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Landkreis Osnabrück legt Treibhausgasbilanz vor

29.01.2019 "Erfolgsstory“ im Bereich der erneuerbare Energien

Osnabrück. Positive Entwicklung im Osnabrücker Land: Seit 2010 hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien im Stromsektor von 30 auf 80 Prozent erhöht. Dieses Ergebnis ist Teil der Treibhausgasbilanz, die der Landkreis Osnabrück jetzt vorgelegt hat. Allerdings: Im Wärme- und Mobilitätssektor sind die Fortschritte bei der Erreichung der langfristigen Klimaschutzziele bundesweit, aber auch in unserer Region noch nicht ausreichend.

Die Bausteine für erfolgreichen Klimaschutz präsentieren (von links): Cord Hoppenbrock, Kreisrat Winfried Wilkens, Michael Fedler, Landrat Michael Lübbersmann und Andreas Witte

„Erneuerbare Energien sind eine Erfolgstory aus Deutschland und noch stärker auch im Landkreis Osnabrück“, sagte Michael Lübbersmann bei der Präsentation. Bei der Vorstellung der Daten würdigte Lübbersmann den Beitrag, den unterschiedliche Technologien und damit auch zahlreiche Akteure in den vergangenen zehn Jahren geleistet hatten. Der Landrat verwies auf die „Pioniere im Bereich der Windenergie“, die bereits ab 2002 erste Projekte umgesetzt hätten. Später habe es einen großen Aufschwung bei Biogas-Anlagen gegeben, die bis heute auch die Landwirtschaft im Landkreis mit prägten. Für viele Bürgerinnen und Bürger habe es dann ab 2008 die Möglichkeit gegeben, durch eine eigene Photovoltaikanlage die Energiewende selbst mitzugestalten. Heute gebe es mehr als 10.000 Anlagen im Landkreis, wobei die meisten in der Hand von Privatpersonen lägen.

Der Landrat berichtete, dass im Landkreis seit 2010 rund 200 Millionen Euro in Windenergieprojekte investiert worden seien. Ziel sei es, dass bis 2030 100 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien produziert würden. „Dieses Ziel werden wir erreichen – vielleicht sogar schneller als geplant“, sagte Lübbersmann und unterstrich, dass Klimaschutz und Energiepolitik auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor seien.

Größeren Handlungsbedarf gibt es hingegen im Wärme- und Mobilitätssektor, berichtete Kreisrat Winfried Wilkens. Die bisherigen Instrumente seien zwar nicht wirkungslos geblieben, es gebe aber „gegenläufige Trends“, wie die Zunahme an Elektronik in den Haushalten oder mehr zurückgelegte Kilometer in Autos. Quantitativ bedeutsam sei insbesondere der Anstieg der pro Kopf-Wohnfläche, der die positiven Effekte der Sanierung und des effizienten Neubaus wieder aufwiege. „Und die international und national gesetzten Rahmenbedingungen können wir als regionaler Akteur nicht aushebeln. Aber wir wollen und können schneller sein als der Bundestrend“, sagte Wilkens.

„Ich glaube wir werden die Herausforderungen nicht durch Verbote, sondern durch Innovationen, neue Produkte und inhaltliche Neujustierung erreichen. Lösungen und neue Technologien stehen zum Teil schon bereit und ermöglichen große Chancen für die Bürger und Unternehmen“, betonte Lübbersmann, der Stichworte wie Smart-Homes, 5-G, Power-To-Gas, Wasserstofftechnologie, smart-grids oder autonomes Fahren nannte.

Ein naheliegendes Ziel sei, dass sich die Anzahl der E-Autos im Landkreis innerhalb kurzer Zeit von 340 auf 1000 verdreifache. Mobilität sei gerade im ländlichen Raum notwendig, langfristig seien Elektroautos aber günstiger als herkömmliche Motoren. „Wenn die Fahrzeuge dann noch autonom fahren und mehrfach genutzt werden, dann können wir in Zukunft also mehr Mobilität ohne Umweltprobleme realisieren“, resümierte der Landrat.

Lübbersmann stellte aber nicht nur die Treibhausgasbilanz vor, sondern benannte auch die künftigen Schwerpunkte in der Klimaschutzpolitik des Landkreises. Dazu gehören der Ausbau der Elektromobilität, Energiekonzepte bei der Planung von Neubaugebieten oder die Zusammenarbeit mit Agrartechnikunternehmen, etwa bei der Einführung von klimaschonenden Technologien. Lübbersmann kündigte zudem an, dass der Landkreis als Bioökonomieregion die Nutzung von Abfall und Reststoffe weiter ausbauen werde.

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