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Land Niedersachsen fördert Natur- und Geopark TERRA.vita mit 150.000 Euro

31.07.2019 Neue Hinweisschilder an Autobahnen / Outdoorkleidung für Tourguides

Osnabrück. Die Sommerferien sind nicht immer die Zeit für außergewöhnliche Nachrichten für TERRA.vita. Anders in diesem Jahr: Der Natur- und UNESCO Geopark hat einen Förderbescheid der NBank über 150.000 Euro erhalten. Damit kann er im laufenden Jahr zusätzliche Projekte umsetzen, um die Sichtbarkeit und Wahrnehmbarkeit des Naturparks weiter zu erhöhen.

Zwei der Vorschläge, wie künftig touristische Hinweisschilder für den Natur- und Geopark TERRA.vita aussehen könnten: Landrat Michael Lübbersmann (rechts) und TERRA.vita-Geschäftsführer Hans-Hartmut Escher betrachten die Entwürfe.

„In gemeinsamer Anstrengung und mit hervorragender Unterstützung unserer Landtagsabgeordneten ist es gelungen, erstmalig eine Landesförderung für die zwei UNESCO Geoparks in Niedersachsen zu erhalten“, freut sich Michael Lübbersmann, Landrat im Landkreis Osnabrück sowie Vorsitzender des Natur- und Geoparkvereins. Denn neben TERRA.vita wird auch der Geopark Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen vom Landeswirtschaftsministerium gefördert.

Im Jahr 2001 war TERRA.vita gegründet worden – nun, pünktlich zur Volljährigkeit, bestätigt das Niedersächsische Wirtschaftsministerium mit der Förderung, dass die Auszeichnung als globale UNESCO Stätte einen Imagegewinn für das Land darstellt. Dabei muss die sechsstellige Summe noch in diesem Jahr in Projekte investiert werden.

„Das ist ein ambitioniertes Vorhaben, aber wir schaffen das“, betont Geschäftsführer Hartmut Escher. So ist vorgesehen, an Autobahnen und Bundestraßen neue oder ergänzende touristische Hinweisschilder zu errichten, um durchfahrende potentielle Gäste auf den internationalen Rang der Region hinzuweisen. Den vielen freiwilligen Tourguides soll ein einheitlicher Satz an Outdoorbekleidung angeboten werden, damit sie auch bei Wind und Wetter eine gute Figur abgeben.

Printmedien, die der Orientierung und Umweltbildung dienen, sollen nachgedruckt oder neu aufgelegt werden. In diesem Zuge soll auch später eine neue geotouristische Karte aufgelegt werden. Hochwertige Fotos werden durch Profis erstellt, um die Schönheit und Besonderheiten des Parkgebietes in Szene zu setzen. Weitere Pläne sehen vor, in die allgemeine Infrastruktur zu investieren, um die Erlebbarkeit und Sichtbarkeit des Parks zu erhöhen. So soll zukünftig beispielsweise am Haifischzentrum in Bippen ein weiteres Ausstellungsmodul angedockt werden, um die vielfachen fossilen Funde einer breiteren Besucherzahl zu erschließen. Darüber hinaus soll einer der wichtigsten Geotope, der Steinbruch mit den Saurierfährten in Bad Essen-Barkhausen, besser geschützt und dort wo möglich weitere Fährten freigelegt werden.

Mit Unterstützung der Politik arbeiten die beiden niedersächsischen Naturparks daran, dass auch künftig verlässlich Fördergelder fließen. „Unser Ziel ist es, TERRA.vita in seiner Rolle als wichtigen Standortfaktor weiter auszubauen“, sagt Lübbersmann. Dabei soll der Fokus auf die Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Etablierung von dauerhaften Partnerschaften mit heimischen Unternehmen gelegt werden.

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