbereiche mit unterschiedlichen Platten und Farben. „Seine großformatigen Grafiken wirken durch ihre farbige Leuchtkraft wie Gemälde“, erklärt Museumsleiter Prof. Dr. Markus Müller. „Damit hat Picasso dem Linolschnitt den Adelsbrief ausgestellt.“
Eines der Hauptwerke der Ausstellung, „Faune und Ziege“ aus dem Jahr 1959, belegt Picassos Vorgehensweise eindrucksvoll. Gleich fünf verschiedene Linolplatten verwendete der Künstler für das Bild, deren Entstehungsphasen durch einzelne Zustandsdrucke in der Ausstellung dokumentiert werden. Ab 1959 ging Picasso zu einem neuen Farbverfahren über, in dem er schrittweise seine Motive aus einer einzelnen Platte herausschnitt und anschließend druckte. Jede gedruckte Variante wurde beim Weiterarbeiten zerstört. „Picasso hat seine Platte nach und nach weitergeschnitten“, erklärte Picassos langjähriger Drucker Hidalgo Arnéra. „Ich hätte nichts mehr tun können, wenn der Druck schief gegangen wäre. Wenn ich den Druck verpfuscht hätte, wäre es aus gewesen.“
Die zwischen 1954 und 1968 entstandenen Werke sind Leihgaben des Londoner Sammlers und Picasso-Grafik-Spezialisten Dr. Frederick Mulder. „Die Bilder dokumentieren vor allem das reife Schaffen Picassos und gleichzeitig atmen sie die fast jugendliche Beschwingtheit eines Künstlers, der mit über 70 Jahren noch einmal „Lehrling“ in einer von ihm unerprobten Technik wurde“, sagt Müller.
Kunstmuseum Pablo Picasso
Königsstr. 5
48143 Münster
Telefon: (02 51) 4 14 47-0
E-Mail: info@graphikmuseum.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und Feiertage: 10 bis 18 Uhr
www.kunstmuseum-picasso-muenster.de








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