Seniorensicherheitstag im Kreishaus
Netzwerkbildung war ein Thema
Osnabrück. Netzwerkbildung im Gesundheitsbereich, Gewalt in der Pflege und Süchte im Alter: Diese Themen standen jetzt im Mittelpunkt des 2. Seniorensicherheitstages im Kreishaus am Schölerberg.
30.11.2011 | Organisiert wurde die Veranstaltung von Dr. Susanne von Garrel, der Geschäftsführerin des Präventionsrates für den Landkreis Osnabrück.
Melanie Grimm vom Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück referierte über die „vorbildliche Netzwerkbildung“ rund um das Thema Alter im Osnabrücker Land. „Eine Vielzahl von Initiativen kümmert sich um Hilfen in Lebenskrisen, oder befasst sich mit mehr Selbständigkeit im Alter“, bilanzierte Grimm. Mit einem Zitat von Erich Fried begann Anette Lindemann vom Leitungsteam der Altenpflegeschule St. Hildegard ihren Vortrag zum Thema Gewalt in der Pflege. „Die Gewalt fängt nicht an, wenn einer einen erwürgt. Sie fängt an, wenn einer sagt: Ich liebe dich, du gehörst mir!“ Gerade dieser Bereich sei nach wie vor mit einem großen Tabu belegt, so die Referentin. Selbstzweifel, Schuldgefühle, Überforderung und schwierige Arbeitsbedingungen würden die Pflegenden begleiten. Lindemann beleuchtete die unterschiedlichen Facetten der Gewalt: einerseits die sichtbare körperliche Gewalt, andererseits auch die psychische, emotionale oder die soziale Gewalt. Ihre Forderung: Mehr Professionalität in der Pflege durch mehr Unterstützung für die Pflegenden. „Wir müssen das Thema Gewalt in der Pflege enttabuisieren“, schloss Lindemann.
Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten: Das stand bei Ravenna Werth von der Suchtberatung der Caritas im Mittelpunkt. „Sucht kennt kein Alter, aber Süchte führen gerade im Alter zu schweren gesundheitlichen Schäden. Zudem fördert die oft vorliegende Vereinsamung Abhängigkeiten.“
Von Garrel kündigte an, dass im kommenden Jahr regionale Seniorensicherheitstage vor Ort stattfinden sollen. Im Mittelpunkt soll dabei die Prävention von Vereinzelung und Suchterkrankung stehen. „Mehr Teilhabe bedeutet mehr Lebensfreude und Erfüllung für älter werdende Menschen“, sagte die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises.
Melanie Grimm vom Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück referierte über die „vorbildliche Netzwerkbildung“ rund um das Thema Alter im Osnabrücker Land. „Eine Vielzahl von Initiativen kümmert sich um Hilfen in Lebenskrisen, oder befasst sich mit mehr Selbständigkeit im Alter“, bilanzierte Grimm. Mit einem Zitat von Erich Fried begann Anette Lindemann vom Leitungsteam der Altenpflegeschule St. Hildegard ihren Vortrag zum Thema Gewalt in der Pflege. „Die Gewalt fängt nicht an, wenn einer einen erwürgt. Sie fängt an, wenn einer sagt: Ich liebe dich, du gehörst mir!“ Gerade dieser Bereich sei nach wie vor mit einem großen Tabu belegt, so die Referentin. Selbstzweifel, Schuldgefühle, Überforderung und schwierige Arbeitsbedingungen würden die Pflegenden begleiten. Lindemann beleuchtete die unterschiedlichen Facetten der Gewalt: einerseits die sichtbare körperliche Gewalt, andererseits auch die psychische, emotionale oder die soziale Gewalt. Ihre Forderung: Mehr Professionalität in der Pflege durch mehr Unterstützung für die Pflegenden. „Wir müssen das Thema Gewalt in der Pflege enttabuisieren“, schloss Lindemann.
Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten: Das stand bei Ravenna Werth von der Suchtberatung der Caritas im Mittelpunkt. „Sucht kennt kein Alter, aber Süchte führen gerade im Alter zu schweren gesundheitlichen Schäden. Zudem fördert die oft vorliegende Vereinsamung Abhängigkeiten.“
Von Garrel kündigte an, dass im kommenden Jahr regionale Seniorensicherheitstage vor Ort stattfinden sollen. Im Mittelpunkt soll dabei die Prävention von Vereinzelung und Suchterkrankung stehen. „Mehr Teilhabe bedeutet mehr Lebensfreude und Erfüllung für älter werdende Menschen“, sagte die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises.
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