Bundeswettbewerb Materialeffizienz
Um Reserven von geschätzt jährlich 100 Mrd. Euro im Bereich Materialeffizienz schneller zu erschließen, wurde jetzt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zum 6. Mal der Deutsche Materialeffizienz-Preis ausgelobt. Bewerbungen sind möglich bis zum 15. Oktober 2009.
Das Preisgeld von je 10.000 Euro wird am 1. Dezember nach Juryentscheid an vier Unternehmen mit weniger als 1.000 Mitarbeitern und erstmals an eine Forschungseinrichtung für anwendungsorientierte Lösungen vergeben. Von den Preisträgern werden beispielgebende Konzepte mit hohem Nutzen und Innovationsniveau erwartet. Im Vorjahr gingen die Anerkennungen u. a. an den Hersteller von Büroklammern aus Unna, an eine Gebäudereinigung aus Barnsdorf und einen Kanaldeckelproduzenten aus Dresden.
Wer beim Materialsparen nur an Stahl, Beton, Plastik oder die Miniaturisierung von technischen Geräten denkt, fasse den Begriff viel zu eng, erläutert demea-Chef Mario Schneider. „Die größten Einsparungen gibt es bei Prozesssteuerung, Transport, Entsorgung, Konstruktion, Planung sowie in der Reinigungspraxis.“ Die Agentur verfüge inzwischen über 300 Projekte fast aus jedem Bereich – Folge der Tätigkeit von Dutzenden Materialeffizienzberatern und derzeit 19 Firmennetzwerken zu den unterschiedlichsten Facetten von Materialeffizienz. „Da Krise immer auch zugleich neues Denken freisetzt, können wir in diesem Jahr sicherlich auf weitaus mehr Wettbewerbsbeiträge als je zuvor hoffen“, so Schneider.
Bewährte demea-Strategie ist es, in Unternehmen zunächst durch eine Potenzialanalyse Einsparmaßnahmen herauszuarbeiten und dabei auch Investitions- sowie Forschungs- und Entwicklungsbedarf aufzuzeigen. Stand bisher zur Umsetzung der vorgeschlagenen Einsparmaßnahmen eine Anschlussfinanzierung vor allem aus dem KfW-Programm zur Verfügung, so können dafür seit Jahresanfang alternativ und bundesweit auch Mittel aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand - ZIM-SOLO beantragt werden. ZIM-SOLO ist das passende Werkzeug zur Umsetzung der Materialeffizienzvorhaben im Unternehmen, heißt es dazu bei der demea.
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