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Landkreis Osnabrück appelliert an Netzbetreiber Amprion

08.04.2019 Mehr Erdverkabelung statt Freileitung bei 380-kV-Trasse

Osnabrück. Erdverkabelung statt Zickzack-Trasse mit Freileitungen: In der Diskussion um den Verlauf der 380-kV-Höchstspannungsleitung, die derzeit vom Netzbetreiber Amprion geplant wird, hat sich der Landkreis Osnabrück kritisch zu den vorliegenden Plänen geäußert.

Nach Einschätzung des zuständigen Kreisrats Winfried Wilkens ist es „erstaunlich und fragwürdig“, dass Amprion bei seinen Planungen eine Gesetzesänderung aus dem Jahr 2015 nicht ausreichend berücksichtigt habe. Diese Änderung mache die Trasse zwischen Wehrendorf und Gütersloh zu einem Pilotprojekt für eine teilweise Erdverkabelung. Mit Blick auf die aktuellen Pläne des Netzbetreibers müsse aber „leider festgestellt werden, dass sich gegenüber den Unterlagen vor der Rechtsnovelle keine Änderungen bezüglich ergänzender Erdkabelabschnitte ergeben haben“, so Wilkens in einer Stellungnahme an das Amt für regionale Landesentwicklung in Oldenburg.

Amprion habe statt der gesetzlichen Aufforderung im Energieleitungsausbaugesetz, die Erdverkabelung ausdrücklich auch pilothaft zu nutzen, einen Zickzack-Kurs mit Freileitungen entworfen. Hintergrund für diesen Zickzack-Kurs seien die gesetzlichen Vorgaben, wonach Freileitungen einen Abstand von 400 Metern zu geschlossenen Ortschaften und 200 Metern zu freistehenden Häusern einhalten müssten.

Bei einem Vergleich verschiedener möglicher Trassenverläufe habe Amprion nach Einschätzung des Landkreises Osnabrück die vorgeschlagenen Alternativen mit teilweiser Erdverkabelung nicht ausreichend überprüft, was auch das letztlich zuständige Amt für regionale Landesentwicklung bereits bemängelt habe. Auch wenn es derzeit im groben Raumordnungsverfahren noch nicht um die letzten Feinheiten gehe, so sei es doch wichtig, dass die betroffenen Bürger im Landkreis Osnabrück sich an der Diskussion beteiligten und ihre Meinung äußerten. Er selbst werde bei seinen Gesprächen mit Amprion auch weiterhin die grundsätzliche Kritik an dessen Vorgehen vorbringen, so Wilkens.

Der Landkreis Osnabrück appelliere an Amprion, bei der weiteren Planung auch diejenigen Korridore genauer in den Blick zu nehmen, für die eine teilweise oder auch weitgehende Erdverkabelung notwendig sei. Der von Amprion vorgestellten Neuplanung einer Freileitung im Zickzack durch die bisher ausgewiesenen Korridore könne der Landkreis Osnabrück jedenfalls im Interesse seiner Bürgerinnen und Bürger nicht zustimmen, betonte Wilkens.

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