Engagement der Netzwerke bringt neue Impulse für Gesundheitsbereich
Gesundheitskonferenz 2006 in Georgsmarienhütte
Osnabrück. Das erste Jahr der Zusammenarbeit liegt hinter ihnen: Grund genug für die fünf Gesundheitsnetzwerke im Osnabrücker Land, auf der Gesundheitskonferenz 2006 von Landkreis und Stadt Osnabrück Bilanz zu ziehen. Die Kooperationen, die sich auf der Gesundheitskonferenz 2005 zusammengeschlossen hatten, präsentierten jetzt im Georgsmarienhütter Rathaus erste Ergebnisse ihrer Arbeit.
04.05.2006 | Dr. Reinhold Kassing, Erster Kreisrat des Landkreises Osnabrück, und Reinhard Sliwka, Sozialdezernent der Stadt Osnabrück, waren begeistert vom Engagement der Netzwerker: „Ihre Arbeit ist unverzichtbar, denn die Herausforderungen des sich stark wandelnden Gesundheitswesens können wir nur gemeinsam schultern.“

Rund 70 Teilnehmer hatten sich zur diesjährigen Gesundheitskonferenz unter dem Motto „Netzwerkarbeit – Lust oder Frust?“ zusammengefunden. „Besonders erfreulich finde ich es, auch neue Mitstreiter begrüßen zu können“, so Kassing. Das Zusammenbinden von fachlicher Kompetenz aus verschiedenen Bereichen zeige sehr intensiv den Handlungsbedarf auf und mache die Arbeit der Netzwerke so fruchtbar: Die Präsentationen der Netzwerkvertreter untermauerten anschaulich diese These des Ersten Kreisrates.
So hatte das Netzwerk zur Stärkung der Elternkompetenz bereits im März eine Fachtagung unter dem Motto „Wozu erziehen?“ mit über 200 Besuchern durchgeführt. Als nächsten Schritt planen die Beteiligten eine detaillierte Auflistung angebotener Erziehungsprogramme. Im Netzwerk gegen Übergewicht und Adipositas war die auf der letzten Gesundheitskonferenz vorgeschlagene Projektidee einer „Gesunde Stunde“ ohne Fernsehen zu einem Projektentwurf weiterentwickelt worden. Jetzt sucht das Netzwerk Finanzierungsträger. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt veröffentlichen die Beteiligten noch in diesem Jahr eine Broschüre, die einen Überblick über regionale Angebote zur Behandlung und Prävention von Übergewicht gibt. Außerdem findet am 8. November ein Fachtag „Prävention von Übergewicht in der Osnabrücker Region“ statt.
Das Netzwerk Gesundheitsförderkonzepte für Förder- und Hauptschulen befragte Schulen nach ihrem Bedarf an Prävention. Gleichzeitig wurden vorhandene Präventionsangebote dokumentiert, um künftig zielgenaue Angebote machen zu können. Dafür sei es in einem nächsten Schritt jedoch erforderlich, so ein Vertreter des Netzwerkes, noch weitere Lehrer, Elternvertreter und Schulsozialarbeiter einzubeziehen. Einen Wegweiser rund um die regionale Gesundheitsförderung bereitet zurzeit ein weiteres Netzwerk vor. Träger des Wegweisers soll der Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt sein: Er hat das Netzwerk bereits durch die Entwicklung von Strukturen für eine umfassende Datenbank unterstützt.
Ziel des Netzwerkes Zahngesundheit ist es, den Sanierungsgrad der Milchgebisse der Kinder im Osnabrücker Land zu erhöhen. Dazu entwickelte das Netzwerk einen Elternbrief, der bereits eingesetzt wurde. Zusätzlich konnten niedergelassene Zahnärzte motiviert werden, „Paten“ von Kindertagesstätten zu werden und Praxisbesuche der Kita’s in ihren Zahnarztpraxen anzubieten. Diese Besuchsangebote werden bereits gut in Anspruch genommen, berichtete ein Netzwerkvertreter.
„Wir sind froh über die vielen Impulse durch die Arbeit der Netzwerke, die auch künftig das Gesundheitswesen im Osnabrücker Land bereichern werden“, unterstrich Sozialdezernent Sliwka. Der Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück werde die Arbeit der Netzwerke unterstützen und koordinieren, unter anderem durch einen vier Mal im Jahr erscheinenden Infobrief, skizzierte Kassing weiter.
Weitere Informationen erteilt Hildegard Schwertmann-Nicolay Telefon: (0541) 501-3120 oder E-Mail: schwertmann@Lkos.de
Anlagen
: Erfolgreich arbeiten in Netzwerken: Bei der Gesundheitskonferenz von Landkreis und Stadt Osnabrück präsentierten fünf Netzwerke die Ergebnisse ihrer einjährigen Arbeit. Unterstützt werden sie vom Gesundheitsdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück, hier vertreten durch (v. l.) Dr. Sabine Schmidt, Hildegard Schwertmann-Nicolay, Ersten Kreisrat Dr. Reinhold Kassing, Fachdienstleiter Friedhelm Lange und Netzwerkspezialist Christian Kuhlmann.
So hatte das Netzwerk zur Stärkung der Elternkompetenz bereits im März eine Fachtagung unter dem Motto „Wozu erziehen?“ mit über 200 Besuchern durchgeführt. Als nächsten Schritt planen die Beteiligten eine detaillierte Auflistung angebotener Erziehungsprogramme. Im Netzwerk gegen Übergewicht und Adipositas war die auf der letzten Gesundheitskonferenz vorgeschlagene Projektidee einer „Gesunde Stunde“ ohne Fernsehen zu einem Projektentwurf weiterentwickelt worden. Jetzt sucht das Netzwerk Finanzierungsträger. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt veröffentlichen die Beteiligten noch in diesem Jahr eine Broschüre, die einen Überblick über regionale Angebote zur Behandlung und Prävention von Übergewicht gibt. Außerdem findet am 8. November ein Fachtag „Prävention von Übergewicht in der Osnabrücker Region“ statt.
Das Netzwerk Gesundheitsförderkonzepte für Förder- und Hauptschulen befragte Schulen nach ihrem Bedarf an Prävention. Gleichzeitig wurden vorhandene Präventionsangebote dokumentiert, um künftig zielgenaue Angebote machen zu können. Dafür sei es in einem nächsten Schritt jedoch erforderlich, so ein Vertreter des Netzwerkes, noch weitere Lehrer, Elternvertreter und Schulsozialarbeiter einzubeziehen. Einen Wegweiser rund um die regionale Gesundheitsförderung bereitet zurzeit ein weiteres Netzwerk vor. Träger des Wegweisers soll der Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt sein: Er hat das Netzwerk bereits durch die Entwicklung von Strukturen für eine umfassende Datenbank unterstützt.
Ziel des Netzwerkes Zahngesundheit ist es, den Sanierungsgrad der Milchgebisse der Kinder im Osnabrücker Land zu erhöhen. Dazu entwickelte das Netzwerk einen Elternbrief, der bereits eingesetzt wurde. Zusätzlich konnten niedergelassene Zahnärzte motiviert werden, „Paten“ von Kindertagesstätten zu werden und Praxisbesuche der Kita’s in ihren Zahnarztpraxen anzubieten. Diese Besuchsangebote werden bereits gut in Anspruch genommen, berichtete ein Netzwerkvertreter.
„Wir sind froh über die vielen Impulse durch die Arbeit der Netzwerke, die auch künftig das Gesundheitswesen im Osnabrücker Land bereichern werden“, unterstrich Sozialdezernent Sliwka. Der Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück werde die Arbeit der Netzwerke unterstützen und koordinieren, unter anderem durch einen vier Mal im Jahr erscheinenden Infobrief, skizzierte Kassing weiter.
Weitere Informationen erteilt Hildegard Schwertmann-Nicolay Telefon: (0541) 501-3120 oder E-Mail: schwertmann@Lkos.de
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