Mehr lesen

Bitte wählen Sie

Tastenkombination:
STRG und +/-

Datenspiegel zeigt Entwicklungen im Landkreis auf

12.08.2019 „Landkreis kompakt 2019“ jetzt online verfügbar

Der gesamte Landkreis Osnabrück in einem kleinen Heft mit nicht einmal 40 Seiten: Das gelingt Jahr für Jahr der Kreisverwaltung mit ihrem Datenspiegel „Landkreis kompakt“. Dabei halten die statistischen Daten rund um das Osnabrücker Land so manche Überraschung bereit. Der Leiter des Geschäftsbereichs Wirtschaft und Arbeit, Siegfried Averhage, erläutert die Daten und ihre Bedeutung für die Wirtschaftsregion.

Kann den aktellen statistischen Daten über den Landkreis Osnabrück viele positive Seiten entnehmen: Der Leiter des Geschäftsbereichs Wirtschaft und Arbeit und Chef-Wirtschaftsförderer des Landkreises Siegfried Averhage.

Ja, es ist schon schön und grün im Landkreis Osnabrück. Doch dass der Natur- und Geopark TERRA.vita mit 997,8 Quadratkilometern fast die Hälfte der Kreisfläche ausmacht, hätten wahrscheinlich die wenigsten Bürger gewusst. Dies oder auch die 32 Naturschutzgebiete, die 50 Landschaftsschutzgebiete, die 142 Naturdenkmale und die 2.647 besonders geschützten Biotope bilden das „grüne Herz“ des Landkreises und machen einen guten Teil der Lebensqualität vor Ort aus. Davon zeigt sich auch Averhage überzeugt „Die hohe Lebensqualität und das Wohnen im Grünen ist für viele Menschen in der Region wichtig und ohne Frage auch ein Grund, warum immer mehr Menschen ihren Lebensmittelpunkt in das Osnabrücker Land verlegen.“

Die Wirtschaft wächst – die Arbeitslosigkeit sinkt

Mit 127.816 Arbeitnehmern befindet sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf Rekordniveau. Die Zahl wurde in nicht einmal zehn Jahren seit 2010 von 122,1 auf 155,8 Prozent gesteigert (Basis 1990 = 100 Prozent). Entsprechend sank die Arbeitslosigkeit von fünf Prozent in 2010 auf 3,1 Prozent in 2018. Zum Vergleich: Landesweit lag die Zahl der Arbeitssuchenden im vergangenen Jahr mit 5,3 und bundesweit mit 5,2 Prozent rund zwei Prozentpunkte höher.

Die Beschäftigten im Landkreis Osnabrück sind zu rund 30 Prozent im verarbeitenden Gewerbe tätig. Die Dienstleistungen haben inzwischen jedoch mit 37,3 Prozent eine ebenfalls hohe Relevanz. Trotz wachsendem Onlinehandel bleibt der Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) mit rund 10.000 Beschäftigten die wichtigste Wirtschaftsabteilung im Landkreis Osnabrück. Gefolgt wird dieser von der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (9.740 Beschäftigte) und dem Gesundheitswesen (9.528 Beschäftigte). „Der Gesundheitswirtschaft kommt sicherlich eine weiter steigende Bedeutung in der Region zu“, erläutert der Leiter des Geschäftsbereichs Wirtschaft und Arbeit. Mit 15 Rehabilitationskliniken und 10 Krankenhäusern sei man ein wichtiger Gesundheitsstandort in Niedersachsen. Auch das Baugewerbe in der Region boomt mit 7,4 Prozent der Beschäftigten. „Das ist wenig verwunderlich vor dem Hintergrund, dass von 2015 bis 2017 rund 1.400 Wohngebäude bzw. ca. 2.600 Wohnungen geschaffen wurden“, so Averhage.

Bevölkerung jünger als im Bundesschnitt

Mit 356.140 Einwohnern (Stand 31.12.2017) blieb die Einwohnerzahl im Landkreis Osnabrück vergleichsweise konstant (2016: 354.807  l  2015: 358.079). Die Zahl der Geburten stieg in den vergangenen Jahren auf 3.435 und die Zahl der Zuzüge in den Landkreis Osnabrück war erneut höher als die Zahl der Fortzüge.

Auch das Durchschnittsalter der Bevölkerung zeigt sich im Vergleich zum Bundesdurchschnitt positiv. „Bei der Zahl der unter 25jährigen, vom Kleinkind bis zum Jugendlichen, stehen wir besser da als der Bundesschnitt“, erläutert Averhage. Dies sei wichtig für die Zukunft des Landkreises und die Suche der Unternehmen nach Auszubildenden und künftigen Fachkräften.

Jugendliche auch für duale Ausbildung begeistern

Insgesamt 9.215 Schülerinnen und Schüler besuchten im Schuljahr 2018/2019 eine der vier berufsbildenden Schulen im Landkreis Osnabrück. Die Zahl der Schüler der 25 Gymnasien und Oberschulen lag mit rund 13.500 deutlich höher als die der 11 Real- und Hauptschulen mit zusammen 3.200 Schülern. (Gesamtschulen: 4 mit 2.828 Schülerinnen und Schülern). „Auf der einen Seite ist dies ein tolles Ergebnis, was für ein gutes Qualifikationsprofil der Region spricht“, zeigt sich Averhage überzeugt. Man dürfe aber nicht außer Acht lassen, dass sich die dualen Ausbildungen bisher vor allem aus Nichtabiturienten speisten. „Damit aber beispielsweise das Handwerk auch künftig ausreichend Nachwuchs finden kann, gilt es, auch den Abiturienten die Vorteile der dualen Ausbildung zu vermitteln und ihnen dort Karrierewege aufzuzeigen.“

Breitbandausbau wichtiges Investitionsfeld

Sowohl für Privathaushalte wie auch Unternehmen ist ein schneller Internetanschluss von zentraler Bedeutung. Da ist es kein Wunder, dass der Breitbandausbau mit 13,5 Millionen Euro den größten Einzelposten der rund 44,1 Millionen Euro Nettoinvestitionen der Kreisverwaltung ausmacht. Auch in die Schulinfrastruktur wird mit 9,2 Millionen Euro in 2019 stark investiert. „Wir sind hier auf einem guten Weg“, zeigt sich Averhage überzeugt. Das zeige sich auch in der Reinvestitionsquote. Diese gebe Auskunft über das Verhältnis von Neuinvestitionen im Vergleich zum Vermögensverzehr, also der Substanzerhaltung. „Die Quote  wurde 2018 auf 192 Prozent gesteigert.“ Zum Vergleich: 2013 war sie mit 82 Prozent nicht einmal halb so hoch.

Bessere Anbindung in alle Richtungen

Insgesamt 6,4 Millionen Euro investiert der Landkreis 2019 in Straßen, Brücken und Radwege. Mit 61 Kilometern Autobahnen, 1.360 Kilometern Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sowie 218 Kilometern Schienen ist der Landkreis Osnabrück gut erreichbar und erschlossen. „Mit der Fertigstellung der Autobahnlückenschlüsse rund um Bad Oeynhausen und Richtung Bielefeld sowie dem Ausbau der Ortsumgehung in Belm ist die Region demnächst noch besser erreichbar“, zeigt sich der Chefwirtschaftsförderer des Landkreises überzeugt. Dies sei ein wichtiger Standortvorteil gerade für die vielfach exportorientierten Unternehmen im Landkreis Osnabrück.

Auch Tourismuszahlen steigen

Aber auch die Radfahrer kommen im Landkreis Osnabrück nicht zu kurz. Das Radwegenetz beläuft sich aktuell auf 788 Kilometern Radwege an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Dies mag einer der Gründe sein, warum der Tourismus im Landkreis Osnabrück weiter auf dem Vormarsch ist, denn der Urlaub mit dem (E-)Bike wird immer beliebter. Mit 458.319 Ankünften nähert sich die Zahl der Besucher des Landkreises Osnabrück stark der halben Million. Auch die Anzahl der Übernachtungen stieg in den vergangenen Jahren auf über 1,7 Millionen im Jahr 2018. Rund vier Tage bleiben die Besucher dabei im Schnitt.

Von Altreifen und Gänsen

Neben den klassischen statistischen Daten bietet das Daten- und Faktenheft des Landkreises auch einige ungewöhnliche Infos. So gibt es 282 Chöre im Landkreis Osnabrück und die Abfallwirtschaft entsorgte 122 Tonnen Altreifen. Gleichzeitig beträgt die Kfz-Dichte je 1.000 Einwohner 783 und die Anzahl der gehaltenen Gänse 17.200. „Damit dürfte dann wohl die nächste Weihnachtsgans gesichert sein“, zeigt sich Averhage abschließend überzeugt und kann sich ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen. Diese und weitere Daten und Fakten sind enthalten im Datenspiegel „Landkreis kompakt“ der Kreisverwaltung. Er ist in Druckform im Kreishaus erhältlich sowie online unter dem Link www.wigos.de/landkreis-kompakt-2019

Sie haben eine Frage zu diesem Beitrag? Wir beantworten sie gerne: frag.landkreis-osnabrueck.de

Abonnieren Sie uns - das Wichtigste aus dem Landkreis Osnabrück als monatliche Zusammenfassung

Beitrag teilen

Sie können Inhalte unserer Webseite in folgenden Sozialen Netzwerken teilen:

Beitrag auf Facebook teilen:

Beitrag twittern:

Da dabei Daten an den jeweiligen Social Media Dienst übermittelt werden, müssen Sie die Nutzung dieser Funktion zunächste bestätigen, indem Sie die Dienste aktivieren:

Datenschutzrichtlinien

Füllen Sie folgendes Formular aus, um diesen Beitrag per E-Mail zu versenden:

Sie können mehrere Empfänger mit Komma getrennt eingeben.