Gründungszahlen erstmals seit vier Jahren gestiegen
Der Schritt in die Selbstständigkeit ist wieder eine Alternative zu Arbeitslosigkeit und den verschlechterten Arbeitsmarkt-perspektiven: Die Zahl der Gewerbeanmeldungen nahm laut Creditreform gegenüber dem Vorjahr (833.300) um 1,8 Prozent auf 848.000 zu.
Die stabilere Baukonjunktur sorgt für mehr Gründungsaktivitäten: 7.340 Baufirmen (plus 24,2 Prozent; Vorjahr: 5.910) ließen sich neu ins Handelsregister eintragen. Das sind 7,4 Prozent aller Neueintragungen. Den höchsten Anteil weist aber der Dienstleistungssektor auf. 25.700 der rund 99.000 neuen Unternehmen im Handelsregister sind im Bereich der Unternehmensdienstleistungen (26,0 Prozent) angesiedelt, weitere 12.520 sind Dienstleister im konsumnahen bzw. personenbezogenen Segment (12,7 Prozent). Hinzu kommen im dienstleistungsnahen Bereich u. a. 3.070 Neulinge im Gast- und Beherbergungsgewerbe, 3.340 Transport- und Logistikbetriebe und 2.540 Ver- und Entsorgungsunternehmen. Das Verarbeitende Gewerbe stellt 7,0 Prozent (6.890 Firmen) aller HR-Gründungen – Kfz-, Groß- und Einzelhandel 18,2 Prozent (18.060 Firmen).
Neulinge investieren stärker als etablierte Firmen und bauen ihre Kapazitäten trotz Wirtschaftskrise aus. Zwei Drittel (66,3 Prozent) der Gründer planen Erweiterungsinvestitionen. Unter den älteren Unternehmen (länger als zwei Jahre am Markt) sind es lediglich 49,1 Prozent. Dabei müssen junge Unternehmen infolge der restriktiven Finanzierungsbedingungen verstärkt auf eigene Mittel ausweichen. 77,5 Prozent der Unternehmensgründungen (ältere Firmen: 61,3 Prozent) finanzieren vorrangig mit Eigenkapital. (Quelle: Pressemitteilung Creditreform)
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