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Lautlos in die Zukunft

28.11.2016 Mit dem Elektroauto am Gymnasium „In der Wüste“

Osnabrück. „Läuft der denn jetzt schon?“ Etwas unsicher sitzt Frederik Mollenschott auf dem Fahrersitz des BMW i3 und schaut verwirrt auf die Anzeigen. „Man hört ja gar nichts“. Außer einem freundlichen „Pling“ zur Begrüßung dringt tatsächlich kein Geräusch an die Ohren, nachdem der Zwölftklässler den Startknopf gedrückt hat. An der Stille ändert sich auch nichts, als der Schüler den Wählhebel auf „Drive“ dreht und vorsichtig auf das Strompedal – also das Gaspedal eines Elektroautos – drückt. Lautlos rollt der Wagen vom Schulhof, während das Grinsen auf den Gesichtern der Fahrgäste immer breiter wird.

Eine Fahrstunde der anderen Art: Frederik Mollenschott testet im Beisein von Timo Kluttig von der Klimainitiative des Landkreises Osnabrück den BMWi3. Ricardo Dück (vierter von rechts) hatte die Aktion mit seiner Recherche über E-Mobilität initiiert.

 An diesem Nachmittag hat ein Seminarkurs des Gymnasiums „In der Wüste“ die Chance, das Landkreis-Projekt „STROM.bewegt“ hautnah kennen zu lernen. „Normalerweise verleihen wir den Wagen an Fahrschulen im Landkreis“, erläutert Timo Kluttig vom Klimateam der Kreisverwaltung die Strategie. „Mit einem positiven Ersteindruck begegnen wir den immer noch vorhandenen Vorbehalten. Aber wir nutzen auch andere Gelegenheiten, um junge Menschen für das elektrische Fahren zu begeistern“.

Der Kontakt zum Gymnasium entstand durch einen glücklichen Zufall: Das Landkreis-Projekt war im Sommer auf der Woche der Umwelt in Berlin präsent. Im Garten von Schloss Bellevue hatte der Kreis die Chance, sein Fahrschul-E-Mobil neben vielen anderen innovativen Umweltprojekten zu präsentieren. Zu den Besuchern der Ausstellung zählte auch der Seminarkurs „Umwelt baut Brücken“. Unter der Leitung von Gisbert Döpke hat sich der Kurs mit Umweltjournalismus beschäftigt und auch Zeitungsseiten für die Neue OZ geschrieben. Ricardo Dück, einer der Kursteilnehmer, wurde auf den Fahrschulwagen aufmerksam: „Ich hatte gerade selbst meinen Führerschein gemacht und mich auf der Umweltmesse über das Projekt informiert.“ So entschied sich der engagierte Schüler, seine Projektarbeit über das Thema zu schreiben. Ein Interviewtermin mit Timo Kluttig war schnell gefunden. Dabei drehten sie auch eine Runde mit dem i3. „Ich habe meinen Mitschülern erzählt, wie viel Spaß es macht, im Elektroauto zu fahren. Das wollten sie dann auch ausprobieren.“

Gesagt – getan: Nach kurzer Absprache war ein Termin gefunden, an dem am Ende mehr als nur eine kleine Runde mit dem E-Flitzer gedreht werden sollte. Einige Schülerinnen und Schüler, die bereits einen Führerschein haben, durften selbst testfahren, andere genossen das „Warp-Gefühl“ auf dem Rücksitz.

„Es kamen aber auch viele interessante Fragen rund um die Mobilität zustande“ freut sich Döpke, der selbst auch ans Steuer durfte. So ging es unter anderem um das Problem der Ladeinfrastruktur genauso wie um die Frage, wie schnell der Wechsel zur E-Mobilität gelingen kann. Ein deutlich positiver Eindruck ist bei den Schülern am Ende auf jeden Fall hängen geblieben: „Das war auf jeden Fall echt cool“, lautete das einstimmige Urteil der Zwölftklässler.

Offiziell läuft das Förderprojekt STROM.bewegt nur noch bis Dezember 2016. Die Entscheidung, wie es weitergeht, fällt aber bald. „Denkbar sind auch vermehrte Aktionen außerhalb des Fahrschulbetriebes“ erklärt Timo Kluttig.“

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