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Veranstaltung im Kreishaus: Suchterkrankungen und Traumata bei Flüchtlingen erkennen

Osnabrück. Psychische Belastungen, Suchterkrankungen, Traumata: Der Arbeitskreis Sucht beschäftigt sich seit vergangenem Herbst mit diesen Fragen. Nun fand im Kreishaus die Veranstaltung „Flucht-Sucht-Trauma“ statt, die der Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück gemeinsam mit den Integrationsbeauftragten Seda Rass-Turgut und Werner Hülsmann organisiert hatte. Ziel war es, Netzwerke zu schaffen und Kompetenzen zu erweitern.

Flucht und Sucht: Diese beiden Themen führte eine Fachveranstaltung im Kreishaus Osnabrück zusammen. Zu den Teilnehmern gehörten (von links) Martina Bertino (Psychologische Psychotherapeutin), Gerhard Bojara (Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück), Referentin Solmaz Golsabahi-Broclawski (Fachärztin für Psychiatrie & Psychotherapie), Melanie Grimm (Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück) sowie die Integrationsbeauftragten Werner Hülsmann und Seda Rass-Turgut

Die thematischen Schwerpunkte orientierten sich an den Begriffen des Veranstaltungstitels. In seiner Begrüßung stellte Gerhard Bojara, Leiter des Gesundheitsdienstes für Landkreis und Stadt Osnabrück fest, dass sich die Situation nach den hohen Flüchtlingszahlen 2015 mittlerweile entspannt habe. Allerdings: „Die große Herausforderung ist, dass die Menschen, die zu uns gekommen sind, auch integriert werden. Eine der damit verbundenen Aufgaben ist, dass wir uns auch um  psychische Erkrankungen oder Traumata von Flüchtlingen kümmern.“

In Vorträgen und Workshops ging es um die Aufbereitung des Themas Flucht und asylrechtliche Hintergründe. Darüber hinaus wurden stoffgebundene und nicht stoffgebundene Suchterkrankungen erklärt sowie Wissen zum Bereich Trauma (Begriffsklärung, Krankheitsbild) vermittelt. Die Teilnehmer erhielten aber nicht nur Hintergrundwissen zu den drei Themenfeldern, sondern lernten auch die passenden Anlaufstellen kennen, an die sie sich im Bedarfsfall wenden können.

Im Frühjahr des vergangenen Jahres hatte der Arbeitskreis Informationen in den Mitgliedskommunen und Flüchtlingsunterkünften eingeholt. Festgestellt wurde, dass einzelne Flüchtlinge aufgrund von Alkohol- oder Drogenkonsum Hilfe benötigten. In der Veranstaltung im Kreishaus betonten die Fachkräfte allerdings, dass die Probleme nicht schwerwiegender seien als in anderen Bevölkerungsgruppen.

Die Teilnehmer befassten sich im Anschluss mit den Fragen, wie die Betroffenen erreicht werden könnten und ob präventive Angebote notwendig seien. In den Beiträgen wurde deutlich, dass die Arbeit mit Dolmetschern wichtig sei, die auch geübt werden müsse. Hilfreich seien außerdem Vernetzung, Qualifizierungsangebote für Ehrenamtliche sowie Kenntnisse über Länder, Sitten und Gebräuche. Gerade auch Informationen über vorherrschende Behandlungsmethoden und Krankheitsverständnis in den Herkunftsländern seien wichtig für das Verständnis: So unterschieden sich zwar nicht die Krankheiten, aber häufig der Umgang mit den Patienten.

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