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Willkommen beim EUROPE DIRECT Informationszentrum des Landkreises Osnabrück

Für Sie im Europe Direct Informationszentrum im Kreishaus ansprechbar: Michael Steinkamp, Leiter des Europe Direct Informationszentrums.

Das Europabüro der Kreisverwaltung Osnabrück ist Ihre Verbindung zur Europäischen Union! Als erste Anlaufstelle möchten wir Sie über die Institutionen, den Aufbau sowie die Politik der Europäischen Union informieren. Dabei ist es uns besonders wichtig, die Verbindung der EU zu regionalen und lokalen Themen hier im Landkreis Osnabrück aufzuzeigen. Der Landkreis Osnabrück ist seit Juli 2005 Träger eines Informations- und Beratungsbüros der Europäischen Kommission. Das EUROPE DIRECT Informationszentrum gehört zu einem Netzwerk von knapp 60 Büros bundes- und sogar rund 500 europaweit.

Unser Angebot für Sie

  • Persönliche Beratungsgespräche zu allen EU-Themen und Anliegen
  • Organisation von unterschiedlichen Veranstaltungen rund um die Themen Europa und EU
  • Kostenlose Informationsbroschüren und andere Europa-Materialien, z.B. Karten
  • Informationen und Hilfestellung bei der Recherche zu europäischen Themen
  • Informationen über aktuelle europäische Entwicklungen, Politik und Entscheidungen
  • Ggf. Weiterleitung von fachspezifischen Anfragen an spezialisierte Auskunftsstellen

Europa-Top-News

EU eröffnet Vertragsverletzungsverfahren wegen Abgas-Skandal – Die EU-Kommission hat gegen die Bundesrepublik Deutschland und sechs weitere EU-Mitgliedstaaten in Bezug auf die Abgas-Affäre ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Damit will die Kommission auf das Fehlen wirksamer Sanktionssysteme in diesen Staaten reagieren. Zuvor hatte bereits der Europaabgeordnete Jens Gieseke (CDU) in seiner Funktion als Co-Berichterstatter im Ausschuss für Emissionsmessungen der Automobilindustrie (EMIS) auf das Verfahren hingewiesen. Zuständig von Seiten der EU-Kommission ist Elżbieta Bieńkowska, polnische Kommissarin für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmen und KMU.

Europäisches Solidaritätskorps startet – Mit einer neuen Initiative für junge Freiwillige hebt die Europäische Union das Engagement auf ein höheres Level. Europäerinnen und Europäer im Alter von 17 bis 30 Jahre können sich ab jetzt auf einer neuen Plattform für einen Freiwilligendienst registrieren. Wer sich im Europäischen Solidaritätskorps engagiert, erhält in der Regel Kost und Logis, die Reisekosten, eine Versicherung und Taschengeld. Mehr zum Europäischen Solidaritätskorps gibt es hier.      

Europa-Union feiert – Die Europa-Union, mit 17.000 Mitgliedern eine der größten Bürgerbewegungen in der Bundesrepublik, feiert Geburtstag: 1946 wurde die Organisation für ein „Europa der Bürger“ im niedersächsischen Syke gegründet. Dort wird zum Festakt unter anderem Elmar Brok, der Vorsitzende des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten im Europaparlament erwartet. Erfahren Sie hier mehr.

Europäische Jugendpreise ausgeschrieben – Projekte von Jugendlichen für Jugendliche, die das Europäische Projekt zum Thema haben, können für den seit 2008 verliehenen Europäischen Karlspreis der Jugend vorgeschlagen werden. Das Preisgeld wurde auf 15.000,- € erhöht! Parallel dazu läuft auch noch der 64. Europäische Wettbewerb. Dazu lobt die Europa-Union Deutschland, Kreisverband Osnabrück Stadt und Land e.V., Preisgelder i. H. v. 1.000,- € aus.    

 Jetzt neu: Partnerschaftsförderung der EU und anderer auf einen Blick als Handreichung!    

Veranstaltungen

Aktuelle Europaveranstaltungen finden Sie im Veranstaltungskalender oder im Flyer der Europa-Akteure.

 


Die neuen Euroscheine für Sie im Überblick – Mit dem neu gestalteten 50,- Euro-Schein ist nun schon die vierte Banknote erneuert worden. Erfahren Sie hier alles über Merkmale und die Sicherheit unseres Geldes. Zur Banknote äußert sich auch Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele aus Osnabrück.   


Ihr Europa - Hilfen und Tipps zu Reisen und anderen europäischen Fragen erhalten Sie auf der Plattform "Ihr Europa"!

Serie: "Das Beste von Beiden: Bissendorf-Brighton" (1)

Timothy Matthias Hülsmann-Diamond im Europe-Direct im Osnabrücker Kreishaus
Ziel dieser kleinen Serie ist es, die Herausforderungen des Lebens in beiden Ländern klar zu machen und wie man als Deutsch-Brite damit (nicht) zurechtkommen kann.
 
Wie kann man Pommes Frites mit Essig gern haben und auch Leberwurst mögen? Wie kann man den britischen Humor mit der deutschen Ordnung kombinieren? Wie kann jemand den VFL Osnabrück unterstützen, ohne dass seine Freunde wissen, ob das eine (durchwachsen erfolgreiche) Fußballmannschaft oder eine obskure politische Partei ist? Wer kann überhaupt den Namen Timothy Matthias Hülsmann-Diamond richtig aussprechen? Das können die Deutschen nicht. Das können die Briten nicht. Das kann nur ein in Brighton geborener Deutsch-Brite mit Beziehungen zu Bissendorf: das bin ich! Ich bin der Sohn einer deutschen Mutter (eine gebürtige Osnabrückerin) und eines englischen Vaters, wohne teilweise in Brighton (England) und teilweise in Bissendorf.
 
Ich bin Praktikant am Europe Direct Informationszentrum beim Landkreis Osnabrück und komme im Oktober ins dritte Jahr meines Germanistik-Studiums an der Universität Oxford (Ich versichere Ihnen vorab, dass Deutsch meine zweite Sprache ist und dass trotzdem ein Germanistik-Studium in England harte Arbeit bedeutet – wie in Deutschland auch!).

 

Das Beste von Beiden: Bissendorf-Brighton (2)

Erstmal will ich die üblichen Fragen beantworten:

1. Ja, ich erkenne das berühmte englische ‚Tor‘ vom WM-Finale 1966 an (ein Turnier muss England ja auch gewonnen haben).
2. Nein, ich bin gegen den Brexit.

Heute will ich das Autofahren ansprechen. Ich habe es in England gelernt, bin also den Linksverkehr gewohnt und fühle mich sicherer als Fahrer, wenn ich auf der linken Seite der Straße fahre. Meine deutsche Familie sagt mir aber immer: „Rechts ist richtig“ – das hört sich ja gut an. Ich sage dagegen „na ja, dann fahren wir Briten auf der richtigen Seite des Autos“. Dann kommt es immer zu einer halbstündigen Diskussion. Wer hat Recht? Im Grunde genommen ist mir das egal!

Man gewöhnt sich sehr schnell daran, auf der (falschen) Seite der Straße zu fahren. Was mich nervt (die Briten mögen es, sich zu beklagen, falls Sie das noch nicht wussten) ist, dass die Deutschen in keinem Kreisverkehr blinken! „[Es] darf bei Einfahrt in den Kreisverkehr nicht geblinkt werden. Bei Ausfahrt aus dem Kreisverkehr muss allerdings der Blinker (…) gesetzt werden. Ein Verstoß kann mit 10 Euro geahndet werden.“ (www.avd.de) . Wieso darf man nicht bei der Einfahrt blinken? Das ist viel einfacher (und in Großbritannien Pflicht).

Wenn man blinkt, wissen alle wo man hinfahren will. Alle können einschätzen, wann sie in den Kreisverkehr reinfahren können (Ich habe wahrscheinlich schon 1.000 Euro Schulden, nur weil ich meine Sicherheit und die Sicherheit von anderen garantieren will!). Beim Rausfahren ist das Blinken richtigerweise (sogar) in Deutschland Pflicht, meiner Erfahrung macht das nur keiner. Also meine ich dann immer, dass die Autos weiter im Kreisverkehr bleiben möchten und fahre aus Vorsicht selber da nicht rein. Dann hupen alle hinter mir, weil sie warten müssen. Nein, das kann ich nicht verstehen!

 

Das Beste von Beiden: Bissendorf-Brighton (3)

Vier Mal hat Deutschland die Fußball-WM gewonnen und drei Mal die EM.

England hat vor 50 Jahren sein einziges Turnier gewonnen. Das wichtigste bei diesem Sieg war, dass das Turnier in England stattgefunden hat und dass die Fans die Spieler motiviert haben, gut zu spielen. Seitdem wird vor jedem großen Turnier gesagt: dieses Mal schaffen wir es: wir haben von unseren Niederlagen gelernt und jetzt steht Dem Sieg nichts mehr im Wege! Das hat natürlich nie gestimmt. England hatte sogar im Jahre 2008 eine Fußballmannschaft, die den Spitznamen ‚Die goldene Generation‘ bekam. Diese Mannschaft hat sich erst gar nicht für die Europameisterschaft qualifiziert.

Dieses Jahr gab es auch ein EM-Fieber. England hatte schon wieder eine ‚tolle‘ Mannschaft mit ‚ganz hervorragenden‘, jungen Spielern dabei. Diese Mannschaft wäre sicher mit der deutschen WM-Sieger-Mannschaft 2014 zu vergleichen: jung, aber trotzdem Gewinner. Außerdem waren genau 50 Jahre seit dem letzten Turniersieg vergangen. Europameister zu werden war natürlich Schicksal für die englische Elf. Was ist passiert? Im Achtelfinale ausgeschieden, ausgerechnet gegen Island! Vom Elfmeterschießen brauchen wir erst gar nicht zu reden: da sieht es noch schlimmer aus.

Deutschland hingegen ist in letzter Zeit immer Mitfavorit gewesen. Es wissen alle, wie gut sie sind. Trotzdem wird selbst innerhalb Deutschlands immer gesagt, dass es eine bessere Mannschaft gibt. Eine bescheidene Einstellung, die dazu führt, dass man am Ende eines Turniers unglaublich glücklich sein kann (wie z.B. 2014), aber dass man bei einem Ausstieg sagen kann: die gegnerische Mannschaft war einfach besser, vielleicht klappt es nächstes Mal.

Also die Frage: bevorzuge ich den britischen Idealismus, oder den deutschen Realismus? Klar bin ich da ganz deutsch! Eines steht aber fest: die Briten sind beim Meckern die ewigen Weltmeister!

 

Das Beste von Beiden: Bissendorf-Brighton (4)

Ich liebe meine Universität!

Wer zum ersten Mal in Oxford ist, merkt schon, dass hier die Welt ein wenig anders ist. Die Architektur ist fantastisch, die Stadt ist schön klein und man fühlt sich sofort als Teil einer ganz alten Tradition (Oxford ist schließlich die drittälteste Universität Europas). Genau deswegen (und auch wegen der hohen Anforderungen an die Studierenden) ist die Universität bekannt. Man kann sehen, wie Studenten in besonderen Kostümen zu ihren Prüfungen gehen, es gibt dann auch die Chortradition, die sehr zu Oxford passt. Man kann auch in die prunkvollen Speisesäle gehen, die an Harry Potter erinnern. Das ist kein Zufall: Harry Potter ist teilweise in Oxford verfilmt worden zum Beispiel der Speisesaal (im Christ Church College), der Krankenflügel (Teil der Divinity Schools) und der Garten mit dem großen Baum (im New College). Es ist eine wahrhaftig herrliche Stadt.

Wir sind aber in Großbritannien! Nicht alles kann perfekt sein! Heute beklage ich mich nämlich über die britischen Studiengebühren. Es kostet 9000 Pfund pro Jahr, um zu studieren. Bevor Sie meinen „ach, das wird ja nur sein, weil es Oxford ist“: Das stimmt nicht. Jeder Student an jeder Universität Englands muss so viel bezahlen und dann noch Miete und dann noch Essen und und und. Ich werde am Ende meines Studiums fast 50.000 Pfund Schulden haben und keine Garantie einer Einstellung (speziell nach dem Brexit könnte es für einen Germanisten in England schlecht aussehen!). Mal sehen: vielleicht kann ich mich später im Leben professionell beklagen. Wäre ich doch hier in Deutschland zur Universität gegangen!

 

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