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Künstlergruppe Bunte Hunde gestaltet geologische Wand neu

16.05.2019 Graffitikunst trifft Erdgeschichte

Osnabrück. Im Jahr 2000 wurde der Erlebnispark Boden im Rahmen der damaligen EXPO eingeweiht. Ein Highlight ist die geologische Wand, die Einblicke in die Gesteinsschichten im Untergrund des Osnabrücker Landes gibt. Nun wurde das Erscheinungsbild der Wand auf besondere Weise aufgewertet: Die Osnabrücker Künstlergruppe „Bunte Hunde“ hat Lebendrekonstruktionen seit Millionen von Jahren ausgestorbener Tiere auf die rund 120 Quadratmeter große Fläche gesprayt.

Mitarbeiter der Naturschutzstiftung und des Kulturbüros nehmen gemeinsam mit Kreisrat Winfried Wilkens (zweiter von rechts) und der Künstlergruppe Bunte Hunde Osnabrück das 120 Quadratmeter große Kunstwerk in Augenschein (von links): Tobias Fischer (Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück), Hans-Hartmut Escher, (Fachdienst Umwelt), Bärbel Echelmeyer (Naturschutzstiftung), Marcel Ostendorf und Christian Aretz (Bunte Hunde Osnabrück) sowie Monika Altevogt (Kulturbüro)

Dinosaurier, Meeresreptilien oder Mammuts: Die geologische Wand bietet echte Hingucker. Davon überzeugten sich jetzt auch Kreisrat Winfried Wilkens (Geschäftsführer der Naturschutzstiftung), Fachdienstleiter Hans-Hartmut Escher, Tobias Fischer und Bärbel Echelmeyer von der Naturschutzstiftung sowie Monika Altevogt vom Kulturbüro: „Ich bin überrascht, wie detailgetreu die Künstler die einzelnen Tiere mit Spraydosen dargestellt haben“, sagte Wilkens.

In den vergangenen Jahren verblichen die Farben der TERRA.vita-Wand, die zudem zunehmend als Präsentationsfläche für ungebetene Graffitikünstler diente. Die Farbgebungen dieser Sprayer waren allerdings auch Stein des Anstoßes für das jetzige geologische Kunstprojekt. Die Bunten Hunde Osnabrück frischten nicht nur die Farben auf, sondern verzierten die Wand zusätzlich mit mehreren metergroßen Graffitis ausgestorbener Lebewesen aus den Erdzeitaltern von Karbon bis zum Quartär.

Kohlesumpfwälder mit mehreren Dezimeter großen Libellen, große Meere mit merkwürdig anmutenden Kopffüßern oder eine tropische Insel, auf welcher der „Jäger aus dem Wiehengebirge“, der Raubsaurier Wiehenvenator, sein Revier absteckte – der Natur- und UNESCO Geopark TERRA.vita hat viele tierische Meilensteine der Erdgeschichte zu bieten. Diese liefern der Wissenschaft nicht nur weitreichende Erkenntnisse, sondern bringen auch Naturinteressierte zum Staunen. Einigen versteinerten Highlights des Teutoburger Waldes, des Wiehengebirges und der Ankumer Höhen wurde jetzt im TERRA.park am Schölerberg in Osnabrück neues Leben eingehaucht.

Gefördert wurde das Projekt durch die Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück und durch den Landkreis Osnabrück.

Der Erlebnispark Boden macht auf einem Hektar Fläche den Wochenendspaziergang zu einem ganz anderen Erlebnis ins Reich der Böden und Gesteine. Typische Landschaften aus dem Naturparkgebiet sind hier im Kleinformat nachgebildet. Ob Wald, Heide und Moor, aber auch von Menschen genutzte Räume wie Ackerfläche, Deponie oder Parkplatz: Interessenten können im TERRA.park-Pavillon die Böden unterhalb dieser Landschaften betrachten. Erstaunliches gibt es dort auch zum Thema Hausmüll zu beobachten: Das Originalprofil aus einer seit 40 Jahren bestehenden Mülldeponie verdeutlicht, wie lang der Zersetzungsprozess dauert.

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