MaßArbeit-Bilanz 2011: Rund 630 Langzeitarbeitslose weniger
Fachkräftemangel: Neue Chancen für Hartz-IV-Empfänger
Osnabrück. Die Kurve ging stetig nach unten: Die gute konjunkturelle Lage hat im abgelaufenen Jahr die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Landkreis Osnabrück deutlich sinken lassen.
30.01.2012 | Waren Ende 2010 noch 4304 arbeitslose Hartz-IV-Empfänger gemeldet, lag die Zahl im Dezember 2011 nur noch bei 3670. „Die boomende Wirtschaft und unser gut angenommenes Dienstleistungsangebot hat uns ein ausgezeichnetes Jahresergebnis beschert“, so Landrat Dr. Michael Lübbersmann.

Mit 4423 Vermittlungen von Bewerbern in den ersten Arbeitsmarkt hat die MaßArbeit ihr Ziel von 4400 Vermittlungen erreicht. „Besonders freuen wir uns über die guten Erfolge im Jugendbereich: Die Arbeitslosenquote lag 2011 im Jahresmittel unter 0,3 Prozent“, sagte MaßArbeit-Vorstand Siegfried Averhage. Die Bündelung von Jugendberufshilfe, Jugendsozialarbeit und Arbeitsvermittlung unter dem Dach der MaßArbeit sorge seit rund zehn Jahren dafür, dass von Arbeitslosigkeit bedrohte junge Menschen früh und nachhaltig begleitet würden.
Auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften, das heißt die Zahl der Haus- und Lebensgemeinschaften der Leistungsbezieher, sei deutlich zurückgegangen, berichtete Averhage weiter. Sie lag bei 8227, während Ende 2010 noch 8918 Bedarfsgemeinschaften Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGBII) bezogen. „Das bedeutet, dass der wirtschaftliche Aufschwung auch in vielen Familien angekommen ist“, betonte der MaßArbeit-Vorstand. Außerdem habe es Ende 2011 insgesamt 1256 erwerbsfähige Leistungsbezieher weniger gegeben (minus 11,08 Prozent, in Niedersachsen minus 5,80 Prozent), als im Dezember 2010.
Als eines der großen Probleme im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit bewertete der Landrat jedoch die nach wie vor hohe Zahl der so genannten Erwerbsaufstocker. Das sind die Menschen, die neben einer Erwerbstätigkeit zusätzlich SGB II-Leistungen beziehen müssen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Über 32 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbezieher gehören zu dieser Gruppe. „Wir haben eine leistungsstarke Wirtschaft im Osnabrücker Land. Jetzt müssen wir daran arbeiten, das Lohngefüge zu stärken und qualifizierte Arbeitsplätze zu halten sowie neu in die Region zu holen“, skizzierte Lübbersmann.
Die wesentlichen Aufgaben der MaßArbeit für die kommenden Jahre sehen Landrat und MaßArbeit-Vorstand deshalb im Bereich Qualifizierung. „Der Fachkräftemangel hat auch das Osnabrücker Land erreicht. Deshalb interessieren sich immer mehr Unternehmen für langzeitarbeitslose Menschen“, erklärte Landrat Lübbersmann. Es sei natürlich nicht möglich, aus dem Bewerberpool der MaßArbeit den Bedarf der Betriebe vollständig zu decken. „Doch wir müssen zu neuen Formen der Zusammenarbeit mit den Unternehmen kommen“, betonte er. Zum einen werde weiterhin passgenau für die Anforderungen der Wirtschaft qualifiziert. 2011 seien allein über 6100 Qualifizierungen durchgeführt worden. Zum anderen setze die MaßArbeit darauf, dass Unternehmen künftig verstärkt ihren eigenen Mitarbeitern den Aufstieg ermöglichen würden. Die kommunale Arbeitsvermittlung könne dann die freiwerdenden Stellen mit gezielt fortgebildeten Arbeitslosen nachbesetzen.
Die erfolgreiche Arbeit mit jungen Menschen ist für sie ein wichtiges Element der guten Jahresbilanz der MaßArbeit: Landrat Dr. Michael Lübbersmann (rechts) und MaßArbeit-Vorstand Siegfried Averhage schauen Nino Gianfaldone (links) und Scheren Condra im Hauswirtschaftsbereich der Belmer Integrationswerkstatt (BIW) über die Schulter. Die beiden 16-Jährigen absolvieren in der BIW ein Berufsvorbereitungsjahr.
Auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften, das heißt die Zahl der Haus- und Lebensgemeinschaften der Leistungsbezieher, sei deutlich zurückgegangen, berichtete Averhage weiter. Sie lag bei 8227, während Ende 2010 noch 8918 Bedarfsgemeinschaften Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGBII) bezogen. „Das bedeutet, dass der wirtschaftliche Aufschwung auch in vielen Familien angekommen ist“, betonte der MaßArbeit-Vorstand. Außerdem habe es Ende 2011 insgesamt 1256 erwerbsfähige Leistungsbezieher weniger gegeben (minus 11,08 Prozent, in Niedersachsen minus 5,80 Prozent), als im Dezember 2010.
Als eines der großen Probleme im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit bewertete der Landrat jedoch die nach wie vor hohe Zahl der so genannten Erwerbsaufstocker. Das sind die Menschen, die neben einer Erwerbstätigkeit zusätzlich SGB II-Leistungen beziehen müssen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Über 32 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbezieher gehören zu dieser Gruppe. „Wir haben eine leistungsstarke Wirtschaft im Osnabrücker Land. Jetzt müssen wir daran arbeiten, das Lohngefüge zu stärken und qualifizierte Arbeitsplätze zu halten sowie neu in die Region zu holen“, skizzierte Lübbersmann.
Die wesentlichen Aufgaben der MaßArbeit für die kommenden Jahre sehen Landrat und MaßArbeit-Vorstand deshalb im Bereich Qualifizierung. „Der Fachkräftemangel hat auch das Osnabrücker Land erreicht. Deshalb interessieren sich immer mehr Unternehmen für langzeitarbeitslose Menschen“, erklärte Landrat Lübbersmann. Es sei natürlich nicht möglich, aus dem Bewerberpool der MaßArbeit den Bedarf der Betriebe vollständig zu decken. „Doch wir müssen zu neuen Formen der Zusammenarbeit mit den Unternehmen kommen“, betonte er. Zum einen werde weiterhin passgenau für die Anforderungen der Wirtschaft qualifiziert. 2011 seien allein über 6100 Qualifizierungen durchgeführt worden. Zum anderen setze die MaßArbeit darauf, dass Unternehmen künftig verstärkt ihren eigenen Mitarbeitern den Aufstieg ermöglichen würden. Die kommunale Arbeitsvermittlung könne dann die freiwerdenden Stellen mit gezielt fortgebildeten Arbeitslosen nachbesetzen.
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