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Ausblick auf das neue Kreismuseum

Das Kreismuseum in Bersenbrück wird im Herbst mit einer neuen Dauerausstellung wiedereröffnet. Im Folgenden gibt der Kurator Arnold Beuke M.A. aus Badbergen einen Einblick in die künftigen Ausstellungsinhalte:

Das Museum ist in einem Seitenflügel des alten Klosters untergebracht. Die Ausstellung folgt der Nutzungsgeschichte des Gebäudes und erklärt dessen Bedeutung für die Region. Zunächst war das Gebäude Teil des Klosters, dann Sitz der Amts- und Kreisverwaltung sowie Wohnung des Landrats, der dort 1924 schließlich ein Museum einrichtete. So wird man in Bild und Ton den „Museumsgefährten“ begegnen – Personen der vergangenen Zeiten, die im Haus gelebt und gewirkt haben. Das künftige neue Museum wird die Region des gesamten alten Landkreises Bersenbrück in den Blick nehmen.

Zur Geschichte des Zisterzienserinnenklosters in Bersenbrück wird sich die Ausstellung auf die wichtigsten Aspekte des musealen Gebäudeteils konzentrieren: Das Repräsentationsbedürfnis der adeligen Äbtissinnen, die hier ihre Wohnung hatten, sowie die (land-)wirtschaftliche Bedeutung des Klosters als Grundherrschaft. Die 1924 aus Originalteilen eingerichtete Diele vermittelt den Eindruck, in einem echten Artländer Bauernhaus zu stehen. Dort wird die Lebenswelt der Menschen nachvollzogen, die als Abhängige dem Kloster Abgaben und Dienste leisten mussten.

Prägend für Bersenbrück war die Zeit nach Ende des Klosters. Da das Gebäude in Staatsbesitz fiel, richtete die Regierung 1817 hier den Sitz der neuen Amtsverwaltung ein – rund um das Gebäude wuchs die Siedlung heran. Im Mittelpunkt stand dabei die prägende Figur des leitenden Beamten, der die Geschicke des Gebiets maßgeblich bestimmte. Das war zunächst der hannoversche Amtmann, später der preußische Landrat. Man wird die Bekanntschaft mit Amtmann Niemeier und Landrat Rothert (1911-1933) machen. An lebensnahen Beispielen wird die Daseinsvorsorge erläutert, denn damals wie heute prägte die Kreisverwaltung durch ihr Handeln viele Lebensbereiche seiner Bürger.

Schließlich stellt sich die Frage, warum aus dem Haus ein Museum wurde? Der Museumsgründer Rothert war vom Bewahrungs- und Rettungsgedanken für die heimatliche Kultur bewegt. Sein Sammeleifer und sein großes Wissen um die historischen Dinge, die er zusammen trug, spiegelt sich in einer Auswahl besonderer Sammlungsgegenstände, einer Art „Schatzkammer“ wider. 

Entwurf: Dr. Ulrich Hermanns Ausstellung Medien Transfer

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