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Digitalisierung der Bildung als Schwerpunkt der Landkreisstrategie

21.01.2019 Bildung als ganzheitliche Gestaltung und Entwicklungsaufgabe

Osnabrück. Die Digitalisierung der Bildung ist in den kommenden Jahren ein strategischer Schwerpunkt des Landkreises Osnabrück. Mit dem Ausbau von Infrastruktur sowie Ausstattung und insbesondere mit der Betreuung und Modifikation von Lern- und Bildungsangeboten, wird der Landkreis deutliche Akzente setzen. Intensiv diskutiert wurde dies im Rahmen des jüngsten Strategieworkshops mit den Abgeordneten des Kreistages sowie den Führungskräften der Kreisverwaltung.

Als Gastreferent und Impulsgeber konnte mit Professor Wassilios Fthenakis einer der renommiertesten Wissenschaftler im Bereich Bildung und Digitalisierung gewonnen werden. Im Mittelpunkt seines Vortrages stand die Veränderung der Bildungssysteme. Fthenakis machte deutlich, dass Bildung nicht mehr bloße Wissensvermittlung ist, sondern sich vielmehr auf die Stärkung und Entwicklung von Kompetenzen fokussieren muss. Hierbei komme der Digitalisierung eine enorme Bedeutung zu, da sich neben den Inhalten auch die Art der Bildungsvermittlung verändere. „Bildungssysteme benötigen eine alles umfassende Transformation“, sagte der Referent.

Landrat Michael Lübbersmann nahm diese Thesen auf. „Wir haben die Rolle des Landkreises im Bildungsbereich schon vor Jahren neu definiert und verstehen Bildung als ganzheitliche Gestaltung und Entwicklungsaufgabe. Hierbei machen wir nicht halt an Grenzen der Schulträgerschaft oder Aufgaben als öffentlicher Träger der Kinder- und Jugendhilfe, sondern versuchen, mit allen Akteuren auf kommunaler, Landes- und Bundesebene sowie den Pädagoginnen und Pädagogen vor Ort ins Gespräch zu kommen“, sagte der Landrat.

In der anschließenden Diskussion wurden die sich daraus ergebenden Notwendigkeiten sowohl im strategischen als auch im finanzwirtschaftlichen Bereich herausgearbeitet. Hierbei wurde deutlich, dass insbesondere die Vernetzung der Akteure das wesentliche Erfolgskriterium ist. Derzeit werden alle Schulen im Landkreis Osnabrück mit Glasfaseranschlüssen versehen. Auf Basis eines Medienkonzeptes gibt es darüber hinaus Planungen für die Verkabelung aller kreiseigenen Schulen, die die Arbeit mit digitalen Unterrichtsmaterialien ermöglicht. Die Schulen erhalten zudem die Möglichkeit, mobile Endgeräte mit  Beamern zu verbinden und Bildschirminhalte zu teilen. Die Arbeiten werden bis Sommer 2020 abgeschlossen sein. Für die IT-Verkabelung der kreiseigenen Schulen investiert der Landkreis rund 1,5 Millionen Euro zusätzlich. Das Ausstattungskonzept erfolgt in enger Abstimmung mit den Kommunen. Darüber hinaus will der Landkreis auch mobile Endgeräte zur Verfügung stellen, um den Einstieg der Schulen in den digitalen Unterricht zu beschleunigen. „Wenn die Transformation der Bildung gelingen soll, brauchen wir Bildungseinrichtungen, die selbst lernende Organisationen sind“, führte Lübbersmann abschließend aus.

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