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Kampagne für sauberen Bioabfall gewinnt den VKU-Innovationspreis 2019

14.03.2019 #wirfuerbio

Berlin/Georgsmarienhütte. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat gestern den VKU-Innovationspreis verliehen. Aus über 50 Bewerbungen wurden fünf VKU-Mitgliedsunternehmen für ihre herausragenden und zukunftsweisenden Projekte ausgezeichnet. Der Preisträger in der Kategorie Kommunale Abfallwirtschaft und Stadtreinigung ist dabei GAB Umwelt Service für das Projekt „#wirfuerbio – Biomüll kann mehr“, an dem auch die AWIGO teilnimmt.

Das Bild von der Übergabe des VKU-Innovationspreises 2019 zeigt (v.l.n.r.) Katherina Reiche (Hauptgeschäftsführerin VKU), Jens Ohde (Geschäftsführer GAB Umwelt Service), Tanja Schweitzer (Geschäftsführerin schweitzer media) und Michael Ebling (Oberbürgermeister der Stadt Mainz und Präsident des VKU). Foto: Christian Lietzmann (CL).

Der VKU-Innovationspreis wird alle zwei Jahre im Rahmen der Leitveranstaltung der Kommunalwirtschaft, der VKU-Verbandstagung verliehen. Die Preisträger repräsentieren die Spannbreite und Vielfalt kommunalwirtschaftlichen Engagements großer, mittlerer und kleiner kommunaler Unternehmen. „Die diesjährigen Preisträger verdeutlichen: Kommunale Unternehmen sind wichtige Impulsgeber und Innovationstreiber für Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland. Sie schaffen konkrete Mehrwerte für die Menschen vor Ort“, sagte VKU-Präsident Michael Ebling anlässlich der Verleihung in Berlin. Der VKU-Innovationspreis ist nicht dotiert.

Genau genommen ist die GAB aber nicht der einzige Gewinner, denn an der #wirfuerbio-Kampagne beteiligen sich mittlerweile 40 Abfallwirtschaftsbetriebe aus ganz Deutschland – viele weitere Interessenten dürften bald dazu stoßen. Denn seitdem die Kampagne am 20. April 2018 mit 23 Betrieben aus dem norddeutschen Raum gestartet ist, wächst das Interesse stetig. Die AWIGO ist von Beginn an dabei.

„Durch die Teilnahme an der Kampagne #wirfuerbio haben wir die Möglichkeit, unsere Bürger für das Thema Verunreinigungen und insbesondere Plastik im Bioabfall zu sensibilisieren. Dabei solidarisieren wir uns mit anderen Abfallwirtschaftsunternehmen aus ganz Deutschland und wollen so deutlich mehr erreichen“, sagt AWIGO-Geschäftsführer Christian Niehaves. Die Auswirkungen der Kampagne seien nicht von heute auf morgen spürbar, aber man rechne fest damit, dass die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit langfristig einen Beitrag zur Senkung der Störstoffe im Bioabfall leiste.

„Wir sind uns sicher, dass niemand die Biotonne absichtlich falsch befüllt, von daher setzen wir mit #wirfuerbio auf intensive Aufklärung und wollen diese auch fortführen. Allerdings muss jedem Kunden auch klar sein: Wer seine braune Tonne falsch befüllt, muss damit rechnen, dass sie stehen bleibt und nicht geleert wird“, betont Niehaves.

#wirfuerbio ist etwas Besonderes, denn erstmalig realisieren Abfallwirtschaftsbetriebe aus ganz Deutschland gemeinsam eine große Informations- und Aufklärungskampagne, um die Plastiktüte und die „kompostierbare Plastiktüte“ aus den Biotonnen zu verbannen.

Das Problem von Störstoffen im Bioabfall ist ein gemeinsames Problem und stellt alle Abfallwirtschaftsunternehmen gleichermaßen vor große Herausforderungen. In den automatisierten und manuellen Sortierprozessen können nicht alle Störstoffe aus dem Bioabfall restlos entfernt werden. Deshalb landen auch immer wieder Plastiktüten in dem Material, aus dem Bioenergie und Qualitätskompost hergestellt werden. In der Vorab-Sortierung sind die „kompostierbaren Plastiktüten“ zudem nicht von konventionellen Plastiktüten zu unterscheiden. Wertvolles organisches Material geht dann verloren, wenn Bioabfall in zugeknoteten Plastiktüten komplett aussortiert werden muss und direkt im Restmüll landet.

In Mikroplastik zerfallen, können herkömmliche Plastiktüten nicht mehr ausreichend aus dem fertigen Rohkompost gesiebt werden und landen so im schlimmsten Fall auf den Beeten und Äckern und gelangen so in den Boden, ins Grundwasser sowie in die Nahrungskette.

Unter dem Motto „#wirfuerbio – Biomüll kann mehr“ bündeln die Abfallwirtschaftsbetriebe ihre Kräfte und wollen gemeinsam die Verunreinigung des Bioabfalls minimieren sowie die Qualität der aus Bioabfall gewonnenen Komposterde verbessern. Das große Ziel ist die nachhaltige Verwertung von Bioabfällen, denn davon haben alle etwas: ökonomisch und ökologisch. Weitere Informationen zur Kampagne gibt es unter www.wirfuerbio.de. Für Rückfragen zum Thema steht außerdem das AWIGO-Service Center gerne unter der Telefonnummer (0 54 01) 36 55 55 zur Verfügung.

Sie haben eine Frage zu diesem Beitrag? Wir beantworten sie gerne: frag.landkreis-osnabrueck.de

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