Projekt für Mütter mit Zuwanderungsgeschichte
Sprache lernen, Kompetenzen erkennen
Georgsmarienhütte. Sie besuchen Elternsprechtage, haben Arzttermine oder müssen amtliche Schreiben beantworten: Für Zuwanderer gibt es in Deutschland zahlreiche sprachliche Herausforderungen zu bewältigen.
23.11.2011 | Deshalb bietet das Projekt „Lernen vor Ort“ mit Kooperationspartnern den Sprachkurs „Mama lernt Deutsch“ an. Zusammen mit der Volkshochschule Osnabrücker Land und der Koordinierungsstelle Frau & Betrieb wurde für diese Zielgruppe nun in Georgsmarienhütte ein weiteres Angebot erstellt. Es geht mit Blick auf die berufliche Perspektive um die Kompetenzfeststellung.

Die Volkshochschule hatte schon vor einigen Jahren die Profilpassschulung ins Leben gerufen. „Dabei handelt es sich um ein Instrument zur Kompetenzfeststellung abseits von Zeugnissen und Testaten“, erläutert Monika von der Haar. Schwierig wird es nun, wenn zwölf Frauen aus verschiedenen Herkunftsländern zusammenkommen und auf die eine oder andere Weise Lücken bei den Deutschkenntnissen haben. Wie lassen sich abstrakte Begriffe wie Selbstvertrauen oder Durchhaltevermögen vermitteln? Hier kommt nun die Pädagogin Britta Mutzke ins Spiel. Ihre Methode ist es, die einzelnen Kapitel der Profilpassschulung durch Bilder zu veranschaulichen; die Darstellungen dienen als „Brückensprache“, erläutert sie. Durch die Zeichnung verstehen die Teilnehmerinnen, wenn in einem Kapitel beispielsweise ein Überblick über das bisherige Leben erstellt werden soll. „Visual Facilitating“ nennt sich diese Methode, die Britta Mutzke anwendet.
Gülay Nen (35) und Yücel Ormanci (37) sind in der Türkei geboren und wohnen mittlerweile in Hilter beziehungsweise Georgsmarienhütte. Beide Frauen haben Familie, wegen ihrer Kinder mussten Fragen wie Kompetenzen und berufliche Orientierung einige Zeit zurückstehen. Doch mittlerweile sind die Kinder alt genug, dass sie ein neues Kapitel aufschlagen möchten. „Es ist nicht schön, immer andere fragen zu müssen, ob sie mir helfen können“, sagt Gülay Nen. Für Ravin Ong (29) stellt sich die Situation vermutlich noch schwieriger dar. Sie stammt aus Kambodscha, in Deutschland kannte sie noch nicht einmal Landsleute, die ihr bei schwierigen Fragen hätten helfen können.
„Was kann ich, was will ich machen nach der Familiengründung?“, nennt Idrisia Hamza vom Bildungsbüro Georgsmarienhütte zentrale Fragen für die Teilnehmerinnen. Die Profilpassschulung ist nun ein Werkzeug, um einen ersten Schritt zu machen. Im Anschluss geht es dann in die Einzelberatung, um für die Teilnehmerinnen ganz individuell einen Fahrplan zu entwickeln.
Bilder vereinfachen das Lernen: Britta Mutzke (ganz links) sorgt mit ihren Darstellungen dafür, dass die Teilnehmerinnen der Profilpassschulung ihre Kompetenzen erkennen. Mitinitiatorin des Projektes ist Idrisia Hamza (ganz rechts) vom Bildungsbüro Georgsmarienhütte.
Gülay Nen (35) und Yücel Ormanci (37) sind in der Türkei geboren und wohnen mittlerweile in Hilter beziehungsweise Georgsmarienhütte. Beide Frauen haben Familie, wegen ihrer Kinder mussten Fragen wie Kompetenzen und berufliche Orientierung einige Zeit zurückstehen. Doch mittlerweile sind die Kinder alt genug, dass sie ein neues Kapitel aufschlagen möchten. „Es ist nicht schön, immer andere fragen zu müssen, ob sie mir helfen können“, sagt Gülay Nen. Für Ravin Ong (29) stellt sich die Situation vermutlich noch schwieriger dar. Sie stammt aus Kambodscha, in Deutschland kannte sie noch nicht einmal Landsleute, die ihr bei schwierigen Fragen hätten helfen können.
„Was kann ich, was will ich machen nach der Familiengründung?“, nennt Idrisia Hamza vom Bildungsbüro Georgsmarienhütte zentrale Fragen für die Teilnehmerinnen. Die Profilpassschulung ist nun ein Werkzeug, um einen ersten Schritt zu machen. Im Anschluss geht es dann in die Einzelberatung, um für die Teilnehmerinnen ganz individuell einen Fahrplan zu entwickeln.
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