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Landrat Lübbersmann stellt Landkreis-Agenda beim Neujahresempfang vor

12.01.2018 Chancen der Digitalisierung:

Osnabrück. Demografischer Wandel, Klimapolitik, Wirtschaftsförderung: In seiner Rede auf dem Neujahrsempfang im Kreishaus Osnabrück, schnitt Michael Lübbersmann zahlreiche Themen an. Doch einem Bereich widmete sich der Landrat ganz besonders: So wird sich der Landkreis Osnabrück in den kommenden Jahren insbesondere der Digitalisierung widmen. „Bevor wir über die großen Chancen und Veränderungen reden, müssen wir unsere Hausaufgaben erledigen. Und die heißen: flächendeckender Breitbandausbau“, betonte Lübbersmann und kündigte umfassende Investitionen im Rahmen der Agenda „Landkreis Osnabrück.digital“ an.

RosaLotta, Maskottchen der Landesgartenschau in Bad Iburg, machte ebenfalls ihre Aufwartung beim Neujahrsempfang im Kreishaus Osnabrück und überreichte Landrat Michael Lübbersmann (vierter von rechts) einen Strauß Tulpen. An der Veranstaltung im Kreishaus Osnabrück nahmen auch teil (von links) André Berghegger, Andreas Maurer, Rainer Kavermann, Annette Niermann, Thomas Rehme, Matthias Seestern-Pauly und Martin Bäumer.

Deutschland erreiche derzeit lediglich 62 Prozent seines digitalen Potentials, wobei die ländlichen Regionen diesen Wert sogar noch unterschritten, verdeutlichte der Landrat den Handlungsbedarf. Deshalb investiert der Landkreis gemeinsam mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden in den kommenden zwei Jahren 39 Millionen Euro in den Breitbandausbau. In einem weiteren Ausbauschritt werden 15 Millionen Euro Bundesförderung sowie eine kommunale Ko-Finanzierung in gleicher Höhe investiert. Nach Umsetzung werden mehr als 90 Prozent der Haushalte in der Region über eine Bandbreite von mindestens 30 Mbit/Sekunde verfügen. „Das kann aber nur ein erster Schritt sein. Unser Ziel ist und bleibt, alle Haushalte im Landkreis Osnabrück zukunftssicher anzubinden“, versprach Lübbersmann.

Ein weiterer Schritt der Digitaloffensive: Alle Schulen des Landkreises werden schnelle Glasfaseranschlüsse erhalten. Mit einem leistungsfähigen WLAN wird außerdem gewährleistet, dass Internetanwendungen flexibel durch Lehrer und Schüler genutzt werden können.

Doch die Digitalisierung umfasst noch weitere Bereiche, wie Lübbersmann ausführte. Dazu gehört, dass der Landkreis Baugenehmigungsverfahren mittlerweile komplett digital abwickelt. Weitere Projekte betreffen den Ausbau der Telemedizin sowie von Assistenzsystemen, die älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung ermöglicht.

Der Landrat befasste sich aber noch mit weiteren Themen und beleuchtete Neuansiedlungen und Betriebserweiterungen von Unternehmen. Trotz der Entscheidung der Müller-Gruppe, die Produktion des Traditionsunternehmens Homann Feinkost zu verlagern, sei die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises sehr erfolgreich: So sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter gestiegen. Dazu liege die Arbeitslosenquote mit knapp drei Prozent auf einem Rekordtief.

Allerdings: „Allein die Digitalisierung und Produktivitätssteigerung wird den Wohlstand und die Wirtschaftskraft im Osnabrücker Land nicht sichern können“, räumte Lübbersmann ein. „Deshalb müssen wir einerseits das noch vorhandene Arbeitskräftepotenzial mobilisieren und andererseits gezielt Zuwanderung dem Bedarf entsprechend steuern sowie die ungesteuerte Zuwanderung bestmöglich für den Arbeitsmarkt verfügbar machen.“

Hier spiele die aktivierende Arbeitsmarktpolitik der MaßArbeit eine wesentliche Rolle. Handlungsleitend sei das Prinzip „Work first“, sagte Lübbersmann. Damit sei gemeint, dass eine möglichst frühzeitige Integration in Arbeit im Vordergrund stehe, bei Zuwanderern in Kombination mit individuellen, zeitlich flexiblen Angeboten der Deutschförderung.

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