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Firma Heytex aus Bramsche sucht Nachwuchs und hofft auf weniger Bürokratie

19.03.2019 Investitionen von rund 40 Millionen Euro in den vergangenen drei Jahren

Bramsche. Innovation im Bereich technischer Textilien hat einen Namen: Das Unternehmen Heytex mit Hauptsitz in Bramsche-Engter produziert beschichtete und laminierte Funktionstextilen, die für eine Vielzahl von Anwendungen genutzt werden: „Egal, ob sie große Werbebanner, Hochleistungsplanen im landwirtschaftlichen Bereich, aufblasbare Stand-up-Paddle-Boards, flexible Behälter, Rolltore oder Ölsperren sehen: Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass das Material von Heytex stammt“, skizzierte Geschäftsführer Hans-Dieter Kohake bei einem Besuch von Landrat Dr. Michael Lübbersmann und Landkreis-Wirtschaftsförderer Siegfried Averhage.

Betriebsbesichtigung bei Heytex (von links): Geschäftsführer Hans-Dieter Kohake, Landkreis-Wirtschaftsförderer Siegfried Averhage, Werksleiter Hanno Wilkens und Landrat Dr. Michael Lübbersmann.

Neben dem Stammsitz verfügt die Heytex-Gruppe über drei weitere Standorte, die sich jeweils auf unterschiedliche Beschichtungstechnologien konzentrieren: Die Heytex Tochtergesellschaften in Neugersdorf in Sachsen etwa ist auf besonders hochwertige Verfahren spezialisiert, während in Zhangjiagang in der Volksrepublik China vor allem laminierte Gewebe hergestellt werden. In den USA ist die BondCote Corporation mit Sitz in Virginia die jüngste Tochter der Heytex-Gruppe und produziert beschichtete und laminierte Textilien unter anderem für die Bereiche Militär, Zelt, Umwelt, Landwirtschaft, Freizeit und Sport. Insgesamt 450 Mitarbeiter sind für die Unternehmensgruppe tätig, 210 davon in Bramsche.

Der Umsatz ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, 2018 lag er bei rund 120 Millionen Euro. In der jüngeren Vergangenheit hat Heytex kräftig investiert: In Engter wurde unter anderem eine weitere Fünf-Meter-Beschichtungsanlage und ein neues Logistikzentrum gebaut. Rund 40 Millionen Euro habe das Unternehmen für die verschiedenen Maßnahmen in den vergangenen drei Jahren in die Hand genommen, so Geschäftsführer Kohake. Allerdings sei dabei nicht immer alles rund gelaufen: „Die Anforderungen der Behörden sind häufig enorm hoch – deutlich höher, als es der gesetzliche Standard es erfordert“, berichtete auch Werksleiter Hanno Wilkens. „Wir würden uns da manchmal einfach weniger Bürokratie und mehr gesunden Menschenverstand wünschen, etwa wenn unnötige und teure Zusatzgutachten gefordert werden, die hinterher gar nicht mehr nötig sind“, erläuterten die Manager.

Auch das Thema Fachkräfte macht dem Unternehmen Sorgen. „Gerade im Bereich der Weberei ist es sehr schwierig, Fach- und Nachwuchskräfte zu finden“, so Kohake. Hier könne der Landkreis vielleicht helfen, sagte der Landrat. „Wir sind intensiv dabei, die Flüchtlinge, die bei uns eine neue Heimat gefunden haben, in Arbeit zu bringen“, erklärte Lübbersmann. Das funktioniere erfahrungsgemäß gut, wenn die Betriebe bei der beruflichen Integration ganz praktisch unterstützt würden. Die kommunale Arbeitsvermittlung des Landkreises MaßArbeit arbeite inzwischen mit rund 100 Unternehmen auf Kontraktbasis zusammen: Diese Betriebe stellten Flüchtlinge ein und profitierten von einem breiten Leistungsangebot des Landkreises, das neben der sehr individuellen Vermittlung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen Leistungen wie die berufsbegleitende Sprachförderung oder eine sechsmonatige Nachbetreuung und Unterstützung der Betriebe und der Flüchtlinge beinhalte. Ein interessantes Angebot, so Kohake: Darüber werde man gern mit dem Landkreis in Gespräch kommen.

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