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Willkommensbehörde

Ratsmitglieder informieren sich beim Landkreis über Folgen des Klimawandels

23.08.2017 Veranstaltung der Kommunalen Umwelt-AktionN U.A.N.

Osnabrück. „Starkregenereignisse werden häufiger und intensiver – eine genaue Vorhersage von Ort und Zeitpunkt ist dabei so gut wie unmöglich“: So lautete eine der Kernaussagen, von Detlef Wilcke, Leiter der unteren Wasserbehörde, gleich zu Beginn in seinem Begrüßungsstatement. Umso wichtiger sei es, dass Kommunen und Landkreis zu diesem Thema im Gespräch bleiben. 31 Mitglieder von Orts- und Gemeinderäten sowie des Kreistages waren der Einladung der Kommunalen Umweltaktion (UAN) und des Landkreises Osnabrück zur Veranstaltung „Klimawandel und seine Folgen: Wie gehen wir Ratsmitglieder damit um?“ gefolgt.

Die möglichen Folgen des Klimawandels standen im Mittelpunkt einer Veranstaltung für Ratsmitglieder. Inhaltliche Beiträge lieferten (von links) Silke Nolting (Kommunale Umwelt-AktioN U.A.N. sowie Timo Kluttig, Sophie Rotter und Detlef Wilcke vom Landkreis Osnabrück.

Timo Kluttig, Klimaschutzmanager beim Landkreis, skizzierte in seinem Einführungsvortrag die Größenordnung der zu erwartenden Veränderungen und machte deutlich, dass die von der Weltgemeinschaft angepeilte Erwärmung um „nur“ zwei Grad Celsius bereits einen massiven Wandel darstellt: „In der letzten Eiszeit lagen die globalen Temperaturen gerade einmal fünf Grad Celsius unter den heutigen Werten“, erläuterte Kluttig. „Und als im 15. Jahrhundert die Durchschnittstemperaturen für einige Jahrzehnte um nur ein Grad Celsius sanken, führte dies in ganz Europa zu massiven Missernten und Hungersnöten“. Eine genauere Darstellung der bisher beobachteten und der zu erwartenden Klimaveränderungen in Niedersachsen lieferte anschließend Silke Nolting von der U.A.N.

Klimaschutzmanagerin Sophie Rotter moderierte die Diskussion, bei der viele Abgeordnete ihre eigenen Erfahrungen einbrachten. Einige Landwirte berichteten dabei von den deutlich spürbaren Veränderungen im Wettergeschehen, die sie bereits seit Jahren beobachten.

Der Nachmittag begann mit einem Vortrag des Klimafolgen-Experten Thomas Zimmermann von der Hafencity Universität Hamburg. Der Fachmann stellte ein konkretes Modellprojekt aus der Samtgemeinde Gartow vor, zitierte aber auch aus einigen eher philosophischen Betrachtungsweisen zum Klimathema: „Wir wissen, aber wir glauben nicht daran“, so erklärt der Slowenische Autor Slavoj Žižek die Reaktion der Gesellschaft auf den Klimawandel.

Schließlich gab Silke Nolting noch einen Überblick über weitere Informationsquellen und Finanzierungsmöglichkeiten, auf die Kommunen zurückgreifen können, wenn Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel geplant werden.

Die Abschlussdiskussion zeigte, dass die Teilnehmer viel Neues erfahren hatten, einige hätten sich aber durchaus mehr konkrete Vorschläge gewünscht, wie die Kommunen selbst aktiv werden können. „Wir bleiben am Ball“, bilanzierte Sophie Rotter und versprach, die Politik zum Thema Klimafolgen weiter auf dem Laufenden zu halten.

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