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Melle Ost- und Bad Essen-Ost erhalten schnelles Internet

13.06.2018 Breitbandausbau schreitet weiter voran

Melle/Bad Essen. Kampfansage an die „weißen Flecken“: Bis zum Frühjahr 2019 werden 13.000 Haushalte im Landkreis Osnabrück schnelles Internet erhalten. Startschuss für die Arbeiten war jetzt auch im Bad Essener Ortsteil Barkhausen als Teil des Ausbauloses „Melle-Ost und Bad Essen-Ost“.

In Bad Essen-Barkhausen starten jetzt die Arbeiten für den Breitbandausbau. Über die Investition freuen sich (von links) Innogy-Kommunalbetreuer Johannes Geers, Andreas Pante, (Bauamtsleiter Bad Essen), Melles Bürgermeister Reinhard Scholz, Landrat Michael Lübbersmann, der Kreistagsabgeordnete Mirco Bredenförder sowie Stephan Simon (Landkreis Osnabrück).

Gerade die Nachfrage in Barkhausen ist groß. Der Bad Essener Ortsteil hängt am Netz von Melle-Buer und ist bisher nicht mit schnellem Internet versorgt. Zuletzt hatten sich die Bandbreiten zum Leidwesen der Anwohner weiter verringert. Das ehrgeizige Ziel: Schon im Oktober soll Barkhausen über eine zeitgemäße Infrastruktur verfügen.

„Natürlich hat der Landkreis Osnabrück als starker Wirtschaftsstandort beim Breitbandausbau die Versorgung der Unternehmen im Blick. Uns ist es aber genauso wichtig, dass auch die Bürgerinnen und Bürger profitieren, wie jetzt in Barkhausen“, betont Landrat Michael Lübbersmann.

In dem Ausbaulos werden rund 61 Kilometer Glasfasernetz verlegt. Durch die Investitionen werden gut 400 Unternehmen und Privathaushalte mit Glasfaserdirektanschlüssen sowie 1000 weitere Privatadressen über V-DSL versorgt. Von dem Ausbau profitieren in Bad Essen der Ortsteil Dahlinghausen, nördliches Hördinghausen, der Ortsteil Linne, Barkhausen sowie in Melle Meesdorf, das Gebewerbegebiet Buer-Nord, unterversorgte Wohnbereiche im Süden Buers, Markendorf, Wetter, Wehringdorf und Bulsten, der südwestliche Bereich Bruchmühlens, das Gewerbegebiet Bruchmühlen sowie Bennien und Groß-Aschen.

Die Investition begrüßten auch die Vertreter von Melle und Bad Essen. Schnelles Internet sei mittlerweile ein bedeutender Standortfaktor. Mit dem Ausbau setze der Landkreis daher ein wichtiges Zeichen, lautete der Tenor. An dem symbolischen ersten Spatenstich beteiligten sich Melles Bürgermeister Reinhard Scholz, der Kreistagsabgeordnete Mirco Bredenförder sowie Bad Essens Bauamtsleiter Andreas Pante.

Der Landkreis Osnabrück kooperiert bei den Ausbauarbeiten mit dem Unternehmen innogy SE: „Die Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Kommunen und Betrieb ist sehr eng. Das ist die Voraussetzung dafür, dass der Ausbau in dieser kurzen Zeitspanne möglich ist. Wir sind froh, dass wir mit unserer Fachkompetenz einen Beitrag dazu leisten können“, betont Innogy-Kommunalbetreuer Johannes Geers.

Die Kosten für den Ausbau Melle-Ost und Bad Essen-Ost werden rund 4,2 Millionen Euro betragen. Sie sind Teil des Digitalisierungskonzepts des Landkreises Osnabrück. Bis zum Frühjahr 2019 werden 13.000 Haushalte schnelles Internet erhalten. Die landkreiseigene Infrastrukturgesellschaft TELKOS hat dabei die Außenbereiche der Städte und Gemeinden im Blick. Ziel ist es, die unterversorgten Regionen zu erschließen. Die neue Technik ermöglicht Download-Geschwindigkeiten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde.

In der ersten Stufe werden im gesamten Landkreis Osnabrück 39 Millionen Euro für den Breitbandausbau investiert. Der Anteil des Bundes liegt bei 15 Millionen, der des Landes Niedersachsen bei 5 Millionen Euro. Die weiteren 19 Millionen Euro bringen der Landkreis und seine 34 kreisangehörigen Städten und Gemeinden auf. Das Unternehmen innogy SE baut für das Breitbandnetz die Daten- und Informationstechnik und übernimmt nach Fertigstellung auch den Betrieb des Netzes.

Die TELKOS hat zudem einen zweiten Förderbescheid des Bundes über erneut 15 Millionen Euro erhalten. Durch den Eigenanteil beträgt das Investitionsvolumen in der zweiten Ausbaustufe 31,5 Millionen Euro. Die Bauarbeiten sollen nahtlos nach dem Abschluss der ersten Ausbaustufe fortgesetzt und bis Mitte des Jahres 2020 umgesetzt sein.

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