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Ausstellung im Kreishaus befasst sich mit Gastarbeiterschicksalen

17.05.2018 „Den betroffenen Frauen eine Stimme geben“

Osnabrück. Die Entscheidung, die ihr Leben geprägt hat, liegt rund fünf Jahrzehnte zurück: Damals kamen zwölf Frauen nach Deutschland. Sie folgten ihren Männern, die hier als sogenannte Gastarbeiter tätig waren, oder wurden hier selbst berufstätig. Die Lebensgeschichten dieser Frauen sind nun Gegenstand des Buch- und Ausstellungsprojekts „Nachgekommen – Frauen in der Gastarbeitergeschichte“, das das Netzwerk Jugendhaus Buer gemeinsam mit der Lindenschule Buer im Jahr 2015 startete und im November 2017 veröffentlichte. Derzeit ist die Ausstellung im Kreishaus Osnabrück zu sehen.

Derzeit ist die Ausstellung „Nachgekommen“ im Kreishaus Osnabrück zu sehen. Ursula Thöle-Ehlhardt, Vorsitzende des Netzwerks Jugendhaus Buer und der Integrationsbeauftragte Werner Hülsmann, werden hier am 8. Juni Doris Schröder-Kopf begrüßen können.

Am 8. Juni wird die Ausstellung von einem besonderen Gast besucht: Dann wird Doris Schröder-Köpf nach Osnabrück kommen. Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe ist nämlich Schirmherrin des Projekts. An diesem Termin wird sie sich zu einem Begegnungsnachmittag mit den portraitierten Frauen sowie den Schülerinnen, die an dem Projekt mitgearbeitet haben, treffen.

Die Initialzündung für Buch und Ausstellung liegt bereits sechs Jahre zurück. Im Netzwerk Jugendhaus Buer befassten sich junge Menschen mit der Geschichte von Gastarbeitern aus der Region.

Diese wurde unter der Leitung von Annegret Tepe in einer AG an der Lindenschule Buer mit Schülerinnen und Schülern aufgegriffen und mündete 2014 in die Veröffentlichung des ersten Buches und der Ausstellung „Angekommen“. Allerdings: „Die Männer waren Teil der Arbeitswelt. Ihre Frauen wurden hingegen kaum wahrgenommen. Mit dem neuen Projekt wollen wir den betroffenen Frauen eine Stimme geben“, sagt die Netzwerk-Vorsitzende Ursula Thöle-Ehlhardt.

Zwölf Frauen wurden im Projekt „Nachgekommen“ portraitiert – und dafür ausschließlich von Schülerinnen befragt. Zusätzlich wurden auch Frauen aus dem Ort und Töchter der Gastarbeiterfrauen interview sowie die damaligen Lebensbedingungen recherchiert.

Die Ergebnisse wurden in Buch und Ausstellung festgehalten, beides konzipiert von Mediengestalter Lukas Ehlhardt. Zu sehen ist die Ausstellung im Kreishaus noch bis zum 17. Juni. Beide Bücher zur Gastarbeitergeschichte – „Angekommen“ und „Nachgekommen“ – sind im erhältlich im Kreishaus Osnabrück (E-Mail: werner.huelsmann@Lkos.de) sowie beim Netzwerk Jugendhaus Buer (E-Mail: jugendwagon.buer@web.de).

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