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Mit der Frauenbeauftragten fing es an: 30 Jahre Gleichstellungsbüro im Landkreis Osnabrück

04.05.2017 Rückblick auf eine frauenpolitische Epoche

Osnabrück. Vor 30 Jahren wurde Irmgard Vogelsang vom Kreistag zur ersten ehrenamtlichen Frauenbeauftragten im Landkreis Osnabrück berufen. Anlässlich des runden Geburtstags fand jetzt im Hof Duling in Wallenhorst eine Feierstunde statt. Die Veranstaltung machte deutlich: In einigen Fragen wurden in diesem Zeitraum große Fortschritte erzielt, andere Themen sind Dauerbrenner.

Feierstunde im Hof Duling in Wallenhorst: Gleichstellungsbeauftragte sowie Vertreterinnen und Vertreter von Politik und Verwaltung begingen jetzt 30 Jahre Gleichstellung im Landkreis Osnabrück. Irmgard Vogelsang war vor 30 Jahren erste ehrenamtliche Frauenbeauftragte.

An der Feierstunde nahmen zahlreiche ehemalige und aktuelle Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Städte und Gemeinden im Landkreis Osnabrück teil. Dazu waren Vertreterinnen und Vertreter von Verwaltung und Politik erschienen. Die Grußworte von Landrat Michael Lübbersmann, Wallenhorsts Bürgermeister Otto Steinkamp und der Landkreis-Gleichstellungsbeauftragten Monika Schulte richteten den Blick sowohl auf die Anfänge als auch auf aktuelle Fragestellungen. Steinkamp nannte den Krippenausbau als Beispiel, wie erfolgreich manche Themenschwerpunkte umgesetzt wurden. Lübbersmann betonte, dass Vogelsang und ihre Mitstreiterinnen den Blick für viele gesellschaftliche Schieflagen geschärft hätten: In den achtziger Jahren waren nur wenige Frauen in Führungspositionen. Dazu war eine traditionelle Rollenverteilung in Gesellschaft und Familie vorherrschend. Seitdem sei viel erreicht worden. Allerdings: „Wir müssen noch ein ganzes Stück Weg zurücklegen bis zur Gleichberechtigung“, sagte Lübbersmann.

Wie vielfältig die Themen sind, die mit Gleichstellung verbunden sind, zeigte Schulte auf. Vogelsang habe in vielen Bereichen Impulse gegeben: Dies galt etwa für berufliche Perspektiven von Frauen, die Situation von Alleinerziehenden oder Armut im Alter. Einige Fragestellungen hätten an Aktualität nichts verloren: Mit dem Equal Pay Day werde auf die Lohnungerechtigkeit und mit einem Gedenktag auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht. Ein weiterer Dauerbrenner: die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege sei auch heute noch „topaktuell“, sagte Schulte.

An der Feierstunde nahm außerdem Ute von Wrangell teil. Die Referentin war selbst Frauenbeauftragte von Salzgitter und zudem ehemalige Leiterin der Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte. Von Wrangell referierte zum Thema „30 Jahre Gleichstellungsbüro Landkreis Osnabrück – Rückblick auf eine frauenpolitische Epoche“. „Gleichstellungsbeauftragte zu sein, ist kein Amt wie jedes andere. Es gehört der Wille dazu, Politik mit zu gestalten“, betonte die Referentin. In 30 Jahren hätten die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Osnabrück das Gleichberechtigungsgebot des Grundgesetzes in die Praxis umgesetzt, mit ihrem Auftrag verknüpft und neue Entwicklungen aufgegriffen, führte von Wrangell aus.

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