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Auftakt von eMedCare: Projekt der Gesundheitsregionen Emsland und Osnabrück gestartet

25.10.2018 Neugestaltung der Schnittstelle zwischen pflegerischer und ärztlicher Versorgung

Ostercappeln. Im Hinblick auf die gesundheitliche Versorgung älterer Menschen soll die Schnittstelle zwischen pflegerischer und ärztlicher Versorgung neu gestaltet werden. Um hier innovative Impulse zu setzen, startete das Projekt „eMedCare Emsland-Osnabrück – digitale Brücke zwischen Hausarzt und Pflege“ in Kooperation der Landkreise Emsland und Osnabrück mit dem Living Lab Wohnen und Pflege aus Osnabrück.

„Der demografische Wandel führt dazu, dass Menschen immer älter werden, was zu steigenden Fallzahlen altersabhängiger Erkrankungen und einem weiteren Bedarf an medizinischer und pflegerischer Versorgung führt. Insbesondere in der Versorgung der älteren Patienten ist das Zusammenspiel von Hausarzt und Pflege von hoher Bedeutung. Hier setzt das Projekt an“, sagt Landrat Michael Lübbersmann (Landkreis Osnabrück), der gemeinsam mit Sozialdezernentin Sigrid Kraujuttis (Landkreis Emsland) bei einer offiziellen Auftaktveranstaltung den Startschuss für das Projekt gab.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Projekt eMedCare Emsland-Osnabrück die digitale Zusammenarbeit in den Bereichen Hausarzt und Pflege nachhaltig über Landkreisgrenzen hinweg voranbringen können“, betont auch Kraujuttis. „Letztendlich gilt es die Herausforderungen der Zukunft - steigende Patientenzahlen stehen weniger Fachkräften gegenüber – anzugehen und dafür zu sorgen, dass die medizinische und pflegerische Versorgung auf hohem Niveau aufrechterhalten werden kann“, sagt die Sozialdezernentin.

Die Kommunikationswege zwischen Hausarzt und Pflege sollen dafür mittels digitaler Technik erleichtert werden. Konkret soll im Projektzeitraum von Juni 2018 bis Dezember 2019 unter Beteiligung von Hausärzten, Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten eine digitale Plattform entwickelt und etabliert werden, die dies leistet. Bislang haben vorbereitende Arbeiten wie Installation der Technik und Schulung von Ärzten und Pflegepersonal bereits stattgefunden.

Auf der Plattform kommunizieren künftig der versorgende Arzt und Pflegedienst über den Versorgungsverlauf des Patienten, um so Anpassungen vornehmen, Verordnungen verlängern oder verändern zu können. Diese verlässliche Sammlung von patientenbezogenen Daten soll die in der Regel alle zwei bis vier Wochen stattfindenden Hausbesuche vorbereiten und in Krisensituationen eine schnelle Abstimmung und Entscheidung ermöglichen. „Versorgungsicherheit und -kontinuität sind so gewährleistet“, erläutert Martin Schnellhammer, Leiter des Living Lab und Koordinator des Projekts. Kooperationspartner im Landkreis Emsland sind die Meppener Hausarztpraxen Dr. Jan Sievert/Dr. Florian Wiegelmann und Dr. Stefan Eilermann sowie der DRK-Wohnpark Meppen-Esterfeld. Im Landkreis Osnabrück sind dies der Ambulante Pflegedienst der Sozialstation Belm, das Pflegeheim St. Michael (Ostercappeln) sowie die Hausarztpraxen Dr. Martin Tümmers (Belm) und Dr. Heidi Drüge (Bad Essen).

Die Entwicklung des Angebots ist mit Gesamtkosten von rund 91.200 Euro verbunden. Das Projekt wird in Höhe von 80.000 Euro durch das Land Niedersachsen gefördert. Die Landkreise Emsland und Osnabrück bringen die verbleibenden rund 11.200 Euro auf.

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