Vom Mähdrescher bis zum Futtertrog
Landrat Hugo besuchte das Agrarunternehmen Neuero Farm- und Fördertechnik in Melle-Buer. Im Mai weihte Neuero Farm- und Fördertechnik zum 20-jährigen Bestehen den neuen Firmensitz in Melle-Buer ein.
Im Mai weihte Neuero Farm- und Fördertechnik zum 20-jährigen Bestehen den neuen Firmensitz in Melle-Buer ein. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land (Wigos), Ansgar Pohlmann, machte sich der Landrat ein Bild vom neuen Standort. Am alten Firmensitz waren keine Erweiterungskapazitäten vorhanden. So haben sich die Geschäftsführenden Gesellschafter Heinz und Markus Hemmen 2008 entschieden, Gelände und Immobilien der früheren Möbelfabrik Brinkmann zu erwerben. Auf nun 48.000 Quadratmetern plant, fertigt und vertreibt Neuero mit 72 Mitarbeitern spezielle Anlagen für Landwirtschaftsbetriebe, den Getreidehandel und getreideverarbeitende Betriebe.
Der Landtechnikbetrieb ist aus dem 1909 gegründeten Ursprungsunternehmen Neuero hervorgegangen. „Wir sind Marktführer in Deutschland. Im Übrigen gibt es bundesweit kein Unternehmen im Bereich der Fördertechnik, die ein so breites Sortiment wie wir anbietet. Wir können Maschinen und Anlagen für die gesamte Prozesskette auf landwirtschaftlichen oder getreideverarbeitenden Betrieben liefern, sozusagen vom Ladewagen oder Mähdrescher bis zum Futtertrog im Stall“, betonten Heinz und Markus Hemmen. Durch ein Netz von 15 angestellten Außendienstmitarbeitern ist das Unternehmen bundesweit vertreten. Kunden sind neben mittelgroßen und großen Landwirten insbesondere auch landwirtschaftliche Genossenschaften.
Nicht nur bei der Größe des Firmenstandortes verzeichnete Neuero einen Aufwärtstrend: Seit 2004 konnte das Unternehmen seinen Umsatz von 10 Millionen Euro auf 25 Millionen Euro steigern. Im Fokus steht der nationale Markt. In Deutschland hält der Agrartechnikbetrieb einen Marktanteil von 30 bis 40 Prozent. „Dreiviertel unseres Umsatzes erwirtschaften wir in der Bundesrepublik. Unsere Aktivitäten im Export haben wir in den vergangenen Jahren nicht so sehr forciert, was uns in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage zugute kommt“, sagte Markus Hemmen. Ausländische Geschäftsbeziehungen unterhält Neuero zu Kunden in den europäischen Nachbarstaaten; in Kroatien, Rumänien, Bulgarien sowie Schweden und Finnland und den ehemaligen GUS-Staaten. Österreich ist zudem ein stark wachsender Markt.
Wert legt das Meller Unternehmen auf Kooperationen mit Betrieben aus der Region. Durch Zulieferer im regionalen Bereich könne das Unternehmen schneller reagieren, so Markus Hemmen. Die positiven Effekte einer Zusammenarbeit mit Unternehmen aus dem regionalen Umfeld betonte auch Wigos-Geschäftsführer Ansgar Pohlmann: „Unser Ziel als Wirtschaftsförderung ist es, die Kontakte der Betriebe branchenintern und branchenübergreifend und mit der Wissenschaft zu fördern. Dadurch können Synergieeffekte für die Umsetzung von Innovationen sowie für die Personalentwicklung und regionale Beschäftigung erreicht werden. Neuero ist ein gutes Beispiel für diese Kooperationen.“ Aktuell arbeitet das Unternehmen mit der Fachhochschule Osnabrück an einem Projekt zur Optimierung der Trocknersteuerung. Neuero Farm- und Fördertechnik setzt in der Unternehmens- und Marktentwicklung nicht nur auf Produktqualität, sondern auch auf den guten Namen: „Die Landwirtschaft kennt Neuero seit 100 Jahren. Traditionell ist die Marke mit der Agrartechnik verbunden“, betonte Heinz Hemmen. „Die Zukunftslandwirte kaufen bei uns.“
Bildunterschrift:
Anlagen für Zukunftslandwirte: Landrat Manfred Hugo (v. re.), Wigos-Geschäftsführer Ansgar Pohlmann (v. li.) und informierten sich bei den Geschäftsführenden Gesellschaftern Markus (v. li.)und Heinz Hemmen über die Produkte der Neuero Farm- und Fördertechnik in Melle-Buer.
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