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„Radverkehr ist zentraler Baustein der Mobilität von morgen“

10.04.2019 Experten diskutieren über Verbesserungen in der Region

Osnabrück Warum nutzen nicht mehr Menschen das Fahrrad für den täglichen Weg zur Arbeit? Und was kann der Landkreis Osnabrück tun, um das Radfahren in der Region attraktiver zu machen? Im Rahmen der Reihe „Dialog Mobilität“ diskutierten jetzt Vertreter von Gemeinden, Radverkehrsexperten und Politiker über Chancen und Hemmnisse des Radverkehrs. Dabei ging es um die Radwegeinfrastruktur, den Pedelec-Boom und um die Komplexität von Planungsvorgängen.

Wünschen sich mehr Radverkehr im Landkreis: Stefan Sprenger (von links, Gemeinde Wallenhorst), Sissi Karnehm-Wolf (Landkreis Göttingen), Jürgen Schwietert (Landkreis Osnabrück), Otto Steinkamp (Gemeinde Wallenhorst), Winfried Wilkens (Landkreis Osnabrück) und Landrat Michael Lübbersmann.

Zu Beginn machte Landrat Michael Lübbersmann deutlich, dass das Fahrrad für den Übergang in eine klimafreundliche Mobilität unverzichtbar ist: „Radverkehr ist ein zentraler Baustein der Mobilität von morgen: der Radverkehr ist umweltfreundlich, flexibel, individuell, günstig und in zunehmenden Maße auch über größere Distanzen wettbewerbsfähig.“

Den inhaltlichen Einstieg lieferte Sissi Karnehm-Wolf vom Landkreis Göttingen – einer Region, die in Sachen Radverkehr bereits einige Schritte weiter ist. Der dort erarbeitete „Masterplan Radverkehr“ befindet sich bereits in der Umsetzung und wurde ausführlich vorgestellt. Anschließend berichtete Stefan Sprenger, Klimaschutzmanager der Gemeinde Wallenhorst, über die Entwicklungen in seinem Ort: „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Bürger in die Konzeption mit einbezogen werden.“ Befragungen und Workshops mit den Menschen vor Ort hätten sich als ausgesprochen hilfreich für die Planung erwiesen.

An der darauffolgenden Podiumsdiskussion beteiligten sich neben Lübbersmann und Karnehm-Wolf auch der Leiter des Fachdienstes Straßen beim Landkreis Osnabrück, Jürgen Schwietert, der Bürgermeister von Wallenhorst, Otto Steinkamp, Wolfgang Driehaus vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) sowie Stadtbaurat Frank Otte von der Stadt Osnabrück. Im Laufe der Diskussion wurde deutlich, dass die Bedingungen für Radfahrer im Kreisgebiet noch lange nicht optimal sind. So sollte die Planung von Radschnellwegen für den Weg aus den Umlandgemeinden in die Stadt Osnabrück konsequent vorangetrieben werden, da ein Großteil der Autos auf Osnabrücks Straßen aus dem Speckgürtel einpendelt, wie Driehaus vom ADFC betonte.

Gleichzeitig müssten die vorhandenen Radwege auf einen modernen Standard ausgebaut werden. Was die Planungen massiv erschwere, seien die vielen verschiedenen Zuständigkeiten, so die Diskussionsteilnehmer. Je nachdem, ob es sich um Bundes-, Landes-, Kreis- oder Gemeindestraßen handelt, kümmerten sich verschiedene Träger um die Radwegeplanung. Deshalb riet Sissi Karnehm-Wolf aus Göttingen den Landkreis-Kollegen, mit allen Straßenbaulastträgern ein gemeinsames flächendeckendes Radwegenetz zu planen und nach und nach umzusetzen.

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