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Leiber GmbH aus Bramsche will weiter expandieren

05.02.2019 Fachkräftegewinnung wird zunehmend schwierig

Bramsche. Bierhefe ist ein wertvoller Rohstoff: Die Leiber GmbH in Bramsche veredelt ihn für Anwendungen in der Lebensmittelherstellung, der Futtermittelproduktion, für den Gesundheitsbereich sowie die Biotechnologiebranche. Landrat Dr. Michael Lübbersmann und der Leiter des Geschäftsbereichs Wirtschaft & Arbeit des Landkreises Osnabrück, Siegfried Averhage, konnten sich jetzt im Bierhefeextraktionswerk in Bramsche-Engter ein Bild von den Produktionsprozessen der Hefe-Spezialprodukte machen. Geschäftsführer Michael von Laer und Verwaltungsratsvorsitzender Bernd Schmidt-Ankum machten dabei deutlich, dass das Familienunternehmen weiter expandieren wolle, jedoch auch zunehmend Herausforderungen bei der Fachkräftegewinnung sehe.

In Bramsche produziert Leiber an zwei Standorten: Im Hauptwerk am Mittellandkanal sind neben dem Tiernahrungsbereich die Forschungs- und Entwicklungslabore sowie Teile der Verwaltung angesiedelt. Im 2010 in Betrieb genommenen und 2014 erweiterten Sprühtrocknungswerk in Engter sowie dem dort in 2017 neu eröffneten Extraktionswerk werden Hefeextrakte hergestellt, weiterveredelt und mit modernster Technik zu Pulvern getrocknet. Angeschlossen an den Sprühturm ist ein halbautomatisches Hochregallager mit rund 4.000 Palettenstellplätzen. Weitere Standorte unterhält das familiengeführte Unternehmen in Polen und Russland. An allen vier Standorten seien insgesamt rund 250 Mitarbeiter beschäftigt, schilderte von Laer. „Wie für alle, ist es auch für uns immer schwieriger, Fachkräfte zu gewinnen“, so der Geschäftsführer. „Ausbildung schreiben wir bei Leiber groß – es ist uns wichtig, jungen Menschen gute Perspektiven zu bieten“.

Mit Landrat Lübbersmann waren sich die beiden Unternehmensverantwortlichen einig, dass die vom Landkreis angestrebte Stärkung des Hochschulstandortes Osnabrück ein guter Baustein in Sachen Fachkräftesicherung sei: „Attraktive Hochschulstandorte ziehen Studenten in die Region und halten sie auch nach ihrem Abschluss vielfach – das zeigen die einschlägigen Studien“, so Lübbersmann. Die auf den Weg gebrachten Digitalprofessuren, für die sich Landkreis und Stadt Osnabrück sowie die IHK finanziell engagierten, seien deshalb wichtig für den Standort Osnabrücker Land.

Mit seinen Erweiterungsabsichten in Bramsche bekennt sich das 1954 gegründete Traditionsunternehmen ganz eindeutig zu diesem Standort. „Zurzeit liegt unser Jahresumsatz bei rund 80 Millionen Euro“, skizzierte der Geschäftsführer. Er wies darauf hin, dass Leiber in der Nische Bierhefeextrakte ein Alleinstellungsmerkmal habe. „Es gibt Wettbewerber für einfache Bierhefeprodukte für die Futterindustrie. Doch durch unsere Forschung können wir eine Verarbeitungstiefe der Hefeextrakte anbieten, die eine Vielzahl von Applikationen ermöglicht“, beschrieb von Laer seinen Gästen das Konzept. Unter anderem könnten neben der geschmacksgebenden würzigen Komponente der Bierhefeextrakte positive Nebeneffekte wie färbende, salzreduzierende oder die Cremigkeit erhöhende Eigenschaften  in „low fat Produkten“ genutzt werden.  Wie lecker Bierhefeextrakt schmecken kann, konnten die Gäste dann bei einer flüssigen Kostprobe selbst feststellen.

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