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Spartherm-Gründer führt mit Stiftungsgründung sein Lebenswerk in die Zukunft

16.02.2018 Stiftung FUEGO soll umweltfreundliche und effiziente Feuerungstechnik fördern / Spektakuläres Bauprojekt an der A 30

Melle. Gerhard Manfred Rokossa hat aus einem kleinen Schlossereibetrieb in den vergangenen 30 Jahren einen europaweit führenden Hersteller moderner Feuerungstechnik entwickelt. Jetzt will der Unternehmensgründer von Spartherm in Melle sein Lebenswerk in die Zukunft führen: Mit der Gründung der Stiftung FUEGO – Feuer im Osnabrücker Land. Im Spartherm-Schulungsgebäude stellte er dem niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies und Landrat Dr. Michael Lübbersmann seine Pläne vor und warb um Unterstützung.

Bei einem Betriebsrundgang erläuterte Spartherm-Chef und Stiftungsgründer (von links) Gerhard Manfred Rokossa Landrat Michael Lübbersmann, dem niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies und dem Meller Bürgermeister Reinhard Scholz den Aufbau seinen Unternehmens und die Stiftungsidee.

1986 als 2-Mann-Schlossereibetrieb gegründet, stellt Spartherm inzwischen mit über 1000 Mitarbeitern jedes Jahr rund 50.000 Kaminöfen und Brennzellen her. Der Jahresumsatz liegt bei über 60 Millionen Euro. Neben der Zentrale in Melle wird auch in Polen und den Niederlanden produziert. Die Kamine, Öfen und Brennzellen werden auch international nachgefragt und immer wieder ausgezeichnet. Welche komplexen Herausforderungen moderne Feuerungstechnik im Spannungsfeld zwischen Kundenerwartung, Umweltauflagen und energetischen Zielvorgaben erfüllen muss, schilderte Dr. Volker Schmatloch, Gesamtentwicklungsleiter bei Spartherm. „Die mittelständisch und handwerklich geprägte Feuerstätten-Branche muss hohen gesetzlichen Anforderungen etwa durch das Bundesimmissionsschutzgesetz, die EU-Bauprodukteverordnung oder die Ökodesignrichtlinie genügen.“ Auch der Kundenwunsch nach einer behaglichen, aber technisch ausgereiften Feuerstelle im Wohnraum bei gleichzeitig immer besserer Wärmedämmung stelle die Hersteller vor neue Aufgaben: „Das schöne, große Feuer darf nicht zu warm werden und den Raum überheizen.“

In der Vergangenheit hat Spartherm deshalb immer wieder durch Technik- und Produktinnovationen von sich reden gemacht, regelmäßig wurden und werden Patente und Schutzrechte angemeldet: „In diesem Bereich sind wir eines der aktivsten Unternehmen in Deutschland“, so Schmatloch.  Denn Unternehmensgründer Rokossa hat von Anfang an auf Innovation gesetzt und konsequent in die technologische Entwicklung investiert.

Mit der Stiftungsgründung will er noch einen Schritt weiter gehen: FUEGO steht für Forschung, Unterhaltung, Entwicklung, Gewerbliche Bildung im Osnabrücker Land. Stiftungszweck ist die Förderung umweltfreundlicher und effizienter individueller Energieerzeugung und –nutzung. „Der zukünftige Innovationsbedarf im Zusammenspiel mit hoher Anwendungsorientierung lässt sich nur durch eine zielgerichtete Ingenieursausbildung gewährleisten“, ist Rokossa überzeugt. Entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Branche sei außerdem die qualitativ hochwertige Nachwuchsförderung und –qualifizierung im Handwerk. . "Mit diesem Schritt möchte ich sicherstellen, dass die Arbeitsplätze am Standort Melle auch weiterhin erhalten bleiben und noch möglichst viele Generationen vom Know-how und der Gestaltungskraft rund um die Feuerungstechnik profitieren," so Manfred Rokossa weiter.

Realisiert werden sollen diese Aufgaben in einem Gebäude, das auf dem Spartherm-Gelände an der A 30 neu entstehen soll. Das spektakuläre Glasobjekt in Ellipsenform ist einer Flamme nachempfunden und soll auch optisch den Stiftungsgedanken in Szene setzen. Hier ist unter anderem ein Ausbildungs- und Schulungsbetrieb geplant, der über Stipendien sowohl Ingenieure als auch Handwerker in allen Belangen des Feuerstättenbetriebes qualifiziert. Auch ein An-Institut, also eine rechtlich selbständige Einrichtung mit Anbindung an eine Hochschule, ist aus Sicht Rokossas denkbar. „Doch ich brauche noch Unterstützung“, skizzierte der Spartherm-Chef.

Sowohl Umweltminister Lies, als auch Landrat Lübbersmann, zeigten sich von den Plänen begeistert. „Das ist ein Projekt mit ganz breiter Ausstrahlung“, unterstrich Lies. Er wolle gern dabei helfen, den Nukleus mit Leben zu füllen. Dazu werde er auch versuchen, den niedersächsischen Wissenschaftsminister Björn Thümler zu gewinnen, der den Kontakt zu den Hochschulen herstellen könne. Lübbersmann bot an, ein Gespräch mit möglichen Partnern zu organisieren: Er nannte unter anderem die Wirtschaftskammern, Unternehmensvertreter und die Hoch- und Berufsschulen. Der Meller Bürgermeister Reinhard Scholz konnte sich ebenso wie der Landrat auch gut eine Kooperation mit der in Melle ansässigen Berufsakademie Holztechnik vorstellen. „Wir werden alle Möglichkeiten ausloten“, versprachen die Politiker.

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