Mehr lesen

Bitte wählen Sie

Tastenkombination:
STRG und +/-

Pilotphase „Hausarzt mit Telemedizin“ ist beendet: Projekt soll auf Niedersachsen ausgeweitet werden

02.10.2018 An der Pilotphase hatten sich fünf Praxen beteiligt, auch der Melleraner Mediziner Thomas Herzig.

Osnabrück. Engpässe in der ärztlichen Versorgung: Diese Befürchtung äußern Experten insbesondere für ländliche Regionen. Der Landkreis Osnabrück hat daher Konzepte entwickelt, um Allgemeinmediziner in ihrer Arbeit zu unterstützen. Ein Baustein ist das Projekt „Hausarzt mit Telemedizin (HaT)“, dessen Pilotphase jetzt abgelaufen ist. Landrat Michael Lübbersmann und Staatssekretär Stefan Muhle sind sich einig, dass das Projekt fortgeführt und ausgeweitet werden sollte. Eine Voraussetzung ist jetzt durch die Zusagen der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen und der AOK erfüllt.

Die Pilotphase „Hausarzt mit Telemedizin“ ist abgeschlossen. Ein positives Fazit zogen (von links) Staatssekretär Stefan Muhle, Gerhard Bojara (Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück), Mediziner Thomas Herzig und seine Mitarbeiterin Nicole Polentz sowie Mark Barjenbruch (Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen).

„Unser Ziel ist es, den ländlichen Raum zu stärken. Ein zentrales Thema ist dabei, die ärztliche Versorgung sicherzustellen. Das Projekt ‚Hausarzt mit Telemedizin‘ fördert die digitale Zusammenarbeit im hausärztlichen Bereich und entlastet die Mediziner“, betonte Lübbersmann. Im August 2017 war das Projekt mit der Schulung von medizinischen Fachangestellten gestartet worden. Ein positives Fazit zog auch der Niedersächsische Staatssekretär Stefan Muhle: „Der Landkreis Osnabrück ist mit dem jetzt erprobten telemedizinischen Ansatz ein digitaler Vorreiter in Niedersachsen. Es lohnt sich, die Erfahrungen für das ganze Land nutzbar zu machen. Die Kassenärztliche Vereinigung und die AOK haben mit ihren weitreichenden Zusagen dem im Landkreis Osnabrück entwickelten Ansatz jetzt die Chance zum Durchbruch gegeben. Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung wird diese Entwicklung nach Kräften unterstützen“, sagte Muhle.

Die medizinischen Fachangestellten können bei Hausbesuchen per telemedizinischem Equipment Daten zu Befunden der Patienten in die Praxis senden Bei Bedarf kann zudem über eine gesicherte Videokonferenz mit der Ärztin oder dem Arzt Kontakt aufgenommen werden. Der Hintergedanke: Die Allgemeinmediziner können so die Zahl der Hausbesuche reduzieren. Das bedeutet gerade in dünn besiedelten Regionen aufgrund der langen Strecken eine deutliche zeitliche Entlastung, ohne dass die medizinische Versorgung, gerade für chronisch Erkrankte, hochbetagte oder immobile Patienten, leidet

An der Pilotphase hatten sich fünf Praxen beteiligt, darunter der Melleraner Mediziner Thomas Herzig. Dort fand nun zum Abschluss des Projekts ein Treffen statt, an dem neben Stefan Muhle auch Mark Barjenbruch (Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen) und Gerhard Bojara (Leiter Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück) teilnahmen. Einig waren sie sich, dass die Patienten sich wertgeschätzt fühlen und zugleich die Arztpraxen entlastet werden. Barjenbruch: „Die Rückmeldungen der teilnehmenden Arztpraxen war positiv. Die Digitalisierung wird eine wesentliche Rolle spielen, um Versorgungsengpässen entgegenzuwirken.“

Sie haben eine Frage zu diesem Beitrag? Wir beantworten sie gerne: frag.landkreis-osnabrueck.de

Abonnieren Sie uns - das Wichtigste aus dem Landkreis Osnabrück als monatliche Zusammenfassung

Dateien: 

Beitrag teilen

Sie können Inhalte unserer Webseite in folgenden Sozialen Netzwerken teilen:

Beitrag auf Facebook teilen:

Beitrag twittern:

Da dabei Daten an den jeweiligen Social Media Dienst übermittelt werden, müssen Sie die Nutzung dieser Funktion zunächste bestätigen, indem Sie die Dienste aktivieren:

Datenschutzrichtlinien

Füllen Sie folgendes Formular aus, um diesen Beitrag per E-Mail zu versenden:

Sie können mehrere Empfänger mit Komma getrennt eingeben.