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Landtechniknetzwerk „AgritechNet Nordwest“ informierte zu künstlicher Intelligenz

16.10.2018 Das Landtechniknetzwerk hat das Ziel, Unternehmen der Branche zu vernetzen und zu informieren.

Belm. Mit dem Schlagwort „Künstliche Intelligenz“ sind auf der einen Seite hohe Erwartungen verbunden: Sie soll Innovationen hervorbringen und beschleunigen. Auf der anderen Seite werden aber auch Ängste formuliert. Nicht zuletzt gibt es die Sorge, dass der Mensch die Kontrolle an Maschinen abgibt. Auf Einladung des von der Metropolregion Nordwest geförderten AgritechNet Nordwest kamen jetzt rund 40 Unternehmer und Wissenschaftler in den Räumen der AVO-Werke in Belm zusammen, um sich rund um das Thema „Künstliche Intelligenz im Einsatz“ zu informieren.

Joachim Hertzberg, Professor für Informatik an der Universität Osnabrück und Leiter der Außenstelle des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz in Osnabrück, gab im Rahmen seines Vortrags einen Einblick in aktuelle Entwicklungen im Bereich KI.

„Die Landtechnik ist in der Region zu Hause. Mit dem AgritechNet Nordwest wollen wir diese weiter stärken“, sagte Landrat Michael Lübbersmann. Das neu gegründete Landtechniknetzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, die Unternehmen der Branche stärker zu vernetzen und zu informieren. So zum Beispiel zum Thema Künstliche Intelligenz, kurz KI, die auch in der Landtechnik, zum Beispiel im Bereich des Smart Farming oder Precision Farming, zum Einsatz kommt.

Um zu erfahren, wie KI in anderen Branchen bereits heute eingesetzt wird, suchen die  Unternehmen der Landtechnikbranche den Austausch mit anderen Wirtschaftsbereichen. Der Austausch bei den AVO-Werken als einem der führenden Gewürzspezialisten in Europa gab dabei einen Einblick in die Lebensmittelindustrie.

AVO-Geschäftsführer Guido Maßmann erläuterte, in welchen Bereichen sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren sowie in der Zukunft modernisiert. Während eines Betriebsrundgangs wurde etwa erläutert, wie im Mischwerk und in der eigenen Logistik künstliche Intelligenz Prozesse steuert. Die Besuchergruppe sah zum Beispiel Flurförderfahrzeuge, die wie von Geisterhand gesteuert selbständig Materialien transportierten. Die Leiter der Produktion und der Logistik, Goran Milosevic und Uwe Heider, erläuterten dabei, wie der Materialfluss, laufende Aufträge und die Logistik automatisiert gesteuert werden.

Im Anschluss an den Rundgang stellte Volker Viereck, Leiter der Software-Entwicklung der Hamburger KION Group, dar, wie intelligente, autonome und mobile Roboter die Logistik verändern und vor welche technischen Herausforderungen Entwickler dabei gestellt werden. So nehmen zum Beispiel Roboter und Flurförderfahrzeuge ihre Umwelt mit Hilfe von 3D-Scannern wahr, erkennen Lagerplätze und wissen wohin sie ihre Ware transportieren müssen. Viereck betonte, dass aber weiterhin der Mensch im Zentrum der Betrachtung stehen müsse. Anschaulich erläuterte er, wie die Roboter auch auf spontane Änderungen ihrer Umgebung reagieren, wenn beispielsweise Gegenstände im Weg stehen oder Menschen den Weg kreuzen. Die Zukunft gehöre dabei Robotern, denen man nicht vorab die Umwelt und die Fahrwege genauestens definieren müsse, sondern die sich ihre Umwelt  zunehmend selbst erschlössen und eigenständig entschieden, wie ein Arbeitsauftrag möglichst effizient und sicher erledigt werden könne.

Joachim Hertzberg, Professor für Informatik an der Universität Osnabrück und Leiter der Außenstelle des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz in Osnabrück, rundete den Vortragsteil der Veranstaltung mit  einem Vortrag zu den Einsatzmöglichkeiten von KI in der Landwirtschaft ab. Während die Digitalisierung auf Wissen beruhe und große Datenmengen produziere, benötige künstliche Intelligenz möglichst viele Daten und produziere gleichzeitig Wissen. Als Beispiel hierfür nannte Hertzberg Drohnen, die schon heute frühzeitig Kartoffelfäule an Pflanzen erkennen könnten. Derzeitige Forschungen beschäftigen sich laut dem Universitäts-Professor etwa mit der Erstellung von 3D-Karten von Ackerflächen. Diese mit Hilfe von Multispektralkameras erstellten Karten machten Bereiche sichtbar, die mit dem menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden könnten. So sei es künftig möglich, Veränderungen an Pflanzen festzustellen, die mit dem bloßen Auge heute nicht erkennbar seien.

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