Mehr lesen

Bitte wählen Sie

Tastenkombination:
STRG und +/-

"Der Klimawandel ist vor unserer Haustür angekommen."

09.04.2019 Landkreis lässt Auswirkungen für die Region untersuchen und will mit Konzept reagieren

Osnabrück. „Der Klimawandel ist vor unserer Haustür angekommen.“ Mit diesen Worten begrüßte Landrat Michael Lübbersmann jetzt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Auftaktveranstaltung zum Projekt „Klimafolgenanpassung im Landkreis Osnabrück“. Das Klima habe sich auch in unseren Breiten bereits spürbar verändert und angesichts weiter steigender Treibhausgasemissionen weltweit müsse davon ausgegangen werden, dass sich diese Veränderungen in den kommenden Jahrzehnten noch deutlich verstärken werden, so Lübbersmann.

Deutliche Zeichen: Die sogenannten „Warming Stripes“ für den Landkreis Osnabrück zeigen deutlich den Anstieg der mittleren Jahrestemperatur insbesondere in den vergangenen drei bis vier Jahrzehnten. Auf globaler Ebene gelten zwei Grad Erwärmung als Schwelle zu Rückkopplungseffekten, die eine weitere, nicht mehr zu bremsende Aufheizung zur Folge haben.  Quelle: GreenAdapt; Idee: Ed Hawkins; Daten: Deutscher Wetterdienst

Diese Aussichten nehme der Landkreis nun zum Anlass, sich ein genaueres Bild von den zu erwartenden Herausforderungen zu machen und lasse ein „Klimafolgenanpassungskonzept“ erstellen.

Gleich zu Beginn machte der Landrat deutlich, worum es bei der Anpassung an die Folgen der Klimaveränderung gehe: „Der Klimawandel betrifft ausnahmslos alle Bereiche unserer Gesellschaft. Wie gut wir uns auf die globale Erwärmung einstellen, wie resilient unsere Systeme also gegenüber den bevorstehenden Veränderungen sind, haben wir weitestgehend selbst in der Hand.“

Um über das Projekt zu informieren, hatte der Landkreis Fachleute aus relevanten Bereichen wie Land- und Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft und Naturschutz, Energieversorgung, Gesundheitswesen und Tourismus eingeladen. Welche Klimaveränderungen in der Region zu erwarten sind und wer davon am stärksten betroffen sein wird, lässt die Kreisverwaltung derzeit vom Fachbüro GreenAdapt aus Berlin untersuchen. Eine sogenannte Vulnerabilitätsanalyse bildet dabei den Kern der Arbeit. GreenAdapt-Geschäftsführerin Mady Olonscheck skizzierte im Rahmen der Auftaktveranstaltung zunächst, welche Auswirkungen der Klimawandel in den vergangenen Jahren bereits mit sich gebracht habe. Neben  dem generellen Erwärmungstrend standen dabei die Extremwetterereignisse im Mittelpunkt, die gerade in den vergangenen Jahren gehäuft aufgetreten seien.

Wie sehr zukünftig Hitzewellen, Dürrephasen und Starkregen die Region betreffen werden, erläuterte die Expertin anhand verschiedener Szenarien der Klimaentwicklung in Abhängigkeit vom Treibhausgasausstoß.  Von „maximale weltweite Klimaschutzbemühungen“ bis „weiter wie bisher“ reichten die vorgestellten Varianten. „Von den optimistischen Szenarien hat man sich in der Klimafolgenforschung mittlerweile allerdings weitgehend verabschiedet“, so Olonscheck. Sie erläuterte weiter, in welchen Schritten das Anpassungskonzept erstellt werde. Zahlreiche Interviews mit Fachleuten aus allen Handlungsfeldern, Auswertungen vorhandener Datenreihen sowie eine Reihe von Workshops sollen nach den Worten von Olonscheck ein Bild liefern, aus dem sich letztlich konkrete Maßnahmen ableiten lassen sollen.

Die wesentlichen Arbeitsschritte sollen im Herbst 2019 abgeschlossen sein, so dass bereits 2020 erste Umsetzungen in Angriff genommen werden können, so die Expertin. Das Projekt werde im Rahmen der Nationalen Klimainitiative vom Bundesumweltministerium gefördert und habe eine Laufzeit von einem Jahr.

Sie haben eine Frage zu diesem Beitrag? Wir beantworten sie gerne: frag.landkreis-osnabrueck.de

Abonnieren Sie uns - das Wichtigste aus dem Landkreis Osnabrück als monatliche Zusammenfassung

Dateien: 

Beitrag teilen

Sie können Inhalte unserer Webseite in folgenden Sozialen Netzwerken teilen:

Beitrag auf Facebook teilen:

Beitrag twittern:

Da dabei Daten an den jeweiligen Social Media Dienst übermittelt werden, müssen Sie die Nutzung dieser Funktion zunächste bestätigen, indem Sie die Dienste aktivieren:

Datenschutzrichtlinien

Füllen Sie folgendes Formular aus, um diesen Beitrag per E-Mail zu versenden:

Sie können mehrere Empfänger mit Komma getrennt eingeben.