"Ausgewählt. Lieblingsstücke" im LWL-Landesmuseum in Münster
Münster - Noch bis zum 30. Juni 2012 zeigt das LWL-Landesmuseum in Münster die Ausstellung "Ausgewählt. Lieblingsstücke". Sie zeigt Lieblingsstücke von ganz verschiedenen Persönlichkeiten. Dieses Mal wurden die Bilder und Objekte nicht von den Kuratoren ausgewählt, sondern von Menschen, die mit dem Museum, der Stadt Münster und Westfalen verbunden waren oder auch noch sind.
Dr. Tanja Pirsig-Marshall, Kuratorin für die Klassische Moderne, hat mit Unterstützung von Dr. Gerd Dethlefs, am LWL-Landesmuseum für Landesgeschichte zuständig, die ausgewählten Werke in eine Ausstellung verwandelt. "Die Idee ist: Nicht nur Museumsleute machen eine Ausstellung, sondern auch Laien haben die Kunstwerke ausgesucht. Dieser Gedanke der Partizipation gefällt mir sehr gut", so die LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale.
Der deutsche Krimiautor und Wahl-Münsteraner Jürgen Kehrer hat sich für das Familienporträt "Familienbild des Grafen Rietberg (1563)" des Münsterländer Malers Hermann tom Ring (1521-1596) entschieden. "Das Porträt der Rietbergs ragt wegen seines Detailreichtums und seiner Farbenpracht aus dem umfangreichen Werk des Künstlers heraus, der für die Kunst im Münster des 16. Jahrhunderts steht, eines von Reformation und Revolutionen geprägten Zeitalters.", erklärt Kehrer.
Titus Dittmann, der Vater der deutschen Skateboard-Szene aus Münster, hat für seine Wahl des Werkes "Gummibandbild (1960/1)" von Dieter Roth ein völlig anderes Motiv: "Meine handwerklichen Fähigkeiten würden ausreichen, ein solches Nagelbrett in der gleichen Qualität herzustellen. Mich fasziniert die Relativität der Kunst mit der diesen ewig offenen Fragen: Was ist Kunst? Wo fängt Kunst an und wo hört sie auf? Was macht Kunst zur Kunst?"
"Die Auswahlkriterien sind ganz unterschiedlich und reichen von persönlichen Erfahrungen und Einstellungen bis hin zu Erinnerungen und Assoziationen. Durch eine solche Präsentation werden die Werke nicht nur in einem ungewöhnlichen Kontext, sondern auch in neuem Licht gezeigt", erläutert Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold.








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