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Kooperation der UNESCO Geoparks TERRA.vita und De Hondsrug

31.01.2019 Landkreis Osnabrück übernimmt Koordinierung

Osnabrück. Das größte Projekt in der Geschichte des Natur- und Geoparks TERRA.vita kann mit Unterstützung der EUREGIO realisiert werden: Zu Jahresbeginn erhielt der Landkreis Osnabrück einen Bewilligungsbescheid in Höhe von rund 1,14 Millionen Euro. Die Mittel dienen der Profilierung der UNESCO Geoparks TERRA.vita und De Hondsrug (Niederlande). Die Fördergelder machen knapp 70 Prozent des Gesamtprojektvolumens in Höhe von rund 1,65 Millionen Euro aus. Den Restbetrag steuern die Projektbeteiligten bei.

Der passende Standort, um die Kooperation der UNESCO Geoparks TERRA.vita und De Hondsrug zu präsentieren (von links): TERRA.vita-Geschäftsführer Hans-Hartmut Escher, Landrat Michael Lübbersmann und De Hondsrug-Geschäftsführerin Cathrien Posthumus trafen sich am Hünenweg, der Osnabrück und Groningen verbindet und an dessen Strecke auch das Großsteingrab Wiemelsberg in Bramsche-Ueffeln liegt.

Die UNESCO hat neben Geoparks, Welterbestätten und Biosphärenreservaten weltweit lediglich drei sogenannte Stätten klassifiziert. „Weiche Standortfaktoren spielen in Zeiten von Vollbeschäftigung eine immer größere Rolle im Wettbewerb um Arbeitskräfte. Vor diesem Hintergrund erhält die Auszeichnung der Region im Jahr 2015 als UNESCO Stätte noch einmal zusätzlich an Bedeutung“, sagt Michel Lübbersmann als Vorsitzender des Natur- und Geoparks TERRA.vita.

Zwischen den beiden Geoparks liegen ausgehend vom äußersten Norden von TERRA.vita und dem südlichsten Punkt des Geoparks De Hondsrug nur rund 50 Kilometer. Insofern sei eine Zusammenarbeit naheliegend, sagt Cathrien Posthumus. Die Geschäftsführerin des UNESCO Geoparks De Hondsrug benennt die zentralen  Ziele des Vorhabens: „In beiden Geoparks streben wir die Verbesserung der Wahrnehmbarkeit und Inwertsetzung des UNESCO Labels an, ebenso die Erhöhung der Besucherzahlen beiderseits der Grenze. Darüber hinaus wollen wir Beiträge zur Völkerverständigung und Umweltbildung liefern.“

Das Projekt hat eine Laufzeit bis 2022, wobei der Landkreis Osnabrück als Leadpartner in einem Kernkonsortium aus beiden UNESCO Geoparks fungiert. Darüber hinaus sind auf holländischer Seite die Tourismusorganisation Recreatieschap Drenthe, das Museum Hunebedcenter in Borger und die Stiftung Behoud Groene Hortus sowie auf deutscher Seite das Museum am Schölerberg in Osnabrück, der Zweckverband Erholungsgebiet Hasetal und der Internationale Naturpark Moor im Emsland als Partner beteiligt.

Im Rahmen des Projekts sollen zehn Vorhaben umgesetzt werden: Als lineares und verbindendes Ankerprojekt wird der Hünenweg die beiden Geoparks als qualitativ hochwertiger Wanderweg mit dem Startpunkt am Rathaus Osnabrück und einem Verlauf über Meppen und Emmen bis zum Rathaus Groningen ausgewiesen. Um eine bessere Orientierung und einen ersten Überblick über die beiden Geoparks zu erhalten werden gemeinsame analoge und digitale Gebietskarten hergestellt. Einem jüngeren Publikum sollen sich die beiden Parks spielerisch über eine Geogame App erschließen. Geplant ist außerdem, Virtual Reality Technik einzusetzen, um historische und urgeschichtliche Vergleiche zu den aktuellen Landschaften herzustellen zu können. Vorgesehen ist außerdem, eine deutsch-niederländische Bildungsoffensive zu starten, um Schulpartnerpartnerschaft zu etablieren und gemeinsam Ranger auszubilden. Zudem sollen dreisprachige Image- und Infofilme produziert werden, aus denen auch Kinotrailer abgeleitet werden. Ein weiteres Vorhaben lautet, drei gemeinsame Geoparkmagazine herauszugeben. Die Museen am Schölerbeg in Osnabrück und das Hunebedcenter in Borger werden als zentrale Infoplattformen hergerichtet und informieren mit neuen Ausstellungssegmenten über den jeweiligen Partnerpark. In einem weiteren Teilvorhaben werden die Finanzierungsmodelle der beiden Geoparks gegenübergestellt und auf Übertragbarkeit hin überprüft. Über eine Kundenbefragung wird evaluiert, welche Effekte das Projekt erzielt hat. Die Ergebnisse werden zum Abschluss auf einer europäischen Geoparkkonferenz präsentiert.

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