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Gesundheitsregion von Landkreis und Stadt Osnabrück gewinnt Niedersächsischen Gesundheitspreis

28.11.2018 Innovative Lösung: „Hausarzt mit Telemedizin“

Osnabrück. Engpässe in der hausärztlichen Versorgung: Diese Befürchtung äußern Experten insbesondere für ländliche Regionen. In den kommenden fünf bis zehn Jahren werden 25 Prozent der Ärzte in den Ruhestand gehen. Die Gesundheitsregion von Landkreis und Stadt Osnabrück hat daher Konzepte entwickelt, um Allgemeinmediziner in ihrer Arbeit zu unterstützen. Ein Baustein ist das Projekt „Hausarzt mit Telemedizin (HaT)“. Dies hat auch die Jury des Niedersächsischen Gesundheitspreises 2018 überzeugt: „HaT“ wurde jetzt in der Preiskategorie „eHealth – Innovative Lösungen zur Verbesserung und Gesundheitskompetenz“ ausgezeichnet. Landrat Michael Lübbersmann nahm den Preis in Hannover von Carola Reimann, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, entgegen.

Landrat Michael Lübbersmann (vordere Reihe, Mitte), nahm in Hannover den Niedersächsischen Gesundheitspreis entgegen.

Es war der achte Durchgang des Niedersächsischen Gesundheitspreises. Diesmal gingen 34 Bewerbungen ein – darunter „HaT“: Im August 2017 war das Projekt mit der Schulung von medizinischen Fachangestellten gestartet worden. Den Hintergrund erläuterte Lübbersmann: „Unser Ziel ist es, den ländlichen Raum zu stärken. Ein zentrales Thema ist dabei, die ärztliche Versorgung sicherzustellen. Das Projekt ‚Hausarzt mit Telemedizin‘ fördert die digitale Zusammenarbeit im hausärztlichen Bereich und entlastet die Mediziner.“

An der Pilotphase hatten sich fünf Praxen beteiligt. Die Technologie ermöglicht es, dass die medizinischen Fachangestellten bei Hausbesuchen per telemedizinischem Equipment Daten zu Befunden der Patienten in die Praxis senden Bei Bedarf kann zudem über eine gesicherte Videokonferenz mit der Ärztin oder dem Arzt Kontakt aufgenommen werden. Das bedeutet somit, dass die Zahl der Hausbesuche bei Bedarf sogar gesteigert werden kann, die Allgemeinmediziner aber dennoch entlastet werden. Dies gilt insbesondere für dünn besiedelte Regionen, die lange Fahrtstrecken notwendig machen. „HaT“ trägt somit dazu bei, dass die medizinische Versorgung, gerade für chronisch Erkrankte, hochbetagte oder immobile Patienten, aufrechterhalten wird.

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