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Großbaustelle Häcker Küchen wächst rasant

08.03.2019 Unternehmen investiert 220 Millionen Euro in den Standort Venne

Ostercappeln-Venne. Wo vor einigen Wochen noch eine riesige, planierte Fläche zu sehen war, sind die Umrisse der ersten Hallen erkennbar: In Ostercappeln-Venne an der Bundesstraße 218 wächst auf mehr als 20 Hektar in rasanter Geschwindigkeit das neue Werk des Unternehmens Häcker-Küchen. „Wir bauen keine Philharmonie und keinen Flughafen: Bei uns wird der Zeitplan eingehalten“, unterstrich jetzt Häcker-Geschäftsführer Dirk Krupka beim Besuch einer Delegation rund um Landrat Michael Lübbersmann und Bürgermeister Rainer Ellermann. Im Sommer 2020 soll die Produktion aufgenommen werden. Wie dieses planerische und logistische Meisterstück gelingen soll, schilderte Krupka gemeinsam mit Unternehmenseigentümer und Geschäftsführer Jochen Finkemeier bei einem Baustellenrundgang.

Unternehmen investiert 220 Millionen Euro in den Standort Venne

Das neue Werk des im nordrhein-westfälischen Rödinghausen beheimaten Küchenherstellers wird optimal auf die hochautomatisierte Fertigung ausgerichtet: „Im Stammwerk ist Industrie 4.0 schon Alltag“, so Krupka. Die fortschreitende Digitalisierung im Produktionsprozess habe in den vergangenen Jahren zu einem stetigen Lernprozess geführt, um noch besser und effizienter zu werden: „Die Ergebnisse setzen wir jetzt hier im neuen Werk in Venne eins zu eins um:“ Das Gesamtbudget von rund 220 Millionen Euro fließe zu einem Großteil in die hochmoderne maschinelle Ausstattung. Es werde unter anderem fahrerlose Transportsysteme und automatisierte Regalbediensysteme geben. „Das bedeutet auch Standortsicherheit: Die extrem hohe Technisierung schließt fast aus, dass die hochwertige Möbelproduktion künftig ins Ausland verlagert wird“, so die Einschätzung von Finkemeier.

Ebenso wichtig seien jedoch auch die Fachkräfte, so die Geschäftsführer weiter: Zurzeit würden bereits die ersten 70 Mitarbeiter in Rödinghausen qualifiziert. Die fast überwiegend aus dem Osnabrücker Land stammenden Beschäftigten werden dann später nach Ostercappeln wechseln. „Wir starten hier zunächst im Sommer 2020 eine erste Schicht mit rund 160 Beschäftigten, die zweite Schicht wird anschließend rekrutiert“, skizzierte Krupka die Personalplanungen. Der Output liege dann bei etwa 3500 Schränken. Geplant sei das Werk jedoch für insgesamt 5000 Schränke täglich, das heißt man benötige bei voller Produktionslast rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der neue Werkskomplex ist die größte Investition in der Firmengeschichte und wird von der Paderborner Bremer AG gebaut. Er gliedert sich in drei Bereiche: Ein vierteiliges Hochregallager ist im Rohbau bereits deutlich erkennbar. Daran wird sich der Produktionsbereich anschließen, in dem Korpusmaterial und Arbeitsplatten geschnitten und montiert werden. Die Werkstücke münden dann fertig konfektioniert in den Versandbereich – bis zu 60 Teile für eine Küche. Dort erfolgt künftig die Auslieferung der bis zu 500 Küchen täglich – jede davon ein nach Kundenwunsch gefertigtes Einzelstück. Ein großes Kompliment gab es von der Firmenleitung für den Landkreis Osnabrück und die Gemeinde Ostercappeln: „Die Kooperation vom Grundstückserwerb über die schnelle Baugenehmigung bis hin zum Behördenmanagement und der Beratung etwa in Sachen Bodenschutz war hervorragend“, bedankte sich Krupka beim Landrat.

Lübbersmann war sichtlich beeindruckt von der Großbaustelle und nahm gern auch eine Einladung nach Rödinghausen an, um dort hinter die Kulissen der Fertigung zu blicken. Sein besonderes Interesse galt aber auch der hohen Exportquote des Unternehmens: Rund 40 Prozent der Küchen werden ins Ausland geliefert, europaweit überwiegend per LKW, nach Übersee per Container. „Vielleicht kann da in Zukunft für sie der Hafen Wittlager Land in Bohmte interessant werden“, so der Landrat. Dazu wolle man im Gespräch bleiben, wurde vereinbart.

 

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