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Willkommensbehörde

Hilfe bei Herz-Kreislauf-Stillstand

29.08.2017 Landkreis und Stadt Osnabrück setzen ab sofort auf „Mobile Retter“

Osnabrück. Systemstart für das Projekt Mobile Retter in der Region Osnabrück: Landrat Michael Lübbersmann drückte jetzt mit weiteren Vertretern aus Landkreis und Stadt Osnabrück den berühmten roten Knopf, um das Projekt „Mobile Retter“ zu aktivieren.

Die App kann Leben retten: Mit dem Projekt „Mobile Retter“ werden Ersthelfer im Falle vom Herz-Kreislauf-Stillstand zum Einsatzort gerufen. Den Startschuss gaben jetzt (von links) Kreisrat Winfried Wilkens, Dietrich Bettenbrock (Vorstand Regionalleitstelle Osnabrück/Leiter Berufsfeuerwehr Osnabrück), Thorsten Schürmann (Leiter Regionalleitstelle Osnabrück), Bärbel Rosensträter (Vorstand Regionalleitstelle Osnabrück/Leiterin Fachdienst Ordnung), Amin Schnieder (Regionalleitstelle Osnabrück), Stadtbaurat Frank Otte, Landrat Michael Lübbersmann, Matthias Hartmann (Projektkoordinator Mobile Retter) und Stefan Prasse (Geschäftsführer Mobile Retter)

Bei jedem eingehenden Notruf mit der Meldung Herz-Kreislauf-Stillstand auf der Regionalleitstelle Osnabrück, lösen die Disponenten neben dem Alarm für den Regelrettungsdienst ab sofort auch eine Alarmierung über die Smartphone-basierte „Mobile Retter“-App aus. Das System ortet daraufhin registrierte Ersthelfer im unmittelbaren Umkreis des Einsatzortes und sendet eine Einsatznachricht auf das Smartphone. Nimmt die Person den Einsatz an, bekommt sie weitere Details, wie Einsatzort, Wegbeschreibung und Art des Notfalls übermittelt. Der Ersthelfer macht sich auf den Weg zum Patienten und überbrückt durch lebensrettende Ersthelfermaßnahmen die Zeit bis zum Eintreffen des Regelrettungsdienstes. „Ich nehme eine hohe Hilfsbereitschaft bei den Rettern wahr. Das ist das Erfolgskonzept bei dem Projekt. Die App hilft dem Schicksal auf die Sprünge“ sagte Lübbersmann.

Zum Systemstart befinden sich bereits 250 registrierte Ersthelfer im System, welche sich im Vorfeld zum Mobilen Retter qualifiziert haben. „Alle Mobilen Retter haben im Vorfeld an einem Training zur Anwendung der leitliniengerechten Basisreanimation teilgenommen“, erläuterte Kreisrat Winfried Wilkens.

Bereits seit vielen Jahren bestehen in einigen Bereichen der Region Osnabrück gut ausgebaute und hochqualifizierte „First Responder“-Strukturen (der sogenannte Sanitäter vor Ort), welche durch die Hilfsorganisationen ehrenamtlich betrieben werden. Diese werden schon heute bei Notarzteinsätzen hinzualarmiert und leisten einen wichtigen Beitrag in der Notfallrettung. Der Mobile Retter stellt nun eine Ergänzung zum etablierten System dar, wobei dieser nur bei Herz-Kreislauf-Stillstand alarmiert wird.

Getragen wird das neue System durch die Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter Unfallhilfe, DLRG sowie Feuerwehren im Landkreis und der Stadt Osnabrück, die 70 Trainer zur Verfügung stellen und die Trainingsveranstaltungen durchführen. „Weitere ehren- und hauptamtliche Helfer im Gesundheits- und Rettungsdienstsektor sowie ausgebildete Betriebssanitäter können ebenfalls als Mobile Retter am System teilnehmen“, sagte Stadtbaurat Frank Otte.

Eine Anmeldung zu einer Trainingsveranstaltung ist möglich über die Homepage www.mobile-retter.de. Hier werden auch die Trainingstermine bekannt gegeben. Weitere Informationen sind erhältlich bei Matthias Hartmann, E-Mail: mobile-retter@lkos.de.

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