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Niedersächsische Sozialministerin informiert sich in Melle über Telemedizin-Projekt

04.04.2019 Durch Technikeinsatz können Ärzte entlastet werden

Melle. Im November des vergangenen Jahres erhielt das Projekt den Gesundheitspreis in der Kategorie „eHealth – Innovative Lösungen zur Verbesserung und Gesundheitskompetenz“: Carola Reimann, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, überreichte die Auszeichnung an Landrat Michael Lübbersmann für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts „Hausarzt mit Telemedizin (HaT)“. Doch noch aussagekräftiger sind Eindrücke vor Ort: Deshalb besuchte Reimann in Melle jetzt eine der teilnehmenden Arztpraxen.

Hausbesuch: Die medizinische Fachangestellte Corinna Lieberum zeigt Ministerin Carola Reimann und Landrat Michael Lübbersmann mit Hilfe einer Patientin, wie das System „Hausarzt mit Telemedizin“ funktioniert. Im Display sind der Hausarzt Thomas Herzig sowie (von links) Corinna Lange (Landkreis Osnabrück), die Landtagsabgeordnete Gerda Hövel sowie die Kreistagsabgeordnete Jutta Dettmann zu sehen.

„Neue technische Möglichkeiten sollen nicht die menschliche Nähe und Kompetenz im Gesundheitswesen ersetzen“, betont die Ministerin, „aber sie sind, gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen eine wichtige Ergänzung, um die Versorgung vor Ort zu gewährleisten. Hier in Melle erleben wir in beeindruckender Weise, wie das praktisch aussehen kann.“

Vom 1. September 2017 bis Ende des vergangenen Jahres lief das Projekt, an dem auch die Praxis des Melleraner Mediziners Thomas Herzig teilnahm. Die Technologie ermöglicht es, dass die medizinischen Fachangestellten bei Hausbesuchen per telemedizinischem Equipment Daten zu Befunden der Patienten in die Praxis senden. Bei Bedarf kann zudem über eine gesicherte Videokonferenz mit der Ärztin oder dem Arzt Kontakt aufgenommen werden. „Die Technik ermöglicht es, dass die Zahl der Hausbesuche bei Bedarf gesteigert werden kann und die Allgemeinmediziner dennoch entlastet werden“, erläutert Landrat Michael Lübbersmann. Dies gelte insbesondere für dünn besiedelte Regionen, die lange Fahrtstrecken notwendig machten. „HaT“ trage somit dazu bei, dass die medizinische Versorgung, gerade für chronisch Erkrankte, hochbetrage oder immobile Patienten, aufrechterhalten werde.

Die Anforderungen an die Hausärzte und damit der Bedarf an neuen Versorgungsangeboten sind in den vergangenen Jahren auch im Landkreis Osnabrück gestiegen. Hier setzt das Konzept an. Medizinische Fachangestellte, besser bekannt als Arzthelferinnen, werden zur Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis ausgebildet. Diese kann den Hausarzt dann nicht nur in der Arztpraxis, sondern auch bei den gerade im ländlichen Bereich zeitintensiven Hausbesuchen entlasten. Mit jeweils 1.000 Euro unterstützt der Landkreis im Rahmen der Gesundheitsregion die Weiterbildung von Medizinischen Fachangestellten.

In den kommenden fünf bis zehn Jahren werden 25 Prozent der Ärztinnen und Ärzte in Ruhestand gehen. Deshalb befürchten Experten, dass es gerade in ländlichen Regionen zu Engpässen in der hausärztlichen Versorgung kommen kann. Die Gesundheitsregion von Landkreis und Stadt Osnabrück hat daher Konzepte entwickelt, um Allgemeinmediziner in ihrer Arbeit zu unterstützen.

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