Natur pur auf Schritt und Tritt
Es geht in die pure Natur. Und zwar in den Norden der Gemeinde Westerkappeln im Kreis Steinfurt. Wir erwandern uns den Rundwanderweg „Spurensuche im Münsterland 12“. Die Länge der Strecke beträgt etwa 16 Kilometer. Wir folgen der Raute. Am Ende dieses Wandertipps findet sich eine Karte, außerdem kann die Wegbeschreibung in voller Länge mit Karte als pdf-Datei heruntergeladen werden.
Aus Richtung Recke: Über die Neuenkirchener Straße in Richtung Westerkappeln bis zur Neuenkirchener Straße auf dem Gebiet der Gemeinde Mettingen. Aus Richtung Mettingen: Über die Neuenkirchener Straße in Richtung Mittellandkanal, 100 Meter vor der Kanalbrücke abbiegen und 2,4 Kilometer dem Straßenverlauf bis zur scharfen Rechtskurve folgen. Aus Richtung Neuenkirchen: Über die Mettinger Straße in Richtung Mittellandkanal, 100 Meter hinter der Kanalbrücke links in die Straße Seester Weg abbiegen und 2,4 Kilometer dem Straßenverlauf bis zur scharfen Rechtskurve folgen.
Dieses Vogelschutzgebiet zählt mit 2.700 Hektar zu den größten Schutzkomplexen in Nordrhein-Westfalen. Moore, Auen, Feuchtwiesen, Heideflächen und Sandmagerrasen bilden ein Mosaik unterschiedlichster Lebensräume, in denen über 30 gefährdete Brutvogelarten und über 100 bedrohte Pflanzenarten vorkommen. Das Vogelschutzgebiet umfasst sechs Naturschutzgebiete und einen militärischen Übungsplatz. Das Gebiet wurde 1987 unter Schutz gestellt und wird von der Biologischen Station Kreis Steinfurt betreut. Mit etwas Geduld sehen wir den Großen Brachvogel oder die Schafstelze.
Alsbald kommen wir auf einen Asphaltweg. Gehen wir weiter, könnten wir einen grünlichen Vogel mit roter Kappe hören, der uns auslacht. Das ist der Grünspecht, der sich hier sehr wohl fühlt. Und auch die Schafstelze besetzt hier ihr Brutrevier.
Am Ende des Wiesenwegs ist links eine künstlich angelegte Blänke für Amphibien und Libellen. Wir biegen auf dem Asphaltweg nach rechts und nach weiteren 200 Metern links ab, nach kurzer Strecke wird der Asphaltweg durch einen Waldweg abgelöst. Am Ende wenden wir uns nach rechts und treffen auf die Straße Roter Berg. Hier können wir die Route abkürzen, indem wir die Kanalbrücke überqueren. Machen wir aber nicht, da es hier viel zu schön ist.
Alsbald folgen wir 1,2 Kilometer einem Asphaltweg. Wir passieren einen Maststall, folgen nach 300 Metern der nach links abzweigenden Straße „Niederdorf“, gehen an der nächsten einmündenden Asphaltstraße geradeaus weiter und biegen nach 100 Metern auf einen Waldweg ab. Im weiteren Verlauf nach Überquerung der Bramscher Straße verlassen wir auf keinen Fall den Weg. Das ganze Gelände ist eben nicht nur Naturschutzgebiet, sondern war auch militärisches Übungsgebiet. Es könnte sich daher auch noch Munition finden. Was auf alle Fälle finden, sind seltene Orchideenbestände.
Die Raute führt uns weiter bis zum Mittellandkanal. Wir biegen nach links über den Leinpfad ab und wechseln über die Brücke auf die gegenüberliegende Seite. Wir sehen später weitere stillgelegte Sandabgrabungen, die ebenfalls für viele Amphibien, Reptilien, Insekten und Pflanzen ein Lebensraum aus Menschenhand geworden sind. Es dauert nicht mehr lang und wir kommen an Pferdekoppeln vorbei und erreichen unseren Ausgangspunkt.
>> Die Spurensuche 12 als pdf-Datei zum Download
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Dieser Wander-Tipp basiert auf der Spurensuche Nr. 12 aus der Wanderreihe „Spurensuche im Münsterland“ des Westfälischen Heimatbundes. Nehmen Sie diese Broschüre samt inliegender Karte mit auf Ihre Wanderung. Sie wird Ihnen helfen. Die Schrift ist hier als Download zu haben. Sie können die Spurensuche auch in Papierform beim Westfälischen Heimatbund kostenlos bestellen. Anruf oder E-Mail genügt. Weitere Informationen rund um das Wandern im Münsterland gibt es beim Westfälischen Heimatbund in Münster, Tel.: 0251 / 203 810-15 (Stefan Herringslack). Für E-Mail-Anfragen, die selbstredend umgehend beantwortet werden: stefan.herringslack@lwl.org.









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