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Willkommen beim EUROPE DIRECT Informationszentrum des Landkreises Osnabrück

Für Sie im Europe Direct Informationszentrum im Kreishaus ansprechbar: Michael Steinkamp, Leiter des Europe Direct Informationszentrums.

Das Europabüro der Kreisverwaltung Osnabrück ist Ihre Verbindung zur Europäischen Union! Als erste Anlaufstelle möchten wir Sie über die Institutionen, den Aufbau sowie die Politik der Europäischen Union informieren. Dabei ist es uns besonders wichtig, die Verbindung der EU zu regionalen und lokalen Themen hier im Landkreis Osnabrück aufzuzeigen. Der Landkreis Osnabrück ist seit Juli 2005 Träger eines Informations- und Beratungsbüros der Europäischen Kommission. Das EUROPE DIRECT Informationszentrum gehört zu einem Netzwerk von knapp 60 Büros bundes- und sogar rund 500 europaweit.

Unser Angebot für Sie

  • Persönliche Beratungsgespräche zu allen EU-Themen und Anliegen
  • Organisation von unterschiedlichen Veranstaltungen rund um die Themen Europa und EU
  • Kostenlose Informationsbroschüren und andere Europa-Materialien, z.B. Karten
  • Informationen und Hilfestellung bei der Recherche zu europäischen Themen
  • Informationen über aktuelle europäische Entwicklungen, Politik und Entscheidungen
  • Ggf. Weiterleitung von fachspezifischen Anfragen an spezialisierte Auskunftsstellen

Europa-Top-News

Erdbeben in Italien: EU leistet schnelle Hilfe – Nach dem verheerenden Erdbeben in Mittelitalien steht dem Land das EU-Katstrophenschutzverfahren offen. Das bedeutet, dass einerseits das Zentrum der EU-Kommission für die Koordination von Notfallmaßnahmen genau die Lage vor Ort überwacht. Andererseits wird der COPERNICUS-Satellit für die Übermittlung von Luftaufnahmen an Hilfsdienste eingesetzt.  

Wie gut funktionieren Finanzaufsicht und –regulierung? – Die EU-Kommission befragt regelmäßig die europäische Öffentlichkeit  zu wichtigen Themen. Diese „Konsultationen“ dienen auch zur Entscheidungsfindung auf EU-Ebene. Aktuell fragt die Kommission nun zu verschiedenen Elementen der europäischen Finanzaufsicht. Wie gut funktioniert sie? Sie gelangen hier zum Konsultationsdokument.

Weniger Bürokratie: Rechtsetzungsplattform REFIT – 16 Empfehlungen mit Vorschlägen zur effektiveren und effizienteren Ausgestaltung von EU-Regeln hat die EU-Kommission jetzt veröffentlicht. Damit greift sie Anregungen der Öffentlichkeit auf, um sie im Rahmen des REFIT-Programms umzusetzen. Alles soll der besseren Rechtssetzung und damit der Verringerung des Verwaltungsaufwands dienen.

     

Veranstaltungen

Aktuelle Europaveranstaltungen finden Sie im Veranstaltungskalender oder im Flyer der Europa-Akteure.


Mechanismus zur Bankenabwicklung tritt in Kraft  - Nach der schweren Finanzkrise von 2008 sollen die Banken in der EU nie wieder sich und die europäische Wirtschaft durch riskante Geschäfte in Schieflage bringen können. Mit dem Inkrafttreten des einheitlichen Abwicklungsmechanismus ist die Europäische Bankenunion jetzt ein gutes Stück weiter vorangekommen. Den Vorsitz führt Elke König, die frühere Chefin der deutschen Finanzaufsicht BaFin. Die Bankenunion ist ein wichtiger Baustein bei der Schaffung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion.

 


Die neuen Euroscheine für Sie im Überblick – Mit dem neu gestalteten 50,- Euro-Schein ist nun schon die vierte Banknote erneuert worden. Erfahren Sie hier alles über Merkmale und die Sicherheit unseres Geldes. Zur Banknote äußert sich auch Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele aus Osnabrück.   


Ihr Europa - Hilfen und Tipps zu Reisen und anderen europäischen Fragen erhalten Sie auf der Plattform "Ihr Europa"!

Serie: "Das Beste von Beiden: Bissendorf-Brighton" (1)

Timothy Matthias Hülsmann-Diamond im Europe-Direct im Osnabrücker Kreishaus
Ziel dieser kleinen Serie ist es, die Herausforderungen des Lebens in beiden Ländern klar zu machen und wie man als Deutsch-Brite damit (nicht) zurechtkommen kann.
 
Wie kann man Pommes Frites mit Essig gern haben und auch Leberwurst mögen? Wie kann man den britischen Humor mit der deutschen Ordnung kombinieren? Wie kann jemand den VFL Osnabrück unterstützen, ohne dass seine Freunde wissen, ob das eine (durchwachsen erfolgreiche) Fußballmannschaft oder eine obskure politische Partei ist? Wer kann überhaupt den Namen Timothy Matthias Hülsmann-Diamond richtig aussprechen? Das können die Deutschen nicht. Das können die Briten nicht. Das kann nur ein in Brighton geborener Deutsch-Brite mit Beziehungen zu Bissendorf: das bin ich! Ich bin der Sohn einer deutschen Mutter (eine gebürtige Osnabrückerin) und eines englischen Vaters, wohne teilweise in Brighton (England) und teilweise in Bissendorf.
 
Ich bin Praktikant am Europe Direct Informationszentrum beim Landkreis Osnabrück und komme im Oktober ins dritte Jahr meines Germanistik-Studiums an der Universität Oxford (Ich versichere Ihnen vorab, dass Deutsch meine zweite Sprache ist und dass trotzdem ein Germanistik-Studium in England harte Arbeit bedeutet – wie in Deutschland auch!).

 

Das Beste von Beiden: Bissendorf-Brighton (2)

Erstmal will ich die üblichen Fragen beantworten:

1. Ja, ich erkenne das berühmte englische ‚Tor‘ vom WM-Finale 1966 an (ein Turnier muss England ja auch gewonnen haben).
2. Nein, ich bin gegen den Brexit.

Heute will ich das Autofahren ansprechen. Ich habe es in England gelernt, bin also den Linksverkehr gewohnt und fühle mich sicherer als Fahrer, wenn ich auf der linken Seite der Straße fahre. Meine deutsche Familie sagt mir aber immer: „Rechts ist richtig“ – das hört sich ja gut an. Ich sage dagegen „na ja, dann fahren wir Briten auf der richtigen Seite des Autos“. Dann kommt es immer zu einer halbstündigen Diskussion. Wer hat Recht? Im Grunde genommen ist mir das egal!

Man gewöhnt sich sehr schnell daran, auf der (falschen) Seite der Straße zu fahren. Was mich nervt (die Briten mögen es, sich zu beklagen, falls Sie das noch nicht wussten) ist, dass die Deutschen in keinem Kreisverkehr blinken! „[Es] darf bei Einfahrt in den Kreisverkehr nicht geblinkt werden. Bei Ausfahrt aus dem Kreisverkehr muss allerdings der Blinker (…) gesetzt werden. Ein Verstoß kann mit 10 Euro geahndet werden.“ (www.avd.de) . Wieso darf man nicht bei der Einfahrt blinken? Das ist viel einfacher (und in Großbritannien Pflicht).

Wenn man blinkt, wissen alle wo man hinfahren will. Alle können einschätzen, wann sie in den Kreisverkehr reinfahren können (Ich habe wahrscheinlich schon 1.000 Euro Schulden, nur weil ich meine Sicherheit und die Sicherheit von anderen garantieren will!). Beim Rausfahren ist das Blinken richtigerweise (sogar) in Deutschland Pflicht, meiner Erfahrung macht das nur keiner. Also meine ich dann immer, dass die Autos weiter im Kreisverkehr bleiben möchten und fahre aus Vorsicht selber da nicht rein. Dann hupen alle hinter mir, weil sie warten müssen. Nein, das kann ich nicht verstehen!

 

Das Beste von Beiden: Bissendorf-Brighton (3)

Vier Mal hat Deutschland die Fußball-WM gewonnen und drei Mal die EM.

England hat vor 50 Jahren sein einziges Turnier gewonnen. Das wichtigste bei diesem Sieg war, dass das Turnier in England stattgefunden hat und dass die Fans die Spieler motiviert haben, gut zu spielen. Seitdem wird vor jedem großen Turnier gesagt: dieses Mal schaffen wir es: wir haben von unseren Niederlagen gelernt und jetzt steht Dem Sieg nichts mehr im Wege! Das hat natürlich nie gestimmt. England hatte sogar im Jahre 2008 eine Fußballmannschaft, die den Spitznamen ‚Die goldene Generation‘ bekam. Diese Mannschaft hat sich erst gar nicht für die Europameisterschaft qualifiziert.

Dieses Jahr gab es auch ein EM-Fieber. England hatte schon wieder eine ‚tolle‘ Mannschaft mit ‚ganz hervorragenden‘, jungen Spielern dabei. Diese Mannschaft wäre sicher mit der deutschen WM-Sieger-Mannschaft 2014 zu vergleichen: jung, aber trotzdem Gewinner. Außerdem waren genau 50 Jahre seit dem letzten Turniersieg vergangen. Europameister zu werden war natürlich Schicksal für die englische Elf. Was ist passiert? Im Achtelfinale ausgeschieden, ausgerechnet gegen Island! Vom Elfmeterschießen brauchen wir erst gar nicht zu reden: da sieht es noch schlimmer aus.

Deutschland hingegen ist in letzter Zeit immer Mitfavorit gewesen. Es wissen alle, wie gut sie sind. Trotzdem wird selbst innerhalb Deutschlands immer gesagt, dass es eine bessere Mannschaft gibt. Eine bescheidene Einstellung, die dazu führt, dass man am Ende eines Turniers unglaublich glücklich sein kann (wie z.B. 2014), aber dass man bei einem Ausstieg sagen kann: die gegnerische Mannschaft war einfach besser, vielleicht klappt es nächstes Mal.

Also die Frage: bevorzuge ich den britischen Idealismus, oder den deutschen Realismus? Klar bin ich da ganz deutsch! Eines steht aber fest: die Briten sind beim Meckern die ewigen Weltmeister!

 

Das Beste von Beiden: Bissendorf-Brighton (4)

Ich liebe meine Universität!

Wer zum ersten Mal in Oxford ist, merkt schon, dass hier die Welt ein wenig anders ist. Die Architektur ist fantastisch, die Stadt ist schön klein und man fühlt sich sofort als Teil einer ganz alten Tradition (Oxford ist schließlich die drittälteste Universität Europas). Genau deswegen (und auch wegen der hohen Anforderungen an die Studierenden) ist die Universität bekannt. Man kann sehen, wie Studenten in besonderen Kostümen zu ihren Prüfungen gehen, es gibt dann auch die Chortradition, die sehr zu Oxford passt. Man kann auch in die prunkvollen Speisesäle gehen, die an Harry Potter erinnern. Das ist kein Zufall: Harry Potter ist teilweise in Oxford verfilmt worden zum Beispiel der Speisesaal (im Christ Church College), der Krankenflügel (Teil der Divinity Schools) und der Garten mit dem großen Baum (im New College). Es ist eine wahrhaftig herrliche Stadt.

Wir sind aber in Großbritannien! Nicht alles kann perfekt sein! Heute beklage ich mich nämlich über die britischen Studiengebühren. Es kostet 9000 Pfund pro Jahr, um zu studieren. Bevor Sie meinen „ach, das wird ja nur sein, weil es Oxford ist“: Das stimmt nicht. Jeder Student an jeder Universität Englands muss so viel bezahlen und dann noch Miete und dann noch Essen und und und. Ich werde am Ende meines Studiums fast 50.000 Pfund Schulden haben und keine Garantie einer Einstellung (speziell nach dem Brexit könnte es für einen Germanisten in England schlecht aussehen!). Mal sehen: vielleicht kann ich mich später im Leben professionell beklagen. Wäre ich doch hier in Deutschland zur Universität gegangen!

 

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