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Landrat verleiht Bundesverdienstkreuz an Charlotte Hengelbrock

09.07.2018 Nicht nur ein Vorbild für die Malteser

Osnabrück/Hunteburg. Im Rahmen eines Festakts im Osnabrücker Priesterseminar am 3. Juli wurde der ehemaligen Dienstellenleiterin des Malteser Hilfsdienstes Bohmte-Hunteburg, Charlotte Hengelbrock, das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland für ihr soziales Engagement verliehen.

Landrat Lübbersmann zeichnet Charlotte Hengelbrock mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande aus. (FOTO: Malteser)

Der gastgebende Bürgermeister aus Bohmte, Klaus Goedejohann, begrüßte über 50 geladene Gäste, darunter die Familie und Freunde der Geehrten, Malteser der Orts- und Diözesanebene, Mitorganisatoren der Lourdes-Wallfahrt sowie weitere Ehrengäste aus Kirche und Politik.

„Dass Sie das Priesterseminar als Veranstaltungsort gewählt haben, zeigt ihre persönliche und die Verbundenheit der Malteser zur Kirche. Das Malteser-Motto ‚…weil Nähe zählt‘ setzen Sie besonders in der Alten- und Behindertenhilfe vorbildlich um“, bedankte sich Goedejohann im Namen der Gemeinde.

"Sie machen mit ihrer Hilfe den Alltag der Bedürftigen liebens- und lebenswerter..."

Als Beispiele nannte er die 1980 von Charlotte Hengelbrock initiierten jährlichen Lourdes-Pilgerfahrten in Zusammenarbeit mit dem Lourdes-Pilgerverein-Pfalz sowie den 2014 aufgebauten „Mobilen Einkaufswagen“, einen kostenlosen ehrenamtlichen Einkaufsfahrdienst für nicht mehr mobile Senioren. Das Hunteburger Pilotprojekt gegen die Vereinsamung im Alter habe mittlerweile in ganz Deutschland Nachahmer gefunden, darunter über 20 Touren im Bistum Osnabrück.

Die Ordensauszeichnung übernahm Landrat Dr. Michael Lübbersmann. Er erläuterte das Bundesverdienstkreuz am Bande als einzige und höchste allgemeine Auszeichnung für verdiente Bürgerinnen und Bürger, die in ihrem oft stillen Dienst Vorbildliches in der Gesellschaft leisten. In seiner Laudatio sagte er: „Sie machen mit ihrer Hilfe den Alltag der Bedürftigen liebens- und lebenswerter und dies mit Freude und Leidenschaft! Das Ehrenamt ist der Schmierstoff der Gesellschaft. Das ist mit keinem Geld der Welt bezahlbar.“

Hengelbrock trat der katholischen Hilfsorganisation 1965 bei, wurde vier Jahre später Erste-Hilfe-Ausbilderin und gründete 1975 zusammen mit ihrem Mann Hans-Peter die Ortsgliederung Hunteburg. 1978 stieg sie auch beruflich bei den Maltesern ein und wurde 2015 als Dienststellenleiterin in den Ruhestand verabschiedet. Sie blieb jedoch bis heute nebenberuflich und ehrenamtlich in zahlreichen Funktionen aktiv, neben den genannten Diensten auch in der Nigeriahilfe des Diözesanverbandes und bei lokalen und überregionalen Kocheinsätzen.

"Das Land Niedersachsen und der ganze Landkreis sind stolz auf Sie!"

Daneben würdigte Lübbersmann auch ihr Engagement im Pfarrgemeinderat der Kirchengemeinde Heilige Dreifaltigkeit Hunteburg. „Mein Respekt vor dieser herausragenden Leistung. Sie sind empathisch, kontaktfreudig und anpackend. Wir ehren also die Richtige. Das Land Niedersachsen und der ganze Landkreis sind stolz auf Sie!“

Nach der Ordensverleihung gratulierte Ortsbürgermeister Norbert Kroboth im Namen der politischen Gemeinde Hunteburg. Er betonte auch die stets gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr. Steffen Bach von der Kirchengemeinde bilanzierte launig: „Wenn man in Hunteburg 3000 Tassen Kaffee oder 500 Erbsensuppen benötigt, fragt man nicht, wer kann das machen, sondern wer ruft bei Charlotte an?“

Dr. Johann Rotger van Lengerich, Diözesanleiter der Malteser, lobte die Vorbildfunktion der Ausgezeichneten für den ganzen Verband und ihr Bemühen, die Verantwortung an die nächste Generation weiterzugeben.

In Ihrer Dankesrede wandte sich Charlotte Hengelbrock zunächst an ihre Familie und Helferschaft, ohne die das vielfältige Engagement nicht möglich sei. Besonders mit dem Ortsbeauftragten Hermann Otte bildet sie in den ehrenamtlichen Diensten ein kongeniales Duo. „Dieser Preis steht auch dir zu, Hermann“, so Hengelbrock. 

"Was gibt es schöneres, als mit kleinen Geschenken arme Kinder in Afrika zu erfreuen", blickte sie dann auf ihre drei Reisen nach Nigeria zurück. Dort haben die Malteser der Diözese Osnabrück ein Landkrankenhaus aufgebaut und mit Spenden- und Stiftungsmitteln ein Heim für 300 gehörlose und geistig behinderte Kinder renovieren und reaktivieren können. 

Sie lobte auch die Teamarbeit im Haupt- und Ehrenamt, von der Gründungszeit über die traditionellen Dienste bis hin zum Aufbau neuer Angebote auf Grund des demografischen Wandels, wie dem Café Malta, einer offenen Betreuungsgruppe für Menschen mit körperlichen Einschränkungen und leichten demenziellen Veränderungen. „Ich bin stolz darauf, in der Malteser-Familie zu sein!“ Der Festakt endete mit einem gemütlichen Beisammensein im Garten des Priesterseminars.

(Bericht: Ulrich Brakweh, Diözesanpressereferent)

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