Schülerfilmprojekt zur Berufsorientierung
Berufswahl interessant gemacht: Das Projekt JobVision zur vertieften Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern geht in die nächste Staffel. JobVision ist ein Filmwettbewerb für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse an Haupt- und Realschulen.
Wenn der passende Beruf gefunden wurde und die Aufgaben im Filmteam geklärt sind, stellen die Schülergruppen eigenständig Kontakte zu Betrieben und Einrichtungen her, die den erwählten Beruf exemplarisch vorstellen. Die Schülerinnen und Schüler schauen dabei den Fachleuten mit der Kamera über die Schulter, bilden Arbeitsabläufe oder Produktionsprozesse ab. Interviews mit eigenen Fragestellungen an Auszubildende und Ausbilder, Fachkräfte oder Firmenchefs ergänzen den dokumentarischen Beitrag.
So entsteht ein eigenes, realistisches Bild vom zukünftigen Beruf, das die Wahl der beteiligten Schülerinnen und Schüler erleichtern soll. Es wird eine Internetseite eingerichtet, auf der alle Interessierten, Eltern, Schüler, Lehrer oder Unternehmer, sich über unterschiedliche Berufe informieren können.
„Um die Filmbeiträge präsentationsfähig zu gestalten, erhalten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler eine umfassende medienpädagogische Betreuung“, sagt Projektleiterin Karin Aquino. So entstehen selbst produzierte, digitale Videofilme über Lehrberufe und akademische Berufe. Der Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern, ob für ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz, wird im Rahmen des Projektes JobVision gefördert.
Auch auf Seiten der Unternehmen wird der frühzeitige Kontakt begrüßt. Interessierte Unternehmen erhalten die Möglichkeit, „Patenschaften“ einzugehen. Diese „Unternehmenspaten“ übernehmen die Kosten für die medienpädagogische Ausbildung, die Betreuung der Filmproduktion, die Verpflegung während der Workshops und die Materialkosten in Höhe von 950 Euro. Im Gegenzug erhalten sie ihren Filmbeitrag auf DVD zur eigenen Verwendung, beispielsweise für ihre Auszubildenden oder für Unternehmenspräsentationen.
In diesem Jahr will JobVision auf unbekannte, wenig nachgefragte oder neue Ausbildungsberufe aufmerksam zu machen. „Das ist unsere Idee, wie dem bevorstehenden Fachkräftemangel in der Region vorzubeugen ist. Wir sehen unsere Aufgabe in der Vermittlung von Kontakten und Informationen zwischen Schulen und Unternehmen“, so JobVision-Schirmherr Dr. Wolf Everts.
Bildunterschrift: Die technische Unterstützung für JobVision kommt vom Medienzentrum Osnabrück, wo sich jetzt (von links) Schirmherr Dr. Wolf Everts, Projektleiterin Karin Aquino, der Leiter des Medienzentrums Wolfgang Ebneter sowie der für Bildung zuständige Kreisrat Matthias Selle zum Auftakt des Wettbewerbs trafen. (Text- und Bildquelle: Landkreis Osnabrück)
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