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Kooperation zwischen Oberschule und Tagespflegestätte in Bad Laer verlängert

21.06.2019 Engagement für eine verbesserte Berufsorientierung

Bad Laer. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit wird fortgesetzt: Vertreterinnen der Geschwister-Scholl Oberschule und des St. Maria-Elisabeth-Hauses in Bad Laer trafen sich jetzt in der Einrichtung, um ihre Kooperationsvereinbarung zu verlängern. Die Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit wird die beiden Partner weiterhin bei ihrem Engagement für eine verbesserte Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler unterstützen.

Neuer Schwung für eine bewährte Partnerschaft: Die Geschwister-Scholl Oberschule und das St. Maria-Elisabeth-Haus in Bad Laer verlängerten jetzt ihre Kooperationsvereinbarung. Von links: Mareike Himmelreich, Fachbereichsleiterin Arbeit, Wirtschaft, Technik, Schulleiterin Stefanie Baalmann, Kerstin Hüls, Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit, Annette Hülsmann vom St. Maria-Elisabeth-Haus , Koordinatorin für Netzwerkpartner und ehrenamtlich Interessierte, Lars Hellmers, Vorstand der MaßArbeit, Bärbel Bührs-Brinker, Einrichtungsleiterin des St. Maria-Elisabeth-Hauses und Marlene Rosenbusch-Lefken, Leiterin der Tagesförderstätte.

Das St. Maria-Elisabeth-Haus ist Lebensmittelpunkt und Zuhause für 85 erwachsene Frauen und Männer mit einer geistigen oder einer mehrfachen Behinderung. Nachwuchs bei den Auszubildenden ist willkommen: Seit 2016 arbeitet die Einrichtung deshalb eng mit der Oberschule zusammen: „Das Kooperationsmodell ist für beide Seiten ein Gewinn“, zeigte sich Leiterin Bärbel Bührs-Brinker überzeugt. Die zahlreichen Projekte würden immer gemeinsam von den Jugendlichen und den Beschäftigten unserer Tagesförderstätte durchgeführt. „So können wir einen realistischen Einblick in ein vielfältiges Berufsfeld geben, Interesse wecken und eine gute Orientierung ermöglichen".

Auch für die MaßArbeit als kommunale Arbeitsvermittlung des Landkreises Osnabrück ist die aktive Einbindung von Pflegeeinrichtungen in die Berufsorientierung ein großes Anliegen. „Der Fachkräftemangel im Pflegebereich ist groß: Der Landkreis ist  mit ganz unterschiedlichen Projekten aktiv, um hier gegenzusteuern“, sagte MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers. Die aktive Zusammenarbeit zwischen Pflegeeinrichtungen und Schulen sei dabei ein Baustein, denn sie lenke den Blick der Jugendlichen frühzeitig auf diese Berufssparte und baue Hemmschwellen ab.

Einmal jährlich präsentiert das St. Maria-Elisabeth-Haus seine Arbeit bei der „Berufserkundung an Stationen“ in der Geschwister-Scholl-Oberschule. Verschiedene Unternehmen und Einrichtungen geben dabei mit simulierten Arbeitsplätzen Einblick in die Vielfalt der Berufswelt. Teil des gemeinsamen Projektplanes sind jedoch auch regelmäßige Praxisaktionen: So bauten die Schüler und Bewohner der Einrichtung etwa gemeinsam zwei Hochbeete und legten einen Erlebnispfad im Garten an. Im Herbst freuten sich die Männer und Frauen aus dem St. Maria-Elisabeth-Haus über eine gemeinsame Bastelaktion mit den Oberschülern. Die entstandenen Kunstwerke wurden auf dem Sterntaler-Markt in Bad Laer verkauft.

Die Projekte beginnen für die Schüler teilweise bereits in der 5. Klasse und können sich je nach Profilkurs bis zur 10. Klasse fortsetzen. Die Kooperation dient dabei nicht nur der Berufsorientierung: Der persönliche Kontakt zwischen Jugendlichen und Bewohnern baut auch Vorurteile und Berührungsängste gegenüber Menschen mit Behinderungen ab. „Die Schule leistet auf diese Weise einen wichtigen Beitrag dazu, dass Inklusion und Teilhabe aktiv gelebt werden“, erläuterte Schulleiterin Stefanie Baalmann. Das sieht auch Mareike Himmelreich, Fachbereichsleiterin Arbeit, Wirtschaft, Technik, so: „Die Schülerinnen und Schüler erwerben zahlreiche Kompetenzen und ihre Empathiefähigkeit und ihre Solidarität werden maßgeblich gefördert.“

Das gute Beispiel aus Bad Laer macht inzwischen im Landkreis Osnabrück Schule, berichtete Kerstin Hüls von der Servicestelle Schule-Wirtschaft. „Diese Partnerschaft war eine der ersten Kooperationen zwischen einer Pflegeeinrichtung und einer Schule, die wir begleiten durften.“ In den vergangenen drei Jahren habe die Servicestelle dann zusätzliche fünf Kooperationen dieser Art initiieren können. „Und weitere stehen in den Startlöchern.“

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