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Zertifikat „Schule auf Kurs“ für die Hasetalschule

15.01.2018 MaßArbeit verleiht Auszeichnung für besonderes Engagement gegen Schulverweigerung

Quakenbrück. Schulmüdigkeit und Schwänzen wirksam zu bekämpfen, ist Teamarbeit und erfordert ein engagiertes Lehrerkollegium. Darüber verfügt die Hasetalschule in Quakenbrück ebenso, wie über ein ausgereiftes Handlungskonzept. Dafür wurde sie jetzt von der MaßArbeit mit dem Zertifikat „Schule auf Kurs“ ausgezeichnet. „Ein Expertenteam zum Thema Schulverweigerung, eine ausgeprägte Willkommenskultur, intensives soziales Lernen sowie ein strukturierter, transparenter Umgang mit betroffenen Kindern und Jugendlichen sind hier wesentliche Erfolgsfaktoren“, skizzierte MaßArbeit-Vorstand Sabine Ostendorf bei der Verleihung der Plakette an Schulleiterin Ute Mährlein.

Auszeichnung „Schule auf Kurs“ für die Hasetalschule in Quakenbrück (von links): Alexandra Meyer-Castagnaro und Marion Pohlmann von der MaßArbeit, die Pädagogen Bertram Düser und Tanja Grahn, Volker Trunt vom Landkreis Osnabrück, Schulleiterin Ute Mährlein, Schulsozialarbeiterin Sylvia Blaschczok und MaßArbeit-Vorstand Sabine Ostendorf.

 „Wir kennen jeden Schüler, kümmern uns intensiv und beziehen dabei auch ausdrücklich die Eltern mit in unsere Arbeit ein“, schilderte Schulsozialarbeiterin Sylvia Blaschczok. Die Förderschule arbeitet dabei bereits seit Jahren mit der MaßArbeit zusammen: Alexandra Meyer-Castagnaro vom Übergangsmanagement Schule-Beruf der MaßArbeit berät unter anderem alle zwei Wochen betroffene Jugendliche und ihre Eltern vor Ort. Schon das erste unentschuldigte Fehlen falle auf und führe zu einem Nachhaken im Elternhaus und zu einem Gespräch mit dem Schüler, so Sylvia Blaschczok. Hausbesuche sind für sie dabei eine Selbstverständlichkeit. Nach dem fünften Fehltag werde die Abwesenheit dann an die Kommune weitergemeldet, die auch ein Bußgeldverfahren in Gang setzen könne.

Doch zuvor greifen an der Hasetalschule viele präventive Schritte: „Denn neben häuslichen Problemen, wie etwa der Suchterkrankung eines Elternteils, ist oft auch eine gefühlte Perspektivlosigkeit des jungen Menschen dafür verantwortlich, das er nicht mehr zur Schule kommt“, erzählt Schulleiterin Mährlein. Umfassende und sehr praxisorientierte Berufsorientierung mit der „Probe des Ernstfalls“ wird deshalb an der Hasetalschule groß geschrieben: Betriebserkundungen, Praktika oder etwa die Simulation von Vorstellungsgesprächen gehören zum festen Programm.

Außerschulische Aktivitäten haben ebenfalls einen hohen Stellenwert: Regelmäßig Schulfahrten, Tagesexkursionen und eine engagierte Schülerfirma sorgen dafür, dass sich die Kinder und Jugendlichen auch deutlich über die Lerninhalte hinaus mit ihrer Schule identifizieren können. „Die Schülerinnen und Schüler wollen dazu gehören und miteinander aktiv zu sein, stärkt die Bindung untereinander und die Beziehung zu den Lehrkräften“, berichteten die Pädagogen Tanja Grahn und Bertram Düser aus ihrem Alltag. Sie gehen im Einzelfall oft auch sehr kreative Wege: So habe sich etwa ein sehr verschlossener Schuleschwänzer erst geöffnet, als er lernen durfte, wie man Hemden bügelt, so Düser.

Und genau hier liegt auch aus Sicht von Marion Pohlmann, Leiterin des Handlungsfeldes Schulverweigerung bei der MaßArbeit, die besondere Stärke der Hasetalschule: Zugewandtheit, Verbindlichkeit und unbedingte Konsequenz zeichne das pädagogische Handeln aus. „Davon profitieren auch die Rückkehrer, die nach ihrer Abwesenheit ganz individuell wieder in den Schulalltag integriert werden“, sagte Pohlmann. Ebenso arbeite die Schule jedoch auch ausgezeichnet mit dem außerschulischen Lernangebot „Deine Chance“ zusammen. „Denn natürlich benötigen auch einige Schüler ein komplett anderes Umfeld und vor allem praktische Aufgaben, um wieder an einen strukturieren Alltag herangeführt werden zu können.“

Auch Volker Trunt, Abteilungsleiter des Fachdienstes Schulen beim Schulträger Landkreis Osnabrück, gratulierte der Schulleiterin und ihrem pädagogischen Team: „Hier wird in jeder Hinsicht vorbildliche Arbeit geleistet, die vielen jungen Menschen wichtige Zukunftsperspektiven eröffnet“, so Trunt.

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