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Innenminister Pistorius und Landrat Dr. Lübbersmann übergeben Schlüssel an DRK

23.05.2019 Drei neue Fahrzeuge für bestmögliche Versorgung im Notfall

Bissendorf. Gleich drei neue Gerätewagen hat der DRK Kreisverband Osnabrück-Land e.V. bei einem Festakt im DRK-Ortsverein Bissendorf in Empfang genommen. Mit grünen Girlanden geschmückt, zogen die drei nagelneuen Kolosse die Blicke der rund 70 Gäste auf sich. „Moderne Technik ist wichtig, um im Katastrophenfall bestmöglich gewappnet zu sein“, betonte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius. Und er fügte hinzu: „Bei Großschadensfällen sind deutschlandweit viele ehrenamtliche Retter im Einsatz – sie alle dürfen erwarten, dass ihnen dafür das entsprechende Arbeitsmaterial zur Verfügung steht!“

Ein neuer Gerätewagen „Betreuung“ und zwei neue Gerätewagen „Sanität“ gehören jetzt zum Fuhrpark des DRK Kreisverbands Osnabrück-Land e.V. An der Schlüsselübergabe nahmen auch Landrat Michael Lübbersmann und Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius teil.

So ist der Gerätewagen „Betreuung“ landesweit das erste Fahrzeug nach den neuen Normvorgaben. Es ist zur Versorgung unverletzt Betroffener im Katastrophenfall vorgesehen und verfügt unter anderem über ein großes Stromaggregat, eine 360-Grad-Umfeldbeleuchtung, ein beheizbares Zelt und  300 Feldbetten sowie Tische und Bänke zur Versorgung der Menschen mit Getränken und Lebensmitteln Platz finden.

Hohes Engagement trifft technische Perfektion

Nicht nur im Katastrophenschutz, sondern auch im erweiterten Rettungsdienst ist der Fuhrpark gewachsen: Landrat Dr. Michael Lübbersmann überreichte die symbolischen Schlüssel für die zwei Gerätewagen „Sanität“, die zum Einsatz kommen. Er hob hervor: „Die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Landkreis und dem DRK-Kreisverband Osnabrück-Land im Erweiterten Rettungsdienst ist ohne das starke Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer undenkbar. Deshalb freue ich mich, dass wir mit den zwei neuen Gerätewagen die technische Ausstattung noch weiter verbessern können.“

Die beiden baugleichen Gerätewagen sind für die MANV-PA-Einheiten (Massenanfall von Verletzten - Patientenablage) des erweiterten Rettungsdienstes im Landkreis Osnabrück vorgesehen. Die Ausstattung ist optimal auf die Versorgung von Patienten zugeschnitten: Es werden ein Pavillon und ein aufblasbares Zelt mit Heizung und autarker Stromversorgung mitgeführt. Außerdem gehörten Notfallrucksäcke, Krankentragen, Sauerstoffversorgung und zwei EKG-Geräte sowie Defilibratoren zur umfangreichen Ausstattung. Stationiert sind die Fahrzeuge in Bissendorf und Oesede.

Hohe Wertschätzung für das Ehrenamt

Mit rund 140.000 Euro hat sich das Land Niedersachsen maßgeblich an der Finanzierung der Fahrzeuge beteiligt. Hinzu kamen 50.000 Euro für Materialien, die vom DRK Kreisverband Osnabrück-Land gestellt wurden. Ansgar Pohlmann, Präsident des DRK- Kreisverband Osnabrück Land e.V., lenkte den Blick auf die zentrale Rolle, die das Ehrenamt innerhalb der Gesellschaft einnimmt. „Ich freue mich, dass durch den Besuch von Innenminister Boris Pistorius und Landrat Dr. Lübbersmann die Wertschätzung für unser Ehrenamt gestärkt wird“, sagte er. „Im vergangenen Jahr haben die Helferinnen und Helfer in unseren 13 Ortsvereinen insgesamt 30.000 Stunden Ehrenamt geleistet – ihr Einsatz ist für unsere Gesellschaft von unverzichtbarem Wert!“

Individuell ausgestattet und äußerst leistungsfähig: Die Ausstattung der Fahrzeuge wurde von Kreisbereitschaftsleiter Jens Kasselmann und dem Katastrophenschutzbeauftragten Stefan Kaumkötter gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern sorgfältig geplant. Realisiert wurden die Fahrzeuge von der EWERS Karosserie- und Fahrzeugbau GmbH & Co. KG. Dabei sind viele Ideen entstanden, die die Fahrzeuge einzigartig machen: So ist beispielsweise die Transportameise zum Be- und Entladen geschickt unter dem Fahrzeug angebracht. Das spart Platz und erlaubt ein schnellstmögliches Entladen aller Materialien am Unfallort – durch nur einen Helfer. Insgesamt ermöglichen die drei nagelneuen Fahrzeuge eine bestmögliche Versorgung der Bevölkerung bei größeren Schadensereignissen und im Katastrophenfall – durch Helfer, die ihre Freizeit in den Dienst der Menschlichkeit stellen.

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