Mehr lesen

Bitte wählen Sie

Tastenkombination:
STRG und +/-

Willkommensbehörde

Landkreise Cloppenburg und Osnabrück wollen Verlauf neuer Stromtrasse auch parallel zur Autobahn prüfen

29.12.2017

Oldenburg. Starke Stimmen aus der Region: Die Frist zur Stellungnahme der Träger öffentlicher Belange für das Raumordnungsverfahren zur 380kV-Freileitung von Cloppenburg nach Merzen läuft Ende Dezember 2017 ab. Deshalb haben die Landräte der Landkreise Cloppenburg und Osnabrück, Johann Wimberg und Michael Lübbersmann, jetzt der stellvertretenden Leiterin des Amtes für regionale Landesentwicklung in Oldenburg, Talke Hinrichs-Fehrendt, die kritischen Stellungnahmen ihrer Behörden persönlich überreicht.

Votum aus der Region: Bernhard Heidrich und Talke Hinrichs-Fehrendt (von links, Amt für regionale Landesentwicklung) nahmen aus

Die Landkreise engagieren sich sehr stark in diesem Raumordnungsverfahren, um für Bürgerinnen und Bürger sowie Natur und Umwelt die verträglichste Lösung zu erreichen. Landrat Wimberg stellt heraus: „Die gemeinsame Stellungnahme des Landkreises Cloppenburg und seiner Städte und Gemeinde wurde unter Beteiligung von Fachexperten erarbeitet, um die Antragsunterlagen auf Augenhöhe prüfen zu können.“

Diese Beurteilung komme zu dem Ergebnis, dass die Bewertung des Bestandes, der Vorbelastungen und der Vorhabenwirkung an vielen Punkten Argumentationsschwächen und Erkenntnislücken aufweise. Landrat Lübbersmann weist auf die auch aus Sicht des Landkreises Osnabrück zu kurz gekommene Betrachtung der Autobahntrasse hin: „Die autobahnnahe Variante wurde entgegen der Empfehlung des Landkreises Osnabrück sehr frühzeitig aus dem Verfahren ausgeschlossen. Damit konnte keine ergebnisoffene und transparente vergleichende Bewertung aller Varianten vorgenommen werden“, kritisiert Lübbersmann. Dieses methodische Defizit führe dazu, dass keine Engstellenanalyse durchgeführt worden sei. Dem Landkreis Osnabrück sei in diesem Zusammenhang wichtig, dass eine vollständige und ergebnisoffene Prüfung stattfinde, deren Ergebnis auch eine Chance auf Akzeptanz in der Bevölkerung habe.

In ihren Stellungnahmen kommen beide Landkreis übereinstimmend zu dem Schluss, dass eine Überbewertung des Faktors Streckenlänge zu konstatieren sei. Die Vorteile einer Bündelung mit der Autobahn schlügen aufgrund einer ungünstigen Verteilung von Gewichtungsstufen an vielen Stellen nicht angemessen in der Bewertung durch. Zudem werde an Engstellen fast ausnahmslos der Freileitung ein Vorzug gegeben. Die Ausnahmebegründungen von dem im Landesraumordnungsprogramm geforderten Wohnumfeldschutz seien zudem wenig stichhaltig. Osnabrücks Landrat Lübbersmann weist in diesem Zusammenhang auch auf technisch mögliche kompaktere Bauformen der Erdverkabelung hin, die in der Engstellenbetrachtung keine Berücksichtigung gefunden hätten.

Sie haben eine Frage zu diesem Beitrag? Wir beantworten sie gerne: frag.landkreis-osnabrueck.de

Abonnieren Sie uns - das Wichtigste aus dem Landkreis Osnabrück als monatliche Zusammenfassung

Dateien: 

Beitrag teilen

Sie können Inhalte unserer Webseite in folgenden Sozialen Netzwerken teilen:

Beitrag auf Facebook teilen:

Beitrag twittern:

Da dabei Daten an den jeweiligen Social Media Dienst übermittelt werden, müssen Sie die Nutzung dieser Funktion zunächste bestätigen, indem Sie die Dienste aktivieren:

Datenschutzrichtlinien

Füllen Sie folgendes Formular aus, um diesen Beitrag per E-Mail zu versenden:

Sie können mehrere Empfänger mit Komma getrennt eingeben.