Von Bahnhof zu Bahnhof
Mit diesem Wander-Tipp starten wir in Greven im Kreis Steinfurt am Bahnhof und kommen nach etwa 17 Kilometer in Emsdetten am Bahnhof an. Und zurück geht es, na? Richtig, mit der Bahn. Wir nutzen die bestens markierten Wanderwege X 24, X 6 und ein bisschen X 13.
Reckenfeld ist aus dem im Ersten Weltkrieg gebauten „Nahkampfmitteldepot Hembergen“ entstanden. Das Munitionsdepot bestand aus über 200 Munitionsschuppen, mehreren Verwaltungsgebäuden und einigen sonstigen Einrichtungen. Reckenfeld hat sich in den vergangenen Jahrzehnten durch weitere Wohngebiete enorm vergrößert, doch die Struktur eines gegliederten Munitionsdepots ist immer noch zu erkennen.
Insgesamt wurde der Kanal von 1731 bis 1840 genutzt, richtig rentabel allerdings war er nie. Das Standardschiff für dieses Kanälchen war ein hölzerner Frachtkahn (Treckschute), drei Meter breit und 16,5 Meter lang. Zehn Tonnen konnte er bunkern und wurde von zwei Pferden gezogen. Der Fachmann sagt dazu treideln. Und es gab ein Postschiff. Der Kanal bekam in der Mitte des 19. Jahrhunderts arge Konkurrenz durch die mittlerweile besser ausgebauten Chausseen. Außerdem litt der Kanal unter permanentem Wassermangel. Am 10. Februar 1840 fiel der Vorhang für den Max-Clemens-Kanal. Heute ist das Überbleibsel auf ganzer Länge von wenig befahrenen Straßen begleitet und oft nur noch als Mulde erkennbar.
Der Wanderweg X 24 führt uns weiter durch die Brennheide, kreuzt den Wanderweg X 13 (den wir liegen lassen) und führt uns über den Emsdettener Mühlenbach. Nach der Überquerung der Nordwalder Straße führt der linksseitige Weg als X 24 weiter über den alten Postdamm. Er verband früher Münster und Steinfurt. Zu beiden Seiten des Postdamms befindet sich der große Ahlinteler Esch, ein ganz besonderer Esch. Er verfügt über eine höhergelegene Trockenlage mit Mutterboden, was reiche Erträge ermöglicht. Darunter liegt ein reiches Kiesvorkommen, das als Baumaterial nutzbar ist. Ein breiter Grundwasserstrom bietet gutes Trinkwasser. Kein Wunder, dass dort früh Menschen ansiedelten, wie Funde belegen.
Wir wandern weiter auf dem X 6 durch Deitmars Brook. Dieses Waldgebiet ist Teil einer großen Bruchlandschaft, die im Laufe der Zeit durch schmale Gräben entwässert und urbar gemacht wurde. Es ist ein Mischwald mit Eichen, Buchen, Birken und Fichten. Seltene Sumpfblumen, Farne und Moose weisen noch auf die ursprüngliche Landschaft hin. Wir überqueren den Herzbach und folgen dem X 6 an der Kreisstraße 53 nach rechts. In Emsdetten am Mühlenbach treffen wir auf den X 13, der uns nun zum Ziel führt.
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Fahrpläne sind im Internet unter www.bus-und-bahn-im-muensterland.de einzusehen oder unter der Service-Nummer 01803 – 50 40 30 telefonisch abzufragen.
Empfohlene Karte: Freizeitkarte NRW Nr. 4 (Münster, Tecklenburger Land) im Maßstab 1 : 50.000, herausgegeben vom damaligen Landesvermessungsamt NRW. Noch zu beziehen über den örtlichen Buchhandel. Das Landesvermessungsamt wurde aufgelöst. Also Restbestände sichern.
Sie können die Wanderung vorab am PC planen. Dazu gehen Sie zu www.stadtplan-muensterland.de, dort finden Sie alle Wanderwege des Westfälischen Heimatbundes, auch zum Ausdrucken. Experimentieren Sie ein wenig mit diesem Stadtplan, der die Wanderwege im Stadtplan zeigt, in Google Maps oder in Google Earth. Ein besonderer Service: Sie können alle Wanderwege des Westfälischen Heimatbundes für Ihr GPS-Gerät herunterziehen.
Weitere Informationen rund um das Wandern im Münsterland gibt es beim Westfälischen Heimatbund in Münster, Tel.: 0251 / 203 810-15 (Stefan Herringslack).








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