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Europaparlamentarier Jens Gieseke besucht UNESCO Geopark TERRA.vita

14.05.2018 Themenvielfalt von internationaler Kooperation bis Natura 2000

Osnabrück. Welche Aufgaben erfüllt der Naturpark TERRA.vita? Was macht den Park so besonders, dass er die Auszeichnung als UNESCO Global Geopark erhalten hat? Wie ist TERRA.vita in Europa vernetzt? Diese Fragen bewegten das Mitglied des Europäischen Parlaments, Jens Gieseke (CDU) anlässlich eines Besuches in der Geschäftsstelle von TERRA.vita im Kreishaus in Osnabrück.

Jens Gieseke und Hartmut Escher vor dem Banner des deutsch-holländischen Gemeinschaftsprojektes

Parkgeschäftsführer Hartmut Escher informierte über die Aufgabenvielfalt von TERRA.vita, die sich im Kern auf vier Felder verteilt. Da ist zuerst die Erhaltung des natürlichen Erbes zu nennen. Gleichrangig rangieren daneben die Schaffung von naturverträglicher Erholungsinfrastruktur, die Bildung für nachhaltige Entwicklung und Beiträge zur Regionalentwicklung.

Überrascht zeigte sich Gieseke davon, dass das europäische Förderprogramm LEADER den Grundstein für die Entwicklung des mittlerweile Globalen Netzwerks der heute 140 UNESCO Geoparks gelegt hat. Vier europäische Partner aus Deutschland (Vulkaneifel), Spanien, Frankreich und Griechenland schufen im  Jahr 2000 die neue Geoparkidee und Konzeption. Die europäischen Geoparks nutzen heute regelmäßig mit großem Erfolg die vielfältige europäische Förderkulisse. So baut auch der heimische Natur- und Geopark TERRA.vita auf das Förderprogramm INTERREG und entwickelt aktuell Ideen für ein gemeinsames Aktionsprogramm mit dem holländischen UNESCO Geopark De Hondsrug zwischen Emmen und Groningen. Kritisch wurde allerdings angemerkt, dass sich die Verkomplizierung der Förderverfahren und das Erfordernis der kompletten Vorfinanzierung Vereine wie TERRA.vita zunehmend vor Probleme stellt.

Im TERRA.vita Gebiet liegen viele europäische FFH Schutzgebiete. So war es nicht verwunderlich, dass auch dieses sehr aktuelle Thema zu Sprache kam. Beide Gesprächspartner waren sich einig, dass diese europäischen Premiumschutzgebiete notwendig sind, um dem Artensterben und dem Verlust an Lebensräumen in Europa Einhalt zu gebieten. Einigkeit bestand aber auch in der Sorge, dass über die deutsche Art und Weise der Unterschutzstellung viele, die eigentlich ökologisch und nachhaltig denken, dem Naturschutz als Freunde verloren gehen könnten. TERRA.vita nimmt hier eine aufklärende Rolle ein und hat schon vor einigen Jahren das reich bebilderte und im Buchhandel erhältliche Informationsset TERRA.natura herausgegeben. Zwei Gebietsmanager arbeiten seit gut einem Jahr bei TERRA.vita, um in Abstimmung mit Landnutzern Ideen für zusätzliche Förderprojekte in den FFH Gebieten im Osnabrücker Land zu erarbeiten.

Auch wurde die Frage diskutiert, ob die Möglichkeit besteht, die Arbeit der europäischen Geoparks und die von TERRA.vita den europäischen Abgeordneten vorzustellen. Jens Gieseke hob dazu abschließend hervor: „Ich bin überrascht mit welchem Ideenreichtum und mit welch beispielhaftem Engagement sich der Natur- und UNESCO Geopark TERRA.vita seinen vielfältigen Herausforderungen stellt. Viele dieser Herausforderungen sind von europäischer Relevanz. Es lohnt sich das in Brüssel der internationalen Öffentlichkeit zu präsentieren. Ich bin gerne bereit dieses Anliegen zu unterstützen.“

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